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Formel 1

Ferrari: Abschied und Kampfansage an Schumi

SID
Michael Schumacher (l.) und Stefano Domenicali 2009 beim Italien-GP in Monza
© Getty

Michael Schumacher ist bei Ferrari verabschiedet worden. "Alonso hat alle Möglichkeiten, ihn zu schlagen", schickte Teamchef Domenicali zudem gleich eine Kampfansage hinterher. Unterdessen erteilte Domenicali seinem Ersatzfahrer Giancarlo Fisichella die Freigabe für einen möglichen Wechsel.

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher mit warmen Worten verabschiedet, aber auch eine Kampfansage an den künftigen Mercedes-Piloten gerichtet. "Es ist schade, dass Michael nicht mehr in Rot fährt, aber das ist seine Entscheidung", sagte Domenicali am Mittwoch: "Gut ist, dass Michael ein Interesse an der Formel 1 wieder erweckt hat, das zuletzt verloren gegangen war."

Den 41 Jahre alten Schumacher, der 14 Jahre als Pilot und Berater bei Ferrari unter Vertrag stand, sieht er im kommenden Jahr als starken, aber schlagbaren Konkurrenten: "Wenn Michael diese Herausforderung annimmt, dann sieht er die Chance, mit diesem Auto zu siegen. Aber Fernando Alonso hat alle Möglichkeiten, ihn zu schlagen." Der zweimalige Weltmeister aus Spanien war im Winter von Renault zu Ferrari gewechselt.

Die Scuderia sei Schumacher zu großem Dank verpflichtet, ergänzte Domenicali, "er uns aber auch. Deshalb denke ich, dass beide Seiten in der kommenden Saison fair und edel miteinander umgehen werden."

Freigabe für Fisichella

Zudem erteilte Domenicali Ersatzfahrer Giancarlo Fisichella die Freigabe für einen Wechsel zu einem anderen Formel-1-Team. "Wenn es für ihn eine Chance gibt, als Stammpilot zu einem anderen Team zu gehen, können wir darüber reden", sagte der Ferrari-Teamchef:"Wir hoffen, dass sich das in den nächsten Wochen klärt. Vor allem für ihn wäre das sehr wichtig."

Fisico hatte im Vorjahr den verletzten Felipe Massa bei sechs Rennen ersetzt, dabei aber nur acht Punkte eingefahren. Von den 26 Startplätzen für das kommende Jahr sind noch sechs unbesetzt.

Desweiteren gab Domenicali bekannt, dass Ferrari seinen Formel-1-Boliden für 2010 am 28. Januar im Teamquartier in Maranello der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Zweifel an Briatore-Comeback

Unterdessen hat Domenicali trotz der aufgehobenen Sperre Zweifel an einem Comeback seines früheren Renault-Kollegen Flavio Briatore. "Ich weiß nicht, ob er jemals zurückkommt, aber ich kann es mir nicht vorstellen", sagte Domenicali: "Im Moment wäre es auf jeden Fall nicht der richtige Zeitpunkt dafür."

Der 57 Jahre alte Briatore war vom Automobil-Weltverband lebenslang gesperrt worden, da er seinen Fahrer Nelson Piquet 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall animiert hatte. Vor Gericht hatte der Italiener die Aufhebung der Sperre erwirkt, am Dienstag aber erklärt, er werde der Formel 1 "bis auf weiteres fernbleiben".

Schumi testet im Regen

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