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Fussball

"Ich finde es langsam lächerlich"

Von Premiere
Rummenigge
© Getty

München - Werder Bremen sicherte sich am 15. Spieltag den Sieg im  Spitzenspiel gegen den Hamburger SV.

Meister Stuttgart leistete sich vor eigenem Publikum dagegen einen Ausrutscher gegen  Borussia Dortmund.

Premiere hat die Stimmen des 15. Spieltags gesammelt:

Ottmar Hitzfeld (Trainer Bayern München): "Es war ein schwieriges Spiel. Wir haben nicht sehr schnell zum Spiel gefunden und haben lange gebraucht, die Zweikämpfe anzunehmen. Aber nach dem 1:0 haben wir eigentlich auch keine großen Sorgen mehr gehabt. Die Bielefelder wussten genau, mit Riesen-Kampfgeist kann man eine Sensation schaffen. Sie waren spritziger als wir. Wir mussten erstmal unseren Rhythmus finden, weil wir doch auch ein bisschen müde waren. Die Herbstmeisterschaft ist psychologisch ein großer Vorteil. Wir sind jetzt schon 15 Runden ganz vorne, also wollen wir auch noch 17 Runden oben stehen."

Ernst Middendorp (Trainer Arminia Bielefeld): "Ich habe auch in der Halbzeitpause schon gesagt, dass wirklich alles sehr, sehr gut gelaufen ist von unserer Seite aus. Wir haben einmal die Abwehr geöffnet in der 22. Minute. Aber es war durchaus eine Partie, die immer eng und spannend war. Ich denke, wir haben es fantastisch gemacht, und ich bin absolut nicht enttäuscht!"

Rudi Bommer (Trainer MSV Duisburg): "Es war kein überragendes Spiel, sondern mehr auf der kämpferischen Schiene. Wir hatten am Anfang schon unsere Probleme. Da hat man gesehen, dass das Selbstvertrauen nicht ganz so da war. Aber die Mannschaft hat sich in das Spiel reingekämpft und am Schluss auch verdient gewonnen. Ich habe schon vor drei Wochen gesagt: Es geht nur gemeinsam mit der Mannschaft und mit den Fans."

Premiere-Experte Karl-Heinz Rummenigge: "Ich verstehe den Ärger von Huub Stevens. Ich finde es langsam lächerlich, was sich die DFL mit den Spielplänen erlaubt! Da muss ganz schnell eine Änderung herbeigeführt werden, weil das ist Wettbewerbsverzerrung pur! Die DFL muss sich da schnell zusammensetzen, um eine Lösung zu finden."

Huub Stevens (Trainer Hamburger SV): "Bremen war heute die frischere Mannschaft, und dann ist man ganz schnell auch die bessere Mannschaft. Man kann nicht nach 43 Stunden seinen Körper wieder so weit haben, um alles abzurufen. Ich finde es schade, dass so ein Spiel so ausgetragen werden muss, dass man nicht die Ruhe hat, die nötig ist."

Rafael van der Vaart (Hamburger SV): "Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Wir haben Donnerstag gespielt. Aber das ist keine Entschuldigung dafür, dass wir heute verloren haben. Gegen Bremen kann man verlieren. Es ist einfach schade, das es passiert ist."

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Wir sind sehr zufrieden. Es war eine schwere Woche für uns und heute auch ein schweres Spiel. Aber ich glaube, wir haben uns gut durchgesetzt. Es war wichtig, dass wir immer wieder nachgelegt haben. Wir haben nicht nachgelassen. Das war eine tolle Leistung."

Armin Veh (Trainer VfB Stuttgart): "Wir waren heute nicht so frisch wie es eigentlich notwendig ist. Das Spiel vom Dienstag hat uns noch in den Knochen gesteckt. Das hat man von Anfang an gesehen. In der zweiten Halbzeit war es ja mehr ein Handballspiel! Da war von beiden Seiten kein Mittelfeld mehr da. Es hat nur noch Abwehr gegen Angriff gespielt."

Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin): "Das war heute zu wenig. Wir sind zuhause bisher sehr stark aufgetreten. Die Leverkusener haben uns gezeigt, dass wir doch nicht so stark sind."

Frank Pagelsdorf (Trainer Hansa Rostock): "Wir haben zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Der Unterschied heute war die Chancenauswertung. Die letzte Konsequenz, die die Hannoveraner bei ihren Torchancen hatte, hat bei uns gefehlt. Das 0:3 spiegelt natürlich nicht das Spiel wider!"

Premiere-Experte Jörg Berger: "Hannover hat mutig gespielt. Die Einwechslungen waren fast entscheidend, dass das Spiel noch gewonnen wurde. Für Rostock ist das schon brutal."

Mike Hanke (Hannover 96): "Ich habe in den letzten Spielen immer gekämpft und für die Mannschaft alles gegeben. Heute wurde ich dafür belohnt. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit gezeigt, was wir spielerisch drauf haben."

Dieter Hecking (Trainer Hannover 96): "Ein Trainer hat das Recht, einem Spieler auch mal öffentlich zu sagen, was er von gewissen Sachen hält. Das ist bei Mike Hanke sehr deutlich angekommen. Dann wird schon wieder von einem Krach gesprochen. Das ist alles Schwachsinn. Man muss als Trainer die Möglichkeit haben, einem Spieler wie Mike öffentlich zu sagen, dass es so nicht geht. Wenn das heute die Antwort war, dann ist alles gut."

Marc Stein (Hansa Rostock): "Das ist natürlich bitter für uns. So kurz vor Schluss noch drei Dinger zu bekommen, ist eigentlich unvorstellbar. Wir haben einfach das Tor in der zweiten Halbzeit nicht gemacht. Hätten wir das gemacht, wäre das heute anders ausgegangen."

Christian Hochstätter (Sportdirektor Hannover 96) zu einem möglichen Wechsel von Valerien Ismael vom FC Bayern München zu Hannover 96: "Tatsache ist, dass wir mit dem Spieler natürlich gesprochen haben und uns ein Bild von ihm gemacht haben. Das Signal (des Spielers, Anm. d. Red.) ist eindeutig aus meiner Sicht. Wir müssen uns mit den Bayern an einen Tisch setzen. Das haben wir zwar noch nicht getan, aber das wird sich bei passender Gelegenheit ergeben. Wir haben eine Vorstellung davon, wie wir es machen wollen, und das werden wir den Bayern auch mitteilen. Letztendlich liegt es daran, ob die Bayern ihn jetzt ablösefrei gehen lassen oder nicht!"

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