Amanatidis legt alle Ämter nieder

SID
Ioannis Amanatidis spielt seit 2005 für Eintracht Frankfurt
© Getty

Ioannis Amanatidis hat nach seiner Absetzung als Kapitän bei Eintracht Frankfurt auch alle weiteren "Ämter" niedergelegt und geht auf Konfrontationskurs mit Trainer Michael Skibbe.

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Stürmer Ioannis Amanatidis hat nach seiner Absetzung als Kapitän von Bundesligist Eintracht Frankfurt die angedrohten Konsequenzen gezogen. Der 27-Jährige gab sowohl sein Amt als stellvertretender Spielführer als auch seine Mitgliedschaft im Mannschaftsrat der Hessen auf. "Wenn ich Konsequenzen ankündige, dann ziehe ich sie auch. Sportlich mache ich ganz normal weiter, ich werde weiter für den Verein alles geben", erklärte Amanatidis.

Der Streit um den Griechen sorgt bei der Eintracht ausgerechnet vor dem brisanten Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Sonntag beim Drittligisten Kickers Offenbach (17.30 Uhr im LIVE-Ticker und auf Sky) für Unruhe.

Am vergangenen Mittwoch hatte Frankfurts neuer Trainer Michael Skibbe bekannt gegeben, dass der Schweizer Abwehrspieler Christoph Spycher Amanatidis als Spielführer der Hessen ablösen wird.

Eine "Riesenenttäuschung"

Amanatidis, der das Amt zuvor zwei Jahre inne hatte, wurde zusammen mit dem Brasilianer Chris zum "Co-Kapitän" bestimmt. Skibbe begründete seine etwas überraschende Entscheidung damit, dass Verteidiger seltener ausgewechselt würden als Angreifer.

Amanatidis konnte diese Argumentation nicht nachvollziehen und ging nach der "Riesenenttäuschung" auf Konfrontationskurs mit Skibbe. Er vermisse beim Trainer jene Wertschätzung, die ihm beispielsweise Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen entgegenbringe.

"Ich habe immer meine Knochen hingehalten für die Eintracht. Bruchhagen hat immer gesagt: Wenn man an Eintracht Frankfurt denkt, denkt man an Amanatidis", sagte der Ex-Stuttgarter, der beim deutschen Meister von 1959 einen Vertrag bis 2012 hat.

Handgreiflichkeiten im Training

Wie tief getroffen Amanatidis von seiner Degradierung ist, zeigte sich am Donnerstag im Training. Nach einem Foul von Habib Bellaid stieß Amanatidis den Franzosen mit beiden Händen weg. Erst beherzt eingreifende Teamkollegen konnten weitere Handgreiflichkeiten vermeiden.

"Im Spiel scheißen wir uns die Hosen, aber im Training hauen wir uns dafür um. Das kann er sicher nicht bei mir machen", sagte Amanatidis zu dem Zwischenfall.

Skibbe versuchte derweil, die Wogen zu glätten. "Ich schätze Ioannis als Mensch und als Spieler. Es ist überhaupt nichts gegen ihn gewesen, sondern immer nur eine Entscheidung für eine Mannschaft", betonte der 43-Jährige.

Amanatidis droht mit Konsequenzen