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Formel 1

Daimler-Betriebsrat für Formel-1-Ausstieg

SID
Mercedes-Benz hält 40 Prozent der Anteile an der britischen McLaren-Group
© Getty

Das Formel-1-Engagement der Daimler AG muss nach Auffassung des Betriebsratsvorsitzenden Helmut Lense überdacht werden.

Der "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstagsausgabe) sagte Lense: "Die Formel 1 hat keine Akzeptanz in der Belegschaft. Das muss man zur Kenntnis nehmen."

Die Reaktion der Beschäftigten auf den Betriebsversammlungen in allen Daimler-Werken im April hätte dies gezeigt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Automobilindustrie hält Lense einen Ausstieg des Stuttgarter Konzerns aus der Formel 1 für plausibel.

"Daimler hat das Ziel, führend in Green Technology, also in umweltfreundlichen Antriebstechnologien, zu werden. Passt dazu die Formel 1? Wäre es nicht jetzt das richtige Signal, aus der Formel 1 auszusteigen und sich stattdessen konsequent auf umweltfreundliche Antriebstechnologien zu konzentrieren?" fragt Lense, der als Betriebsratsvorsitzender für die PKW-Entwicklung und das Werk Untertürkeim Mitglied des Daimler-Aufsichtsrates ist.

Gesamtetat liegt bei geschätzten 270 Millionen Euro

McLaren-Mercedes gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten, gleichzeitig aber auch teuersten Teams der Formel 1.

Der Gesamtetat liegt bei geschätzten 270 Millionen Euro, beide Partner kommen dabei Schätzungen zufolge für etwa die Hälfte der Gesamtsumme auf.

Mercedes-Benz hält überdies 40 Prozent der Anteile an der britischen McLaren-Group und überlegte sich zumindest noch im vergangenen Jahr, die Beteiligung zu erhöhen, möglicherweise auf mehr als 50 Prozent.

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