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DFL: Pressekonferenz nach Mitgliederversammlung im Liveticker zum Nachlesen

Von SPOX/SID
Die Pressekonferenz der DFL wird heute nur virtuell stattfinden.

Der deutsche Profifußball hat keinen Termin für den Saison-Neustart genannt. Zudem sind drohende Pleiten für die Klubs vorerst abgewendet. Das erklärte DFL-Chef Christian Seifert auf einer Pressekonferenz im Anschluss an einer Videokonferenz der 36 Erst- und Zweitligisten.

SPOX hat die wichtigsten Erkenntnisse der Pressekonferenz zusammengefasst. Zudem könnt Ihr alle Aussagen der PK noch einmal nachlesen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der DFL-Pressekonferenz

  • Einen fixen Termin, wann die Bundesliga-Saison fortgesetzt wird, gibt es nicht. Ein Neustart soll vor allem von den Beschlüssen und Anordnungen der Politik abhängig gemacht werden. Zudem hat die DFL ein von der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" erarbeitetes Sicherheitskonzept vorgestellt.

  • Dieses Konzept sieht unter anderem klare Hygieneregeln im Mannschaftsumfeld sowie im häuslichen Bereich, die Begrenzung der Personenanzahl im Stadion auf 300 Menschen sowie ausreichende Corona-Tests vor. Hier könnt Ihr das gesamte Konzept einsehen.

  • Die Spieler und Trainer sollen demnach mindestens einmal pro Woche auf das neuartige Coronavirus getestet werden, ein Pflichttest soll immer direkt am Tag vor den Spielen stattfinden. Laut DFL sind dafür 20.000 Tests vonnöten, die von fünf Laborverbünden bereitgestellt werden sollen. Die haben der DFL zugesichert, dass die derzeitigen Test-Kapazitäten dafür ausreichend sind.
  • Bei einem positiven Corona-Fall soll die Presse nicht automatisch informiert werden. Zudem muss nicht die komplette Mannschaft, sondern nur der betroffene Spieler in Quarantäne. Die weiteren Kontaktpersonen sollen aber ebenfalls getestet werden.
  • Der zuletzt von der Politik ins Spiel gebrachte potenzielle Bundesliga-Neustart am 9. Mai ist noch nicht in Stein gemeißelt und hängt von der Politik ab. Aber: "Wenn das Signal kommen würde, dass es der 9. Mai ist, dann werden wir bereit sein. Wenn das Signal später kommt, werden wir später bereit sein", sagte DFL-Geschäftsführer Seifert.
  • Im Idealfall soll die Bundesliga-Saison 2019/20 vor dem 30. Juni beendet sein. Die DFL hält sich aber die Möglichkeit offen, Spiele zur Not auch noch im Juli austragen zu lassen.

  • Die 36 Klubs der ersten und zweiten Liga sind vorerst nicht von einer Insolvenz bedroht. Die DFL konnte mit fast allen Medienpartnern eine Einigung bezüglich der TV-Gelder erzielen. Durch die Auszahlung von rund 300 Millionen Euro ist die Liquidität der Vereine laut Seifert bis zum 30. Juni gesichert. Sollte die Saison jedoch nicht zu Ende gespielt werden, kommt es zu Rückführung von Zahlungen.
  • Die DFL hat sich zudem auf eine Unterstützung der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga geeinigt, die 7,5 Millionen Euro erhalten sollen.

DFL-Pressekonferenz: Der Liveticker zum Nachlesen

15.36 Uhr: Seifert über Ultra-Gruppierungen: "Erstmal muss ein Dialog vor Ort stattfinden. Es liegt an den Klubs, dort zu überzeugen. Es darf natürlich keine Zuschaueransammlungen vor den Stadien geben. Am Ende können wir damit drohen, das Spiel abzubrechen und die Partie 2:0 für den Gegner zu werten."

15.33 Uhr: Seifert über mögliche Klagen aus anderen Sportarten: "Wir müssen natürlich kritische Kommentare zur Kenntnis nehmen. Ich kann diese emotional nachvollziehen. Mir würde ein wenig Augenmaß bei der Bewertung freuen. Klagen kann ich nicht abschätzen. Jedes Unternehmen ist gefordert, ein individuelles Konzept vorzulegen."

15.30 Uhr: Seifert über die Bundesliga-Klubs: "Wir machen uns keine Gedanken darüber, wann eine neue Saison gestartet wird. Wir versuchen aktuell nur die jetzige Saison zu Ende zu bringen. Man muss durchaus davon ausgehen, dass in diesem Jahr ohne Zuschauereinnahmen zu rechnen." Seifert sieht die Liquidität der Klubs durch Geisterspiele nicht gefährdet, vielmehr können die Klubs Maßnahmen wie eine Gehaltsreduzierung der Spieler ergreifen.

15.28 Uhr: Seifert über den Spielplan: "Mit welchen Spieltag weitergemacht wird, ist noch nicht entschieden. Das wollen wir erst entscheiden, wenn ein Startdatum festgelegt wurde." Laut Seifert komme es nicht zu Terminkollidierungen mit den internationalen Wettbewerben, da diese eventuell sogar erst im August ausgetragen werden.

15.25 Uhr: Seifert über spätmöglichsten Zeitpunkt des Saisonendes: "Die Saison sollte am 30. Juni beendet sein. Es wäre der beste Termin bezogen auf Verträge mit den Spielern. Wenn es bis in den Juli sich ziehen reinreichen sollte, könnte dies auch gehen." Seifert erklärt, dass dafür bereits Absprachen mit den TV-Partnern gefunden wurden.

15.22 Uhr: Seifert über Konferenzen mit der Bundesregierung: "Der Abstimmungsbedarf ist das geringste Problem.Wenn es erforderlich ist, machen wir auch vier Schalten in zwei Tagen. Wir nehmen an, dass das Konzept in der Politik und im Robert-Koch-Institut angekommen ist."

15.20 Uhr: Seifert über Gruppen-Quarantäne und damit verbundene Ausfälle von Spielen: "Sollte der Fall eintreten, haben wir im Spielplan Kapazitäten, Spiele nachzuholen. Bei mehreren Fällen würden wir natürlich in Terminschwierigkeiten kommen."

15.17 Uhr: Seifert über den geplanten Start des Mannschaftstrainings: "Die Konzepte sehen keinen Trainingsstart vor. In der Liga gibt es Aussagen, dass man zwei Wochen Vorbereitung brauche. Diese könnte auch kürzer sein, vielleicht nur zehn Tage. Der sportliche Bereich ist da gefordert, eine gewisse Flexibilität an den Tag zu legen. Am 27. April wieder ins Training einzusteigen, ist nicht im Konzept vorgesehen."

15.16 Uhr: Gärtner über Zeitpunkt der Test am Tag vor dem Spiel: "Am ersten Tag kann da nichts passieren, da eine Person auf eine so kurze Zeit nicht infektiös ist."

15.13 Uhr: Seifert über die TV-Verträge: "Es gibt ein Unternehmen, mit dem wir keine Vereinbarung erzielt haben. Das ist aber nicht DAZN. Über Abschläge in den Verträgen durch einen veränderten Spielplan darf ich keine Auskunft geben." Seifert erläutert, dass man den Spielplan abwarten muss, was Effekte auf die TV-Partner haben könnte.

15.10 Uhr: Seifert über die positiven Fälle: "Von 1100 Lizenzspielern waren 14 infiziert. Diese sind alle mittlerweile genesen."

15.09 Uhr: Seifert über die Anonymität der Tests: "In dem Fall muss erstmal das Gesundheitsamt informiert werden. Es ist nichts, was auf die Website gestellt werden sollte, wie eine Oberschenkelzerrung."

15.08 Uhr: Meyer über die Tests: Bei 36 Vereinen müssen circa 40 Personen getestet werden. Bei einen Test in der Woche sind das circa 14.000 Test. Durch die englischen Wochen muss man eine Anzahl von circa 20.000 Test veranschlagen." Es werde nicht von einer Spielzeit von zehn Wochen ausgegangen.

15.07 Uhr: Seifert über die Sitzung heute: "Heute wurden von den Klubs keine Bedenken geäußert, dass man im Mai wieder spielt."

15.03 Uhr: Gärtner über Gruppen-Quarantäne: "Bei einem positiven Testergebnis wird das an das Gesundheitsamt gemeldet. Dieses entscheidet dann, ob eine Quarantäne nötig ist. Die Vereine könnten dies selbst zwar tun, die Entscheidung liegt aber nicht bei den Klubs." Meyer zum selben Thema: "Die Spieler sind nicht als Hochrisikiogruppe eingetuft. Sobald es Quarantäne gibt, wäre das mit einem Saisonabbruch gleichzusetzen."

14.59 Uhr: Seifert über einen Starttermin: "Wir haben heute keinen Zeitpunkt definiert, das liegt nicht in unserer Kompetenz. Wir haben nur in der Hand die Rahmenbedingungen zu schaffen. Bis 30.4. ist der Spielbetrieb ausgesetzt. Wir haben mehrere Spielplan-Optionen, ein Start am ersten Mai-Wochenende ist unrealistisch. Wenn das Signal kommen würde, es ist der 9. Mai, dann werden wir bereit sein. Wenn wir wieder spielen dürfen, liegt das nicht an der Bundesliga, sondern an unserer großartigen medizinischen Infrastruktur in Deutschland."

14.57 Uhr: Professor Gärtner: "Es wird Hygiene-Beauftragte bei den Teams geben, die die Abstandsregeln etc. kontrollieren."

14.56 Uhr: Meyer: "Es sollen regelmäßige Tests durchgeführt werden. Das sind die klassischen Abstriche sowie begleitend die Antikörper-Testung. Dadurch können für die Bevölkerung sowie für andere Sportarten Erkenntnisse gewonnen werden."

14.53 Uhr: Professor Meyer über die Arbeit der Task-Force: "Die Aufgabenstellung war, ein Szenario zu entwerfen, wie der professionelle Fußball weitergeführt werden kann. Über den gesamten Ablauf der Saison haben wir die bisherigen Krankenfälle analysiert, was natürlich fortgeführt wird."

14.50 Uhr: Seifert erklärt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Laboren. "Alle Labore haben genug Kapazität um die Spieler zu testen. Wenn wir den Spielbetrieb aufnehmen, werden wir von Tag zu Tag überprüfen, was verantwortbar ist. Für den Fall, dass Testkapazitäten knapp werden, wird der Fußball zurückstecken. Sollte es die nationale Lage erfordern, wird der Profifußball aufhören. Laut Lagebericht der Robert Koch-Institut liegt das Volumen der Test-Kapazitäten bei 818.000 pro Woche. Der Profi-Fußball würde nicht einmal 0,4 Prozent davon in Anspruch nehmen."

14.49 Uhr: Seifert: "Maximal 213 Personen im Innenraum, im Außenbereich dürfen 109 Personen anwesend sein. In der 2. Bundesliga sind es etwas weniger, da für das TV-Signal weniger Personal benötigt wird."

https://twitter.com/BenniZander/status/1253317919959683081

14.46 Uhr: Seifert: "Mit allen Medienpartnern wurden Einigungen getroffen. Es wurden Vereinbarungen getroffen, sollte die Saison abgebrochen werden müssen. Damit ist die Liquidität aller 36 Profiklubs gewährleistet." Seifert dankt allen Partner.

14.45 Uhr: Seifert: "Wir müssen den Verantwortungsträgern ein Konzept präsentieren, dass diese Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet sind. Die Bedenken dazu werde es jedoch in einigen Monaten auch noch geben."

14.42 Uhr: Seifert: "Spiele ohne Zuschauer sind nicht das, was wir wollen, erscheinen jedoch das einzig Machbare. Wir versuchen durch gewisse Maßnahmen ein bestmögliches Maß an Sicherheitsvorkehrungen zu treffen." Seifert zieht Vergleiche zu anderen Branche, wo es ebenfalls schwierig ist, den Mindestabstand einzuhalten.

14.40 Uhr: Seifert: "Es gibt nicht nur einen festen Plan, aber es gibt eine gewisse Strategie. Irgendwann muss es jedoch weitergehen. Wann dieser Zeitpunkt ist, wurde in den vergangenen Tagen spekuliert. Die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung fällt die Entscheidung. Sollte diese sagen, es ist der 9. Mai, dann sind wir bereit."

14.38 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

Vor Beginn: Wir warten weiter gespannt auf den Start. Zumindest steht fest, wer neben Seifert dabei sein wird. Zum einen die beiden Mitglieder der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" Prof. Dr. med. Tim Meyer und Prof. Dr. med. Barbara Gärtner. Zudem ist Christian Pfennig, Mitglied der DFL-Geschäftsleitung, virtuell zugeschalten.

Vor Beginn: Auch hat die DFL schon im Voraus ihr Konzept zur Durchführung von Geisterspielen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund vorgelegt. Dies bestätigte die BAuA gegenüber der dpa. Allerdings werde die Bundesanstalt nach Durchsicht des Konzeptes, an dem sie nicht mitgearbeitet hat, nicht über die Durchführung von Fußballspielen ohne Zuschauer entscheiden - dafür seien die einzelnen Bundesländer zuständig.

Vor Beginn: Nach Informationen der Bild bekommen die Spieler zudem eine Art Handzettel. Auf diesen sind einige Hinweise zum Umgang zuhause sowie die typischen Beschwerden bei einer Infektion aufgelistet.

Vor Beginn: Vorab liegen der Bild wohl bereits erste Details der Maßnahmen der DFL vor. Daraus geht hervor, dass die Spieler mindestens einmal pro Woche getestet werden sollen. Insgesamt werden wohl 25.000 Tests nötig, die circa 2,5 Millionen Euro kosten sollen.

Vor Beginn: Seit 11 Uhr tagen die Mitglieder. Noch ist nicht sicher, wann Seifert und Co. vor die Presse treten werden. Nach den Erfahrungen der vergangenen Video-Konferenzen dürften wir mit einer Erklärung ab circa 13.30 Uhr rechnen.

Vor Beginn: Klar scheint, dass die DFL in keinem Fall die Garantie erhalten wird, die komplette Saison zu Ende zu bringen. "Ich kann mir vorstellen, dass wir uns von Spieltag zu Spieltag entwickeln", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kürzlich. Er würde dem Fußball in der Coronakrise keinen "Blankoscheck" ausstellen. Für einige der Erst- und Zweitligisten geht es um nicht weniger als ihre Existenz. Die Mitgliederversammlung der DFL und die später folgende Entscheidung der Politik wird den deutschen Fußball noch über das Jahr 2020 hinweg beeinflussen.

Vor Beginn: In der außerordentlichen Versammlung der DFL geht es in erster Linie darum, das Konzept für die Fortsetzung der Saison zu finalisieren. Dieses Konzept wurde von der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" um Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer erarbeitet, die bei der jüngsten Mitgliederversammlung der DFL Ende März ins Leben gerufe Uhn wurde. Dieses Konzept, 41 Seiten stark und vom Spiegel bereits veröffentlicht, soll den Verantwortlichen der Politik vorgestellt werden. In einer Woche, am Donnerstag, den 30. April, soll in Berlin entschieden werden, ob und unter welchem Umständen der Spielbetrieb in der Bundesliga wieder aufgenommen werden darf.

Vor Beginn: Hallo und herzlich Willkommen zum Liveticker im Anschluss an die DFL-Mitgliederversammlung.

Bundesliga: Die Tabelle der unterbrochenen Saison 2019/20

Der FC Bayern München steht mit einem Abstand von vier Punkten vor Borussia Dortmund. Das Spitzenspiel zwischen den beiden Traditionsvereinen steht jedoch im Falle der Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch aus. Ursprünglich war die Partie für den 4. April angesetzt und damit das Highlight des 28. Spieltags.

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Bayern München2573:264755
2.Borussia Dortmund2568:333551
3.RB Leipzig2562:263650
4.Borussia M'gladbach2549:301949
5.Bayer Leverkusen2545:301547
6.Schalke 042533:36-337
7.Wolfsburg2534:30436
8.SC Freiburg2534:35-136
9.TSG Hoffenheim2535:43-835
10.1. FC Köln2539:45-632
11.1. FC Union Berlin2532:41-930
12.Eintracht Frankfurt2438:41-328
13.Hertha BSC2532:48-1628
14.FC Augsburg2536:52-1627
15.1. FSV Mainz 052534:53-1926
16.Fortuna Düsseldorf2527:50-2322
17.Werder Bremen2427:55-2818
18.SC Paderborn 072530:54-2416

 

 

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