Tennis

ATP Wien: Knoblauch, Knowle und Lichterwelle - die Bilanz

Von Jens Huiber
Fernando Verdasco hat in Wien seinen Spaß gehabt
© Jürgen Hasenkopf

Sieben Tage Hauptfeld beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Wien - und die Bilanz zu Österreichs größtem Tennis-Event fällt durchwegs positiv aus.

Eine der Gewinnerin der Woche: Die Dame am Pizzastand, die freundlich, aber hoffnungsfroh nachfragt, ob man auf seine Margherita, Salami oder Schinken nicht noch gerne eine Extra-Portion Knoblauch hätte. Aber ja: Garlic for the win! Zweimal, bitte!

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Apropos Essen: Kei Nishikori gefällt es tatsächlich sehr gut in Wine, das wurde der Japaner nicht müde zu betonen. Und ja, Kei hat sich auch am Schnitzel versucht (ob Original oder nur Wiener Art, wurde nicht näher eruiert). Die größte kulinarische Freude für Nishikori war aber ein japanisches Restaurant, das er in der Innenstadt ausgemacht hat. Ob der größte Sportstar seines Landes darin ungestört dinieren konnte, ist indes fraglich: Die österreichische Bundeshauptstadt ist bei japanischen Touristen nach wie vor weit oben in der Präferenzliste.

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Immer wieder beeindruckend in Wien: Die Flexibilität, mit der der Vorhang vor den obersten Rang herabgelassen, aber eben auch wieder hochgezogen wird. Notwendig wurde letzteres erstmals am Donnerstag, wem anders als Dominic Thiem geschuldet.

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Die klare modische Nummer eins der Woche: Julian Knowle. Der Vorarlberger, von der ATP im Moment als "Inactive" geführt, begeisterte die Zuschauer von SKY schon am Montag in einem weißen Anzug, danach eher in dunklen Outfits. Ob Knowle auch sportlich wieder "active" wird, hängt von seiner körperlichen Genesung ab. Und der Verfügbarkeit eines Partners mit aussichtsreichem Ranking.

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Die traurigsten Augen der Woche gehörten Mohamed Lahyani, zumindest zu Beginn des Turniers. Auf Nachfrage allerdings zeigte sich der Lieblingsschiedsrichter der Redaktion guter Dinge. Wenn auch nicht in Bestform. Was aber vor allem daran liegt, dass jener Mann, dessen Namen Mohamed mit der allergrößten Freude ausspricht, nicht in Wien am Start war: Der Gulbis Ernstl hat sich 2018 für Basel entschieden.

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Chapeau schließlich auch noch an die beiden Hallensprecher - und deren Regie einer Handy-Lichterwelle in der abgedunkelten Stadthalle. Da konnte Fernando Verdasco nicht nur ergriffen staunen, nein, der Veteran machte sich gleich zum Teil des großen Ganzen.

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