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Fussball

Zoff beim VfB: Ehrenrat will Hundt loswerden

Von Felix Götz
Aufsichtsratschef Hundt hat anscheinend nahezu den gesamten Verein gegen sich aufgebracht
© getty

Beim VfB Stuttgart rumort es gewaltig. Die Suche nach einem neuen Präsidenten gestaltet sich äußerst kompliziert. Der Ehrenrat hat Aufsichtsratschef Dieter Hundt zum Rücktritt aufgefordert.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt bläst beim VfB Stuttgart ein eisiger Wind ins Gesicht. Der 74-jährige Aufsichtsratschef hat anscheinend nahezu den gesamten Verein gegen sich aufgebracht.

"Ich und der gesamte Ehrenrat vertreten einstimmig die Meinung, dass ein notwendiger Neuaufbau der Vereinsspitze sowie eine Beruhigung der an Schärfe immer weiter zunehmenden Situation im Club nur möglich ist, wenn Dieter Hundt trotz seiner unbestreitbaren Lebensleistung und seiner Verdienste umgehend seinen Rücktritt erklärt", sagte der VfB-Ehrenratsvorsitzende Alfred Grupp der "Stuttgarter Zeitung".

Im Ehrenrat der Schwaben sitzen nur alte VfBler wie beispielsweise Hermann Ohlicher, der zwischen 1973 und 1985 das Trikot der Stuttgarter trug. Stürzen kann der Ehrenrat Hundt allerdings nicht. Dies ist nur bei der Mitgliederversammlung am 22. Juli möglich. Entsprechende Anträge sollen schon vorliegen.

Buchwald und Bandke attackieren Hundt

Bereits vor dem Ehrenrat hatten VfB-Idol Guido Buchwald und Hundts Vorgänger Heinz Bandke den Aufsichtsratschef kritisiert. "Hundt blockiert, es sollen Jüngere ran", hatte Buchwald in der "Bild" gefordert. Bandke wurde sogar noch deutlicher: "Hundt wirkt selbstherrlich und ist nicht beratbar."

Das Problem beim VfB: Die Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Präsidenten Gerd Mäuser gerät immer mehr zur Farce. Eine erst vor wenigen Wochen zu diesem Zweck gegründete Findungskommission wurde wieder aufgelöst. Nun führt Hundt wieder die Bewerbergespräche. Kaum vorstellbar, dass einer seiner Kandidaten eine ernsthafte Chance hat, gewählt zu werden.

Dem VfB droht also das totale Chaos. Um dies zu verhindern, ist der Ehrenrat nun an die Öffentlichkeit gegangen. Wie Hundt darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

Der VfB Stuttgart im Steckbrief

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