Aufschlag, Return: Angelique Kerber mit persönlichen Bestmarken

Von Ulrike Weinrich
Mittwoch, 25.07.2018 | 10:30 Uhr
22 Jahre nach Steffi Graf hat Deutschland wieder eine Wimbledon-Siegerin: Angelique Kerber schlug im Finale 2018 Serena Williams und erfüllte sich mit dem Wimbledon-Sieg einen Lebenstraum.
© getty

Angelique Kerber spielt eine Traumsaison. Die frischgebackene Wimbledonsiegerin, die sich derzeit noch im wohlverdienten Kurzurlaub befindet, hat in Sachen Statistik in den vergangenen sieben Monaten neue persönliche Bestmarken aufgestellt. Auch das bislang so starke Jahr von Julia Görges ist an den Zahlen abzulesen.

In einigen Schlüsselstatistiken ist Angelique Kerber nach mehr als der Hälfte der Saison sogar noch besser als vor zwei Jahren. 2016 hatte sie neben den Australian Open und den US Open unter anderem noch das Finale von Wimbledon und der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro erreicht.

Die meisten Matchsiege 2018 - Wiedererstarkte Kerber setzt Maßstäbe

Die 30-Jährige hat derzeit nicht nur die meisten Matchsiege (39) auf dem Konto, sondern sie setzt auch in punkto Return- und Aufschlagstärke Maßstäbe. Beim 6:3, 6:3-Triumph im Wimbledon-Endspiel nahm sie Serena Williams (USA) gleich viermal das Service ab.

Während Kerber in ihrer so enttäuschenden vergangenen Saison nur 31,8 Prozent ihrer Return-Games gewinnen konnte, sind es 2018 bislang 46 Prozent. Das ist auch für die Weltranglistenvierte, die im Januar als Nummer 21 gestartet war, ein persönlicher Bestwert.

Return herausragend + Aufschlag stark verbessert = Angie 2018

Ebenso wie 66,1 Prozent gewonnener Punkt nach dem ersten Aufschlag beziehungsweise 59,8 Prozent der Punkte insgesamt nach dem eigenen Service. Oder auch die Werte der gewonnenen Returnpunkte (48,5 Prozent) sowie der gewonnenen Aufschlagspiele (71,5 Prozent). Das ergab die Auswertung des Softwareunternehmens SAP, die von der Spielerinnenvereinigung WTA analysiert wurde.

Das erste Mal in ihrer Karriere konnte "Angie", die bei zehn ihrer zwölf Turnierteilnahmen 2018 mindestens das Viertelfinale erreichte und dabei zwei Events gewann (Sydney und Wimbledon), über die Hälfte ihrer Breakchancen nutzen (50,8 Prozent).

Und eine Statistik ist besonders bezeichnend: Schon zum jetzigen Zeitpunkt hat Kerber zwölf Siege über Top-20-Kolleginnen auf dem Konto - 2017 konnte sie gerade einmal einen einzigen Erfolg über eine Gegnerin aus dieser Region verzeichnen. Einen Anteil daran hat auch ihr Coach Wim Fissette, den die Kielerin im November 2017 nach der Trennung von ihrem Langzeittrainer Torben Beltz verpflichtete. Der Belgier arbeitete mit Kerber an ihrem Aufschlag, veränderte unter anderem die Fußstellung.

304 Asse bislang - auch Julia Görges überzeugt

Auch die starke Saison von Julia Görges, die in Wimbledon erstmals das Halbfinale eines Grand Slam erreichte, ist an der SAP-Auswertung abzulesen. Die Nummer zehn im WTA-Ranking führt mit 304 Assen diese Statistik an und zählt zu den besten Aufschlägerinnen im Circuit. Im gesamten Wimbledon-Turnier gelang der 29-Jährigen nur ein Ass weniger als Superstar Serena Williams (48).

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