Fussball

DFL reagiert auf Skandal-Video von Salomn Kalou von Hertha BSC: "Absolut inakzeptabel"

SID
EIn Video geht durch Fußball-Deutschland: Die DFL hat auf die skandalösen Mitschnitte von Hertha-Profi Salomon Kalou reagiert.

Die Fußball-Bundesliga hofft auf den Neustart noch Mitte Mai und will alles zur Eindämmung des Virus tun - ein paar sorglose Profis von Hertha BSC stören dieses Bild ganz empfindlich.
 
 
 
 
 
 
 

Handschläge mit den Kollegen, zu zweit beim Coronatest - und die ganze Zeit läuft die Kamera: Zwei Tage vor der entscheidenden Sitzung der Politik über eine Wiederaufnahme der Bundesliga haben Profis von Hertha BSC dem Fußball einen Bärendienst erwiesen. Salomon Kalou zeigte in einem selbst aufgenommenen Facebook-Video, wie er Mitspieler und Klub-Mitarbeiter per Handschlag begrüßt. In sensiblen Zeiten ein krasser Verstoß gegen die Abstandsregeln zur Eindämmung der Pandemie.

Die Reaktion der DFL ließ nicht lange auf sich warten. "Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel", hieß es in einer Mitteilung: "Hierfür kann es keine Toleranz geben - auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben."

Hertha-Arzt mahnt Kalou: "Sala, lösch das Video, bitte!"

Das Verhalten des Ivorers und seiner Kollegen in der Kabine ist zudem Wasser auf die Mühlen all jener, die den Plan des Fußballs zum Wiederbeginn ohnehin als sorglos empfinden - und hinter verschlossenen Türen einen eher laxen Umgang mit den Regeln vermuten.

Für die DFL kommt das Video daher zur Unzeit. Die 36 Profiklubs hoffen auf eine Fortsetzung der ersten beiden Ligen noch im Mai, dafür wurde ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet. Auf Basis dieses Dokuments sollen die Bundesregierung und die Länderchefs am Mittwoch über einen Wiedereinstieg in die Saison beraten. Allerdings ist die penible Einhaltung des Konzepts Voraussetzung für alles Weitere.

In Kalous Video ist auch zu sehen, wie ein Hertha-Mitarbeiter einen Abstrich bei Innenverteidiger Jordan Torunarigha nimmt. Der Mitarbeiter scheint den Ernst der Lage zu erkennen, am Ende des 25-Minuten-Streams ruft er: "Sala, lösch das Video, bitte!" Der Verein war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Seit Mitte März ruht der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga. Nach SID-Informationen plant die DFL für eine Wiederaufnahme am 15. Mai und spürt dabei neben viel Zustimmung durchaus auch Gegenwind aus Politik und Gesellschaft. Kalous Video dürfte die Lage nun nicht entspannt haben.

 

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