Hell in a Cell 2012 - das Roundup

Der Schocker zum Abschluss

Von Maurice Kneisel
Montag, 29.10.2012 | 09:43 Uhr
Nach dem Match nahm sich Ryback CM Punk noch einmal richtig vor
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Bei Hell in a Cell drehte sich alles um das WWE-Championship-Match zwischen CM Punk und Ryback. Der Best in the World zog hier sein letztes Ass aus dem Ärmel und ließ sich vom Referee zum Sieg verhelfen, dafür kassierten beide anschließend mächtig Prügel vom Big Hungry. The Big Show sicherte sich den World-Heavyweight-Titel von Sheamus.

Randy Orton vs. Alberto Del Rio

Nach einem guten Start für Orton riss Del Rio das Kommando an sich und ging in gewohnter Manier auf den linken Arm seines Gegners los. Dabei demonstrierte er einmal mehr seine mittlerweile härtere Gangart und zeigte unter anderem wiederholt einen Armbar nach draußen. Zwischendurch griff er auch Randys typische Jubel- und RKO-Posen auf, um seinen Gegner zusätzlich zu demütigen und sich die verdiente Heat vom Publikum abzuholen.

Als es aussah, als käme Randy mit seiner typischen Comeback-Serie zurück ins Match, hielt Alberto sich in den Seilen fest. Sein Gegner zeigte daraufhin den Powerslam ins Leere und der Mexikaner setzte seinerseits gleich den Cross Armbreaker an. Orton war aber nah genug an den Seilen und konnte sich befreien.

Kurz vor Schluss setzte es ein übles Low Light, als Del Rio aufs Top-Rope stieg, dort kurz rumwackelte und dann zu einem viel zu kurzen Sprung ansetzte, um ein Stück vor seinem Gegner auf den Füßen zu landen. Das Ende folgte wenig später, als er einen Springboard Enzuigiri in der Ecke zeigen wollte, nur um von Randy per RKO sehenswert aus der Luft geholt zu werden. Sieger: Randy Orton

WWE Tag Team Champions Team Hell No! vs. Team Rhodes Scholars

Die Tag-Champs dominierten den Beginn des Matches und hielten Cody lange im Ring. Als dieser Sandow reinbrachte, wendete sich das Blatt zunächst, dabei war es überraschenderweise nicht der oftmals als "Weak Link" verschriene Bryan, sondern Kane, der kräftig einstecken musste. Als er sich schließlich freikämpfen konnte, kam Daniel mit Vollgas rein, schickte beide Männer nach draußen und ließ einen Suicide Dive folgen.

Wenig später rissen die Herausforderer jedoch das Ruder wieder rum und hielten nun Bryan in ihrer Ecke, während Kane ihn lautstark mit "Come on Goatface, let's go!" anfeuerte... falls man das so nennen will. Schließlich schaffte D-Bry aber das erwartungsgemäße Hot Tag und die Big Red Machine durfte aufräumen. Als er zum Chokeslam ansetzte, wechselte Daniel sich einmal mehr selbst ein, zeigte einen Diving Headbutt und coverte - doch Kane brach das Pin des eigenen Partners auf.

Anschließend erwischte Bryan seinen Partner draußen versehentlich auch noch mit einem Flying Kneelift und das Geschubse zwischen den Erzfreunden ging richtig los. Zurück im Ring, nutzte Cody dies zu den Cross Rhodes an Daniel, doch Kane brach erneut das Pin auf und verprügelte anschließend so lange beide Gegner in der Ecke, bis er disqualifiziert wurde. Auch Bryan bekam noch einige Schubser ab. Sieger durch Disqualifikation: Team Rhodes Scholars.

Intercontinental-Champion Kofi Kingston vs. The Miz

Schneller Beginn beider Männer, die nacheinander ihre Finisher ansetzten, damit aber jeweils ins Leere griffen beziehungsweise traten. Anschließend betonte Kofi den kurzen, aber persönlichen Aufbau der Fehde, indem er Miz mit Brawling zusetzte. Der wiederum schleuderte Kingston draußen Richtung Ringtreppe - doch Kofi hechtete in seiner großartigen Athletik einfach drüber. Kein Problem für The Miz, der gleich hinterher stürmte und seinen Gegner mit einem Big Boot mitten in die Visage niederstreckte.

Nach einigem Hin und Her erwischte Miz seinen Gegner in der Ecke und verpasste ihm einen Kneebreaker sowie einige weitere knallharte Moves auf das linke Knie, um Kingstons High-Flying-Arsenal aus dem Spiel zu nehmen.

Anschließend blieb Miz am Drücker, bis Kofi sich aus einem Single Leg Boston heraus winden konnte. Kingston mit dem erneuten Ansatz zum Trouble in Paradise, der Awesome One duckte sich aber ab und setzte das Skull Crushing Finale an. Kingston schüttelte Miz einmal mehr ab und schickte ihn aus dem Ring. Als dieser prompt zurück in den Ring eilte, fing er sich den Finisher des Ghanaers ein. Sieger und weiterhin Intercontinental-Champion: Kofi Kingston.

United-States-Champion Antonio Cesaro vs. Justin Gabriel

Vor dem Match ließ man Cesaro endlich mal in Schwitzerdütsch drauflos reden, die Fans reagierten erwartungsgemäß mit Buh-Rufen und "USA"-Chants. Gleich zu Beginn setzte es dann eine heftige Szene, als Gabriel aus vollem Lauf aufs zweite Seil sprang und Antonio ihn mit Schmackes aus dem Ring schubste.

Der Schweizer hatte das Match anschließend erwartungsgemäß unter Kontrolle. Nach einer kräftigen Tracht Prügel konnte Justin einen Released German Suplex stehen und ließ einen Jumping Heel Kick folgen. Er legte mit seinem Springboard Moonsault nach, bevor Cesaro ihn mit einer knallharten Clotheline erst mal wieder aus dem Match nahm.

Doch Gabriel konnte anschließend immer wieder zurückkommen und setzte sogar zu seinem 450 Splash an, dem Antonio aber auswich. Als der Schweizer aus dem Ring ging, segelte Justin mit einem Flying Bodypress hinterher - und wurde mit einem knallharten European Uppercut aus der Luft geholt. Eine großartige Szene! Anschließend brauchte der Champ seinen ausgeknockten Gegner nur noch zurück in den Ring zu wuchten, verpasste ihm den Neutralizer und sicherte sich den Sieg. Sieger und weiterhin US-Champion: Antonio Cesaro.

Rey Mysterio & Sin Cara vs. The Prime Time Players

Nach dem US-Match wurde hier gleich ein weiteres Filler-Match zwischen den Teams Nummer drei und vier aus der wiedererstarkten Division eingestreut. Die PTP durften den Großteil des Matches dominieren und ihre körperliche Überlegenheit ausspielen, Rey und Sin Cara kamen immer wieder mit High Flying zurück.

Ein echtes Highlight lieferte Titus, der Sin Cara locker hochstemmte, ihm zwei Side Backbreaker in Serie verpasste und ihn anschließend lässig wie einen nassen Sack zur Seite schleuderte. Sin Cara verbrachte bei den Faces den Großteil des Matches im Ring, während der weiterhin angeschlagene Rey sich draußen schonte. Am Ende durfte er dann aber doch wieder rein und verpasste Darren Young den 619 sowie das Pin, nachdem sein Kumpel Titus draußen per Flying Bodypress abgeräumt hatte. Sieger: Rey Mysterio & Sin Cara.

Seite 2: Das Ende von Rybacks Siegesserie

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