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Formel 1

Ferrari erlebt Tag der Extreme

Von SPOX
Kimi Räikkönen riss sich bei einem Dreher den Heckflügel ab
© xpb

Regen, Unfälle und wieder einmal eine klare Bestzeit von Mister Unschlagbar Felipe Massa. Das Freie Training zum Belgien-GP in Spa hatte einiges zu bieten.

Das Thema Zeitenjagd hatte sich schon nach der ersten Session am Vormittag erledigt. Zu dieser Zeit war es in den belgischen Ardennen noch komplett trocken.

Und Massa fuhr allen davon. Weder WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im McLaren noch Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari hatten gegen den Brasilianer eine Chance.

In 1:47,284 Minuten nahm Massa seinem Teamkollegen mehr als drei Zehntelsekunden ab. Hamilton hinkte als Dritter schon sechs Zehntel hinter dem schnellsten Roten her.

Regen sorgt für Action

Die richtige Action folgte aber bei feuchten und daher rutschigen Bedingungen in der zweiten Session am Nachmittag.

Zunächst erwischte es Mark Webber. Der Red-Bull-Pilot flog ab, schlitterte durch den Kies und blieb in den Reifenstapeln hängen. Das Auto war hin.

 

Räikkönen demoliert seinen Ferrari

Dann gab sich Räikkönen die zweifelhafte Ehre. Er rutschte auf einem nassen Randstein weg, drehte sich mit dem Heck voran in die Reifenstapel und zerstörte den Heckflügel seines Ferrari. Danach ging es für den ohnehin vom Pech verfolgten Weltmeister nicht weiter. Kein gutes Omen für die vermeintlich letzte Chance auf die Titelverteidigung.

Neben Räikkönen drehten sich an fast der gleichen Stelle auch Giancarlo Fisichella und Nelson Piquet Jr. Beide demolierten sich ihre Autos, Fisichella sorgte sogar für eine Trainingsunterbrechung. Nach Räikkönens Unfall war Wasser auf die Strecke gelaufen, auf dem Fisichella ausrutschte.

Letztlich entschied etwas überraschend Fernando Alonso im Renault die zweite Session mit einer Zeit von 1:48,454 Minuten knapp vor Massa für sich. Näher als 1,2 Sekunden kam jedoch niemand an die schnellsten Zeiten des Vormittags heran.

Ärger bei BMW-Sauber

BMW-Sauber wird die Zeit für die Abstimmung des Autos, die der Regen gekostet hat, sicher fehlen. Wie bereits anhand des Streckenprofils in Spa befürchtet, konnten die Weiß-Blauen die Pace der Besten nicht annähernd mitgehen.

Vor allem Robert Kubica haderte mit seinem Auto. "Unser Auto ist nirgendwo. Wir haben keinen Grip, wir haben keine vernünftige Abstimmung", schimpfte der Pole unverblümt über Funk. Zu allem Überfluss starb bei einem Starversuch nach der zweiten Session auch noch der Motor seines Autos ab.

Am Ende standen Platz elf und knapp zwei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit zu Buche. Nick Heidfeld war nur ein paar Hundertstel langsamer als Kubica und belegte Platz zwölf.

Vettel schnellster Deutscher

Bester Deutscher war in der Summe beider Sessions wieder einmal Sebastian Vettel. Der Toro-Rosso-Pilot belegte mit 1,674 Sekunden Rückstand den achten Platz vor Timo Glock im Toyota.

Nico Rosberg, dessen Williams-Team einen neuen Frontflügel testete, wurde 13., ein starker Adrian Sutil belegte Platz 14.

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