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Fussball

"Man sollte ihm einen Orden verleihen"

Von SPOX
Philipp Lahm (r.) und Luca Toni wurden vom FC Bayern mit Geldstrafen belegt
© Getty

Philipp Lahm hat in einem Interview Klub, Trainer und seine Mitspieler angegriffen. Dafür wurde er vom FC Bayern München mit einer Rekord-Geldstrafe belegt. Eine Entscheidung, die polarisiert. Das sagt die mySPOX-Community zu Lahms Bestrafung.

PRO LAHM

ARDA: Ständig haben wir rumgejammert, dass Bayern nach der Ära von Führungsspielern wie Matthäus, Effenberg oder Kahn niemanden hat, der, wenn es die Situation erfordert, auch genug EIER IN DER HOSE hat, um Tacheles zu reden!

Nun haben wir mit Philipp Lahm gerade den Spieler in der Führungsrolle, von dem wir es eigentlich nicht erwartet hätten. Dass er sich so äußert, ist überraschend, aber es ist kein Skandal!

Er ist vielleicht der einzige Spieler der von Fans, Mitspielern, Trainerstab sowie vom Vorstand Respekt genießt (oder bis heute genossen hat). Wenn es sich jemand erlauben darf, Kritik zu üben, dann auch nur ER!

Ich finde, dass er mit diesem Interview eine vielleicht bedrohliche Situation für den Trainer abgewendet hat, indem er ALLE (Mitspieler und Vorstand) in die Verantwortung einbezogen hat. Allein was er über van Gaal sagt, zeigt mir, wie er sich vor den Trainer stellt.

Hut ab! (...)

Überlegt doch mal, wie viele lebende Zombies wir im Kader haben, die Woche für Woche nur ihre Fitnessübungen machen und dafür ihre Millionen einsacken. Ohne einen Gedanken dafür zu verschwenden, wie man dem Verein und den Fans etwas zurückgeben kann?

WIR SIND LAHM

m0km0k: LÄCHERLICH!!!! Man sollte ihm einen Orden verleihen, weil er endlich mal das ausspricht, was sich keiner zu sagen traut! Das nenne ich Eier, Herr Lahm. Pfui Uli!

agostino: Die bayrische Monarchie! Wenn das Ego von Rummenigge und Hoeneß angegriffen wird, kann man nur mit hohen Strafen rechnen. Die "Allmächtigen" des FC Bayern darf man doch nicht kritisieren! Die Monarchie bei Bayern lebt und genau das ist das Gefährliche.

Solange die schon benannten Monarchen gute Arbeit leisten, ist alles super. Aber sobald sie Fehler machen (und das haben sie zu Genüge gemacht) darf keiner was sagen. Die Wahrheit ist beim FC Bayern in diesen Zeiten nicht erwünscht. Bei Bayern ist nicht der Sport-Manager schuld an den Einkaufen, die er getätigt hat. Nein. Der Uli lebt in seiner eigenen, traumhaften Welt in der alles was er sagt und tut als gottgleich angesehen wird.

Und wenn ihn jemand kritisiert, kommt derjenige eben auf den Scheiterhaufen. Das bringt dem FC Bayern nichts, das bringt dem Kritiker nichts, es bringt nur den Monarchen etwas.

makaay03: Erschreckend, wie überzogen im Moment reagiert wird. Endlich spricht mal jemand Klartext. Natürlich hat Lahm gegen gewisse Regeln verstoßen und von mir aus sollen sie ihn dafür auch rügen. Recht hat er aber trotzdem. Ich bin schon ewig Bayernfan und werde es auch immer bleiben. Aber im Moment geht mir der Verein tierisch auf den Sack!

BvB_o9: Lächerlich, wie die Bayern da wieder mit ihren Spielern umgehen. Das ähnelt einer Diktatur. Lahm hat genau das Problem angesprochen. Genau deshalb kann Bayern auch nicht mit Mannschaften wie Manchester United oder Barcelona mithalten.

CONTRA LAHM

bommel83: Der Inhalt des Interviews ist zwar teilweise richtig. Aber schon sehr krass. Den eigenen Mannschaftskameraden direkt die Qualität abzusprechen, ist definitiv hart.

Eine Strafe finde ich in jedem Fall richtig. Lahm schadet seinem Arbeitgeber massiv. Alleine aus Autoritätsgründen muss der Verein bestrafen.

Holli: Lahm mag zwar inhaltlich Recht haben, aber eben nicht in der Öffentlichkeit. Das kann der FCB so nicht hinnehmen, denn dann würde das bald jeder Spieler so machen.

riesery: Lahm schadet dem FCB in der aktuellen Lage. Zu Recht, dass die Strafe drastisch ist.

säftsäck: Der Vorstand reagiert richtig. Es ist klar, dass sie sich ihre Fehler nicht gern auftischen lassen, aber Lahm hat es nun mal gemacht und muss dafür jetzt büßen. Lahm und Ribery sind momentan auch die Einzigen, die sich so etwas erlauben können, ohne härter sanktioniert zu werden. Andere Spieler wären suspendiert worden. Lahm mag Recht haben, aber das hätte er in der Kabine bringen sollen. Dort hätte er gleich Feedback gekriegt und man hätte gesehen, wie gut er sich als Leader macht.

hideniton: Sicher hat Lahm in vielen Belangen recht, doch auch er hat vor allem in Bezug auf das Management einfach zu wenig Fachwissen und Einblick in die Abläufe um die Arbeit des Vorstandes bzw. speziell die Arbeit von Uli Hoeneß als Manager glaubwürdig kritisieren zu können. Da war zu viel Frust dabei. Klar, man kann es ihm kaum verdenken, aber die Art und Weise sowie manche Themen waren einfach unglücklich gewählt.

Der FCB ist nunmal nicht nur ein Fußballverein, sondern ein Wirtschaftsunternehmen mit einem Marktwert von 1 Milliarde Euro! Da werden halt auch mal Namen gekauft um die Trikotverkäufe anzukurbeln bzw. Sponsoren an sich zu binden, auch wenn der Spieler vielleicht nicht perfekt ins Konzept passt. Robben wird allein mit weltweiten Trikotverkäufen mehr Geld einspielen als das Erreichen eines Championsleague-Viertelfinals einbringt. (...)

Wenn Lahm wirklich Eier hätte, dann hätte er es seinen Mannschaftskollegen in einer Sitzung ins Gesicht gesagt und würde nicht in einer Zeitung über sie herziehen. (...) Jetzt muss innerhalb der Mannschaft eine Aussprache her, und die Mimosen, die die Gangart des Trainers nicht verkraften, gehören verkauft! Da ist Lahm wenigstens uneingeschränkt Vorbild. Er ist im Gegensatz zu einigen anderen wenigstens kritikfähig.

Hoeneß: "Das wird Lahm bedauern"

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