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Fussball

BVB fixiert offenbar Transfer von PSG-Juwel Soumaila Coulibaly trotz Kreuzbandriss

Von SPOX
Somaila Coulibaly wechselt wohl zu Borussia Dortmund.

Borussia Dortmund hat offenbar den ersten Neuzugang nach Trainer Marco Rose für die kommende Saison fixiert. Wie die Sport Bild und die Bild-Zeitung berichten, sei der Wechsel von Soumaila Coulibaly zum BVB beschlossene Sache.

Bereits vor wenigen Wochen hatten Sky, die Ruhr Nachrichten und RMC Sport aus Frankreich den BVB mit dem erst 17 Jahre jungen Innenverteidigertalent von Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. Dieser hatte sich erst im Februar einen Kreuzbandriss zugezogen. Ein Hinderungsgrund für einen Transfer war dies aber offensichtlich nicht.

Coulibaly kommt wie einst Dan-Axel Zagadou im Jahr 2017 ablösefrei zum BVB. Der Vertrag des französischen Junioren-Nationalspielers bei PSG läuft zum Saisonende aus. Die Pariser versuchten übereinstimmenden Medienberichten vergeblich, den Innenverteidiger mit einem Profivertrag zu binden. Dortmund muss demnach nur eine Ausbildungsentschädigung für Coulibaly entrichten.

Der 17-Jährige führt mit seinem Wechsel die fast schon zur Tradition gewordene PSG-Talenteflucht nach Deutschland fort. Vor Coulibaly hatten in den vergangenen zwei Jahren Tanguy Nianzou (FC Bayern), Christopher Nkunku (RB Leipzig) und Moussa Diaby (Bayer Leverkusen) Paris aufgrund mangelnder Chancen auf einen Durchbruch im Starensemble um Neymar verlassen und sich Bundesligisten angeschlossen.

Nach Zagadou ist Coulibaly der zweite BVB-Neuzugang in kurzer Zeit, der bei PSG ausgebildet wurde. Von der Talenteflucht bei PSG profitierten jedoch nicht nur die Top-Teams aus München, Dortmund, Leverkusen oder Leipzig. 2016 wechselte Abwehrtalent Mamadou Doucoure ablösefrei zu Borussia Mönchengladbach, wird dort jedoch seit jeher von einem unglaublichen Verletzungspech heimgesucht und machte bislang nur zwei Profispiele, in denen er eine Minute vor Schluss eingewechselt wurde.

PSG-Sportdirektor Leonardo giftet gegen Bundesliga-Klubs

Besser läuft es für Tanguy Coulibaly, der im Sommer 2019 zum VfB Stuttgart wechselte und dort in dieser Saison in 22 von 23 möglichen Bundesligaspielen zum Einsatz kam - mal als Stammspieler, mal als Joker. Die vielen Abschiede von PSG-Talenten nach Deutschland gerieten besonders durch den ablösefreien Wechsel im vergangenen Sommer von Nianzou zum FC Bayern zu einem Politikum.

"Deutsche Klubs, allen voran Bayern München, Leipzig und Borussia Dortmund, fallen über junge Spieler her, das ist ein großes Problem", echauffierte sich PSG-Sportdirektor Leonardo damals. Weil Nianzou aufgrund von zwei schweren Muskelverletzungen bislang beim deutschen Rekordmeister nur 20 Pflichtspielminuten absoliverte, trat Leonardo zuletzt sogar gegen den 18-Jährigen verbal nach.

"Tanguy hat mit uns in der Champions League gespielt und er hat fast ein Jahr bei Bayern München verbracht, ohne zu spielen", sagte der Brasilianer beim Radiosender France Bleu Paris. "Das Problem ist, zu denken, dass anderswo das Paradies ist. Es heißt: 'PSG hat einen Youngster verloren.' Aber manchmal denke ich, dass nicht PSG verliert, sondern die Youngster, die PSG verlassen."

Ob Coulibaly, der bislang Teil der U19 von PSG war, mit seinem Wechsel im Sommer in diese Kategorie fällt, bleibt abzuwarten. Zunächst soll er beim BVB langsam an die Profis herangeführt werrden. In Dortmund sei man davon überzeugt, dass dieser Schritt schnell erfolgen kann.

 

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