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Formel 1

Wieder mal Aufregung um Red Bull

Von SPOX
Red Bull verwendet angeblich einen flexiblen Unterboden
© xpb

Pünktlich zum möglichen WM-Wochenende von Sebastian Vettel gibt es mal wieder Unruhe um einen angeblich illegalen Red Bull. Vettels Fans feiern in Heppenheim, Nico Hülkenberg hofft und Pirelli geht neue Wege.

Es biegt sich mal wieder etwas: Bei Red Bull kann man es nicht mehr hören. Ständig wird ihnen unterstellt, dass sich irgendeiner ihrer Flügel zu stark biegt und deswegen illegal ist.

Aktuelles Beispiel ist der Unterboden. Nach Mark Webbers Unfall in Monza sind ein Video und Fotos aufgetaucht, die ca. 30 Zentimeter lange Schleifspuren unter dem Auto zeigen. Diese deuten darauf hin, dass sich der Unterboden während der Fahrt weiter nach unten biegt als erlaubt.

Mag sein, aber alle Äußerungen in dieser Richtung sind pure Spekulation. Denn Fakt ist wie bei allen anderen Flügel-Kontroversen auch, dass Red Bull alle FIA-Tests bestanden hat.

"Wir haben das mit den Flügeln immer wieder erlebt, jetzt ist es der Unterboden. Man ist eben argwöhnisch, warum dieser Red Bull so schnell ist, und sucht immer nach irgendwas", ordnete Formel-1-Experte Marc Surer die Diskussion ein.

Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug mahnte in Suzuka zur Ruhe: "Natürlich guckt sich das jeder an - das ist vollkommen normal. Was da rumgemunkelt wird, interessiert uns aber nicht."

Heppenheim feiert Vettel: Erst mitfiebern vor der Großleinwand, dann ein Autokorso durch Heppenheim: Etwa 2000 Fans von Sebastian Vettel wollen am Sonntag in dessen Heimatstadt den zweiten WM-Titel des Formel-1-Piloten feiern.

"Wir hoffen wie im Vorjahr auf eine große Fete", sagte Thorsten Paschke. Der Schatzmeister vom "Ersten Sebastian Vettel Fanklub" organisiert das Public Viewing mit Rahmenprogramm. Beginn ist um 7.00 Uhr morgens, also eine Stunde vor dem Start des Rennens in Japan.

Die Vorfreude auf eine erneute Weltmeister-Sause in der 25.000-Einwohner-Gemeinde an der Bergstraße in Südhessen ist groß. Die ersten Vettel-Anhänger werden bereits am Samstagabend erwartet. Die Idee zur Übernachtung auf dem Party-Gelände und damit zum Reinfeiern in den Sonntag wurde allerdings verworfen. "Wer schon am Samstag anreisen möchte, hat zum Glück in unserer Stadt auch so genügend Übernachtungsmöglichkeiten", sagte Paschke.

Hülkenberg hofft noch: Testfahrer Nico Hülkenberg sieht seine Zukunft in der Formel 1, auch wenn sein Verbleib beim Force-India-Team offen ist. "Man muss weiter Augen und Ohren offenhalten. Es gibt ja einen Vertrag, sie können jederzeit auf mich zurückgreifen", sagte Hülkenberg am Freitag in Suzuka.

Die Hoffnung auf einen Stammplatz in der kommenden Saison hat der 24-Jährige nicht aufgegeben: "Ich bekomme sehr positives Feedback." Die Chancen seien auf jeden Fall da. Das Team will erst im Dezember über die Fahrerfrage entscheiden. Neben Hülkenberg befinden sich auch Adrian Sutil und Paul di Resta im Wartestand.

Einen Plan B hat Hülkenberg derzeit nicht: "Der Fokus liegt auf der Formel 1." Zumindest bekommt er als Testfahrer im Training freitags regelmäßige Einsatzzeiten. Trotzdem war der Rückschritt vom Stammfahrer bei Williams zum Ersatzmann bei Force India "bitter und enttäuschend", wie er sagt: "Ich habe mich aber damit arrangiert und es fast überstanden."

Force India wird nicht verkauft: Große Aufregung bei Force-India-Besitzer Vijay Mallya. Indische Medien hatten berichtet, dass er über den Verlauf seines Rennstalls, bei dem auch die Deutschen Adrian Sutil und Nico Hülkenberg fahren, nachdenken würde.

Das wies er in Suzuka per offizieller Pressemitteilung energisch zurück: "Ich war schockiert zu lesen, dass ich angeblich mein Team verkaufen will. Das ist komplett falsch und entbehrt jeder Grundlage. Ich werde das Team auf jeden Fall weiterführen."

Pirelli geht neue Wege: Der Reifenhersteller hat die Mischungen für die letzten drei Rennen bekanntgegeben. In Abu Dhabi und Brasilien wird es wie in Suzuka die Mischungen Medium und Soft geben.

In Indien gibt es ein Novum. Aufgrund des unbekannten Terrains holt Pirelli entgegen bisheriger Ankündigungen noch einmal die harte Mischung aus dem Lager. Dazu gibt es die Mischung Soft.

Aber: Der Soft-Reifen wird ausnahmsweise zum so genannten Prime-Reifen, also zur ersten Wahl erklärt, der harte zum Option. Das bedeutet in der Praxis, dass jedem Fahrer sechs Sätze weiche und nur fünf Sätze harte Reifen zur Verfügung stehen. In allen anderen Rennen war es umgekehrt. In Indien werden wir also die weiche Mischung deutlich häufiger sehen als normal.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

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