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Formel 1

Sauber: Geld und Fahrer aus Russland

SID
Monisha Kaltenborn (l.) und Peter Sauber können aufatmen
© getty

Der finanziell angeschlagene Formel-1-Rennstall Sauber ist seiner Rettung einen Schritt nähergekommen und hat neue Geldgeber gefunden. Das Schweizer Traditionsteam geht eine Partnerschaft mit drei russischen Unternehmen ein. Das gab Sauber am Montag bekannt.

Über die Dauer der Verträge machte der Rennstall von Nico Hülkenberg, dem zuletzt das Gehalt nicht mehr gezahlt wurde, keine Angaben. Sauber erhalte durch die neuen Sponsoren "eine solide Basis, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu steigern".

"Wir freuen uns, die Partnerschaft zwischen dem Investment Cooperation International Fonds, dem Staatlichen Fonds zur Entwicklung der Nord-Westlichen Russischen Föderation, dem Nationalen Institut für Luftfahrt und Technologie und der Sauber Motorsport AG bekannt zu geben", teilte Sauber mit, "das Ziel der Partnerschaft ist es, neue Perspektiven und Einnahmequellen durch Vermarktung gemeinsam entwickelter Technologien zu erschaffen."

Sirotkin startet 2014 für Sauber

Gleichzeitig gab Sauber bekannt, dass der junge Russe Sergej Sirotkin ab der Saison 2014 für die Schweizer fahren wird. Sauber möchte den 17-Jährigen für die Formel 1 aufbauen. Sollte Sirotkin, der am 27. August 18 Jahre alt wird, beim Saisonauftakt 2014 am Start stehen, wäre er der mit Abstand jüngste Fahrer in der Formel-1-Geschichte. Mit der Verpflichtung Sirotkins würde ein Abschied von Hülkenberg bei Sauber wahrscheinlicher. Im nächsten Jahr findet in Sotschi erstmals ein Formel-1-Rennen in Russland statt.

Zuletzt gab es Spekulationen, Sauber stehe vor dem finanziellen Kollaps. Angeblich plagen den Rennstall bis zu 100 Millionen Euro Schulden. Zulieferer würden seit Monaten auf die Begleichung ihrer Rechnungen warten, und auch Hülkenberg habe zuletzt kein Gehalt bekommen. Deshalb hatte der Emmericher bereits vorsorglich seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag gekündigt. Teamgründer Peter Sauber (69) kämpfte im Hintergrund mit Hochdruck gegen das Aus seines Teams und ist optimistisch: "Wir fahren nicht nur diese Saison zu Ende, sondern wir werden noch viele Jahre in der Formel 1 sein." Das Team fährt seit 1993 ununterbrochen in der Königsklasse des Motorsports.

Der Formel-1-Rennkalender 2013

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