FC Schalke 04: Aufsichtsrat spricht offenbar mit Ralf Rangnick - angeblich existiert eine Absichtserklärung

Von SID/SPOX
Die Fans des abstiegsbedrohten FC Schalke 04 haben eine Online-Petition zur Verpflichtung von Ralf Rangnick gestartet.
© getty

Die mögliche Rückkehr von Ralf Rangnick zum designierten Bundesliga-Absteiger Schalke 04 wird konkreter. S04 bestätigte am Montag der dpa, dass der Aufsichtsrat Kontakt zu Rangnicks Berater aufgenommen habe. Laut Rangnicks Berater Marc Kosicke könnte es demnächst Gespräche geben.

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"Der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 hat bereits Kontakt zum Berater von Ralf Rangnick aufgenommen. Zum weiteren Vorgehen werden wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen", teilte Schalke mit.

Wie der kicker berichtet, soll der zunächst skeptische Aufsichtsrat um Boss Dr. Jens Buchta am Montag ein Gespräch mit dem früheren Trainer der Königsblauen führen wollen. Kein Angehöriger des Gremiums halte ein Comeback von Rangnick auf Schalke "grundsätzlich für einen schlechten Gedanken", hieß es. Zum angeblichen Treffen sagte Rangnicks Berater Marc Kosicke jedoch zu Sport1: "Ich weiß von nichts." Es werde "frühestens in den nächsten Tage Gespräche" geben.

Laut der Bild hat Rangnick mit einer Retter-Gruppe (bestehend aus einflussreichen Schalkern aus Wirtschaft und Politik) sogar bereits eine Absichtserklärung unterschrieben. Demnach würde er für ein Jahresgehalt von rund einer Million Euro arbeiten. Die identische Summe hatte der entlassene Sportvorstand Jochen Schneider kassiert.

Der 62-Jährige ist als neuer Sportvorstand im Gespräch. Ihn selbst soll die Aufgabe reizen, die Fans würden seine Rückkehr und einen Neuanfang auf der Führungsebene mehrheitlich begrüßen. Seit Freitagabend stimmten in einer Online-Petition über 45.000 Schalker für diesen Schritt. Der Aufsichtsrat soll Sportdirektor Markus Krösche von RB Leipzig favorisiert haben, der aber am Sonntag öffentlich ablehnte.

Ralf Rangnick als Bundestrainer: Kein DFB-Interesse?

Rangnicks Comeback wird von einer Gruppe unterstützt, die Schalke komplett neu aufstellen will. Dazu würde auch die Ausgliederung der Profiabteilung gehören sowie eine Neubesetzung der Führungsebene. In diesem Zuge soll angeblich der gesamte Vorstand ausgetauscht werden.

Unwahrscheinlicher wird durch die Entwicklungen auf Schalke auch eine Anstellung Rangnicks beim DFB, der ab Sommer einen neuen Bundestrainer sucht. Einem Bericht der FAZ zufolge ist der Verband ohnehin nicht an einer Zusammenarbeit mit Rangnick interessiert. Bei Sky hatte er zuletzt gesagt: "Es ist eine Stelle, die niemanden in Deutschland kalt lässt. Ich kann mir grundsätzlich alles vorstellen."

Kosicke betonte bei Rangnick dagegen ein klares Interesse am Amt des Bundestrainers: "Er ist interessiert am Job des Bundestrainers. Dass er manchmal gewisse Dinge ganzheitlicher interpretiert, liegt in der Natur der Sache. Aber in erster Linie würde er gerne Bundestrainer sein." Rangnick sei Anfang 60 und topfit: "Das wäre die Krönung seiner Karriere."

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