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Fussball

Ex-Profi Bo Svensson neuer Trainer des FSV Mainz 05

SID
Bo Svensson ist neuer Trainer in Mainz.

Bo Svensson soll den FSV Mainz 05 retten. Der frühere Mainzer Profi übernimmt eine Mannschaft, die offenbar bereits ist, sich gegen den drohenden Abstieg zu stemmen.

Der krisengeschüttelte FSV Mainz 05 rüstet sich für die Aufholjagd, das neue Führungstrio ist komplett: Ex-Profi Bo Svensson (41) übernimmt als Trainer beim Tabellenvorletzten und soll den Absturz des Bundesligisten in die Zweitklassigkeit verhindern. Der Krisenklub vom Bruchweg bestätigte die Verpflichtung des "Retters" einen Tag nach dem 2:5 (2:0) bei Rekordmeister Bayern München.

"Bo bringt alle Qualitäten mit, die wir uns für die Besetzung unseres Trainerpostens wünschen. Er weiß, wie sich unser Fußball anfühlen muss", sagte der erst kürzlich zurückgekehrte Sportvorstand Christian Heidel.

Am Dienstag (12.00 Uhr) wird der frühere Mainzer Profi sowie Junioren- und Co-Trainer als Chef vorgestellt. Bei seinem Wechsel 2019 zum österreichischen Zweitligisten FC Liefering kassierten die Mainzer angeblich 1,5 Millionen Euro, die Liefering nun wohl zurückerhält.

Svensson habe "den Trainerjob in unserem Nachwuchsleistungszentrum von der Pike auf gelernt und zusätzlich als aktiver Profi die Arbeit von Trainern wie Jürgen Klopp und Thomas Tuchel kennengelernt", sagte Heidel: "Wir sind überzeugt, dass er über die Persönlichkeit und Durchsetzungsstärke verfügt, dieses Wissen auch auf die Mannschaft zu übertragen."

Svensson bereits der vierte Trainer

Der Däne, der nach Achim Beierlorzer, Jan-Moritz Lichte und Jan Siewert bereits der vierte Trainer ist, übernimmt ein Team, das sich offenbar gegen den drohenden Abstieg stemmen will.

Nach der Rückkehr des verehrten Heidel und von Ex-Trainer Martin Schmidt als Sportdirektor scheint sich Aufbruchsstimmung am Bruchweg auszubreiten. Mit Svensson, dem dritten Rückkehrer im Bunde, soll die Wende gelingen.

Auch der neue Trainer dürfte über den aufmüpfigen Auftritt der Mainzer in München gestaunt haben. Ausgerechnet bei den Bayern spielte das Team die "beste" Halbzeit "der bisherigen Saison. Es war Wahnsinn, wie die Jungs sich reingehauen haben", schwärmte Schlussmann Finn Dahmen. Trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses sendeten die Rheinhessen vor dem Start des neuen Chefs ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Beim FC Bayern steckte Leben in der Mannschaft

Im Gegensatz zu einigen trostlosen Leistungen vor der Winterpause steckte Leben in der Mannschaft - auf und neben dem Feld. "Es war Wahnsinn, wie die Jungs vorne gekämpft haben, wir haben uns gegenseitig gepusht", sagte Bundesliga-Debütant Dahmen.

Mit Leidenschaft, Motivation und zielstrebigem Umschaltspiel schnupperten die 05er gegen den Serienmeister dank der Treffer von Jonathan Burkardt (32.) und Alexander Hack (44.) über eine Halbzeit an der Sensation.

Erst nach der Pause offenbarte sich der Qualitätsunterschied. "Ich bin nichtsdestotrotz stolz und hoffe, dass sich die Jungs in den nächsten Wochen belohnen", sagte Aushilfscoach Siewert, der den Platz auf der Bank für Svensson räumt und wieder seine Aufgaben im Nachwuchsbereich übernimmt. Und dennoch könnte die Niederlage der Startschuss einer furiosen Aufholjagd werden - darauf hoffen zumindest die Mainzer nach der Verpflichtung von Svensson.

Schon im Derby gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) muss es der neue Coach richten. Auf ihn wartet angesichts von nur sechs Punkten aus 14 Spielen eine Mammutaufgabe. Doch im Team ist immerhin die Zuversicht zurück.

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