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Eishockey

Krupp hat die Qual der Wahl

SID
Uwe Krupp ist mit den Leistungen seines Teams bislang sehr zufrieden
© Getty

Knapp drei Wochen vor der WM bereitet die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft Bundestrainer Uwe Krupp die Qual der Wahl.

Auch ohne zahlreiche Stammspieler überzeugte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) mit zwei Siegen in Lettland und macht ihrem Coach die Entscheidung schwer.

"Es wird sehr schwierig, richtig zu entscheiden", sagte Krupp nach dem 2:1 und 4:2 in Riga zum Auftakt der WM-Vorbereitung, "alle, die um die Plätze kämpfen, haben gezeigt, dass sie international tauglich sind."

Krupp: "Es hat alles gestimmt"

Noch ohne die Nationalspieler der Halbfinalisten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und die NHL-Profis beeindruckte das Team seinen Trainer in allen Belangen. "Es hat alles gestimmt. Das war eine gute Mischung aus Kraft, Körperspiel und Laufstärke", bilanzierte Krupp, "wir waren die bessere Mannschaft."

Vor allem im Sturm hat der Bundestrainer nach dem Ausfall der Hamburger John Tripp und Richard Mueller sowie des Kasselers Manuel Klinge noch ein paar WM-Plätze frei. In Riga spielten sich der Hamburger Vitalij Aab und Rückkehrer Thomas Greilinger als mögliche Alternativen in den Vordergrund.

"Aab hat Tripp in der Reihe mit Alexander Barta und Yannic Seidenberg gut ersetzt", lobte Krupp. Greilinger glänzte bei seinem Comeback in der Nationalmannschaft nach fast fünf Jahren sogar mit einem Tor beim 4: 2 am Samstag.

"Er kann auf diesem Niveau mitspielen, da gibt es keinen Leistungsabfall", meinte Krupp über den 27-Jährigen, der erstmals seit dem 4. Mai 2004 (0:1 bei der WM in Prag gegen die Schweiz) wieder das DEB-Trikot trug. Das einstige Jahrhunderttalent, das 2000 als 18-Jähriger in die Nationalmannschaft gestürmt und danach wegen Gewichtsproblemen, mangelnder Fitness und schweren Verletzungen böse abgestürzt war und seine Profikarriere zwischenzeitlich schon beendet hatte, bekommt noch weitere Chancen.

Kommende Länderspiele mit bewährtem Team

In den Länderspielen am kommenden Samstag in Regensburg und einen Tag später in Ingolstadt gegen Tschechien setzt Krupp wieder auf das Team, das in Lettland überzeugte. Den Nationalspielern, die im DEL-Halbfinale ausscheiden, will er zunächst eine Pause gönnen.

"Sie brauchen ein paar Tage Ruhe", sagte der Bundestrainer. Wer dann noch ins Aufgebot für die WM in der Schweiz (24. April bis 10. Mai) will, hat nur noch die letzten beiden Testspiele am 16. April in Ravensburg und 18. April in Memmingen gegen Dänemark, um sich zu präsentieren.

Für bewährte Stammkräfte wie die Berliner Sven Felski und Andre Rankel, den Mannheimer Michael Hackert oder Torhüter Dimitri Pätzold von den Hannover Scorpions ist das kein Problem, für Wackelkandidaten wie die Düsseldorfer Daniel Kreutzer und Patrick Reimer schon.

"Es gibt keine Freifahrtscheine", betonte Krupp und meinte mit Blick auf Kreutzer, den er vor der Olympia-Qualifikation im Februar aus dem Kader gestrichen hatte: "Er hat nicht mehr viele Möglichkeiten, sich zu zeigen."

Aus der NHL rechnet Krupp nur mit einer Verstärkung: Verteidiger Christoph Schubert von den Ottawa Senators, der die Play-offs verpasst hat. "Mit ihm sind wir in Kontakt", berichtete der Bundestrainer: "Alle anderen sind auf Play-off-Kurs oder verletzt."

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