Tennis

Erste Städte als Kandidaten für neues Davis-Cup-Format bekannt

Von tennisnet/SID
Juan Martin del Potro umarmt die Davis-Cup-Trophäe
© getty

Lille und Madrid haben ihr Interesse signalisiert, erste Gastgeberstadt für das geplante neue Davis-Cup-Format ab dem Jahr 2019 zu werden.

Das bestätigte David Haggerty, Präsident des Tennis-Weltverbandes ITF, im Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP. Im Jahr 2020, so Haggerty, solle die Veranstaltung ebenfalls in Europa stattfinden.

Entscheidung am 16. August in Orlando/Florida

Allerdings müssen die Pläne für eine komplette Umstrukturierung des in 118 Jahren bewährten Davis-Cup-Formats noch von den Mitgliedsverbänden der ITF abgesegnet werden. Der umstrittene Haggerty macht sich vor der Entscheidung im Rahmen der ITF-Generalversammlung am 16. August in Orlando/Florida aber keine großen Sorgen: "Das neue Format entspricht genau dem, was die Spielervereinigung ATP uns bereits im September 2016 vorgeschlagen hat."

Ab 2019 soll der Davis Cup nach den Vorstellungen der ITF in einem einwöchigen Turnier mit 18 teilnehmenden Nationen in der zweiten November-Hälfte ausgespielt werden. Nach einer Vorrunde folgt eine Finalrunde im Knock-out-Format, mit jeweils zwei Einzeln und einem Doppel über zwei Gewinnsätze. Die besten 16 Nationen der Welt sind automatisch qualifiziert, zwei weitere erhalten eine Wildcard.

Tennis Europa und Tennis Australia Gegner des neuen Formats

Allerdings gibt es viel Gegenwind für die Pläne der ITF. Unter anderem gehören Tennis Europe mit seinen rund 50 Mitgliedsverbänden und Grand-Slam-Gastgeber Tennis Australia zu den Gegnern des neuen Formats. Zudem könnten die Pläne der ATP und des australischen Verbandes, Anfang des Jahres den früher in Düsseldorf beheimateten World Team Cup im Vorfeld der Australian Open wiederaufleben zu lassen, der ITF in die Quere kommen.

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