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Formel 1

Konkurrenz für Elton John

Von Jan-Hendrik Böhmer
Elton John
© Imago

München - Top, die Wette gilt! Wetten, dass...? lief am Wochenende in Hockenheim. Leider war Thomas Gottschalk weit und breit nicht zu sehen. Aber die fünf deutschen Piloten machten auch so ihre Sache ganz gut.   

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Dazu gibt es Niki Laudas große Freude über einen geschenkten Sieg, geile Brillen und Sarah Connors Niederlage gegen eine Volksmusik-Ikone. Die Top 8 des Deutschland-GP:

Top 8: Der zögernde Mika

Dass Sportler vor einem Wettkampf nicht gerne Interviews geben, ist ja hinlänglich bekannt. Dass das auch für Ruheständler gilt, ist neu. Keke Rosberg und Premiere-Moderator Peter Lauterbach haben es herausgefunden. Denn eigentlich wollten sie mit Mika Häkkinen vor der Kamera stehen. Doch als das rote Lämpchen an und die Übertragung On-Air ging, war Mika nicht da. Der hatte nämlich schlichtweg keine Lust und blieb lieber im Mercedes Motorhome sitzen. Selbst die Überredungsversuche von Landsmann und Ex-Manager Roberg konnten den Finnen nicht von Kaffee und Kuchen loseisen. Erst viele Minuten später stand der Weltmeister von 1998 und 1999 dann doch im Rampenlicht. 

Top 7: Sänger müsst Ihr sein!

Mit der Nationalhymne vor einem großen Sport-Spektakel ist das so eine Sache. Sarah Connor kann ein Lied davon singen - oder besser nicht. Ging ja schon mal schief. Ob die Hockenheim-Verantwortlichen Ausrutscher der Pop-Diva im Hinterkopf hatten, als sie über die musikalische Besetzung der National-Rolle nachdachten, ist nicht überliefert. Fest steht allerdings, dass sie sich in Hockenheim Volksmusik-Ikone Gotthilf Fischer geschlagen geben musste. Der dirigierte dann zwar mehr, als dass er sang, doch der Text saß sicher. Auch bei den Zuschauern auf der Tribüne, die fleißig mitsangen.

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Top 6: Die Wiedergeburt des Monsters

"Es war einfach geil!", sagte Niki Lauda und meinte seinen Sieg beim "BMW M1 Procar Revival". BMW hatte die 30 Jahre alten und mit bis zu 850 Pferdestärken bestückten PS-Monster zu Ehren des Deutschland-GP noch einmal aus der Mottenkiste geholt und von allerhand Rennfahrer-Prominenz pilotiert auf die Strecke geschickt. Ob Lauda bei seiner Aussage schon wusste, was Kollege Marc Surer nur kurze Zeit später enthüllen sollte? "Ich habe Niki gewinnen lassen. Ich habe geführt und mich gefragt, was ich damit beweisen will", so der ehemalige Formel-1-Pilot. "Dann habe ich ihn vorbeigelassen und wollte zu dritt über die Ziellinie fahren. Jetzt bin ich halt Dritter. Egal."

Top 5: Verkehrte Welt

Im Hause Renault lief am Rennsonntag so einiges verkehrt. Oder besser gesagt anders als geplant. Denn während Fernando Alonso von Platz fünf sukzessive zurück- und dabei hauptsächlich durch Fehler auffiel, sorgte Nelson Piquet Jr. für die Überraschung des Renntages. Von Startplatz 17 fuhr er durch Safety-Car-Phase und Ein-Stopp-Strategie begünstigt bis auf Platz zwei. Klassischer Rollentausch.

Top 4: Firma dankt

Den internationalen Autofahrer-Gruß mit dem ausgestreckten Mittelfinger kennt fast jeder. Auch in der Formel 1 ist die markante Geste weit verbreitet. Gerne beim Überrunden angewendet, bedanken sich die Piloten schnellerer Boliden damit meist bei den Vorausfahrenden für den kostenlosen rundenlangen Windschatten. Umso erfreulicher ist es, dass sich Kimi Räikkönen beim Überholen von Sebastian Vettel tatsächlich aufrichtig bedankt hat. Locker flockig fuhr der Finne auf der Parabolica am Deutschen vorbei und hatte sogar noch die Zeit, sich mit kurzem Winken artig zu bedanken. Ein Schelm, wer hier jetzt an die Geschäftsbeziehungen von Toro Rosso und Motorenlieferant Ferrari denkt.

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Top 3: Geile Brille
Eigentlich sollte es in Hockenheim ja regnen. Tat es aber nicht. Und das ist auch gut so. Denn bei strahlendem Sonnenschein zeigten Fahrer und Teams die neueste Brillen-Mode. Ob da auch was für Elton John dabei war, ließ sich aber nicht klären. Die Favoriten der SPOX-Redaktion: Michael Schumacher mit dem Modell Kaugummi-Automat, Force-India-Chef Vijay Mallya als modisches Mittelstück zwischen Kiez und Kampfbomber-Cockpit und Nelson Piguet Jr. als Polizist a la US-Highway-Patrol.


Top 2: Lewis is on Fire

"I'm Alive and on Fire", sang der kanadische Rockmusiker Danko Jones. Ob Lewis Hamilton den guten Mann kennt, ist uns nicht bekannt. Allerdings schien er in Hockenheim dessen Debüt-Album-Titel fest ins Herz geschlossen zu haben. Er düste an der Konkurrenz vorbei, als hätte man ihm glühende Kohlen in die feuerfeste Unterwäsche geschüttet. So schön kann Überholen sein. Und das ganz ohne Regen. Nur mit Lewis, so darf es weitergehen.

Top 1: Wetten, dass...?

Seit 1981 hält sich die gleichnamige Sendung wacker im Samstagabendprogramm und hat jetzt den Weg in die Formel 1 gefunden. Zwar ohne Thomas Gottschalk, dafür aber mit den fünf deutschen Piloten. Den gewagtesten Einsatz lieferte Sebastian Vettel. "Ich boxe mich in die Top-Ten, oder ich kämpfe mit Felix Sturm", hatte er gewettet. Glück gehabt, Vettel wurde Achter. Vergleichsweise harmlos, Nick Heidfeld: "Ich bügle Kubica weg - oder das Hemd von meinem Chef", so der BMW-Sauber-Pilot. Hat geklappt. Zum Glück für Heidfeld, seinen Chef Dr. Mario Theissen und besonders dessen Hemd.

Ebenfalls glimpflich davon kam Adrian Sutil. Er wollte mit dem Fahrrad zurück ins Hotel fahren, sollte er in Hockenheim ausfallen. Ist er nicht - und nahm das Auto.

Ein Fall für Wett-Regel-Experten ist dagegen Timo Glock. "Ich mach Punkte - oder sauber", hatte der gesagt. Nun krachte er im Rennen aber dummerweise in die Mauer und musste die Nacht im Hospital verbringen. Ob es dafür eine Ausnahmeregelung gibt, oder ob er sein Krankenzimmer mit dem Wischmopp malträtieren musste, ist unklar. Definitiv verloren hat seine Wette allerdings Nico Rosberg. "Ich koche alle Deutschen ab - oder stell mich selbst in die Küche", hatte er gesagt und stand wenig später mit Kochmütze da und kochte Eintopf.

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