Mittwoch, 05.02.2014

NHL-Roundup

Goc' Panthers beenden Negativserie

Auch dank Nationalspieler Marcel Goc beenden die Florida Panthers gegen die Toronto Maple Leafs ihre Negativserie. Die Boston Bruins glänzen mit Effektivität. Die Rangers überrollen Colorado. Washington befindet sich weiter im freien Fall. Und: Ottawas Goalie Robin Lehner bricht seinen Shootout-Fluch.

Gegen Toronto gelang den Florida Panthers der erste Sieg nach zuvor drei Pleiten in Serie
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Gegen Toronto gelang den Florida Panthers der erste Sieg nach zuvor drei Pleiten in Serie

Das Spiel der Nacht:

Florida Panthers (22-27-7, 51 Pts) - Toronto Maple Leafs (30-22-6, 66 Pts) 4:1 BOXSCORE

Zu Hause fühlen sich die Maple Leafs offenbar deutlich wohler als auswärts. Gut, die Umstellung vom kalten Toronto auf das sonnenverwöhnte Florida ist vielleicht nicht ohne weiteres zu bewältigen. Jedenfalls verloren die Meaple Leafs nach zuvor drei Siegen erstmals wieder, während die Panthers eine ebenfalls drei Spiele anhaltende Negativserie beendeten.

Im Grunde keimte aufseiten der Kanadier lediglich zu Beginn des Schlussdrittels Hoffnung auf, als David Clarkson den Anschlusstreffer erzielte. Shawn Matthias konterte jedoch beinahe umgehend, ehe Nationalspieler Marcel Goc gut zwei Minuten vor dem Ende Floridas Sieg endgültig sicher stellte.

"Einzig unser Goalie hat heute seine Leistung gebracht", erklärte Maple-Leafs Coach Randy Carlyle hinterher deutlich angefressen. "Es machte den Anschein, als spielten wir ohne Leidenschaft. Das ist irrsinnig."

Die übrigen Spiele:

Boston Bruins (36-16-3,75 Pts)) - Vancouver Canucks (27-22-9, 63 Pts) 3:1 BOXSCORE

Die Bruins benötigten ein wenig Zeit, um wirklich im Spiel anzukommen, waren gleichzeitig aber durchaus effektiv. Nur fünf Torschüsse gelangen Boston im ersten Drittel, die Canucks kamen auf neun, in Führung lagen dank Milan Lucic dennoch die Gastgeber. Wirklich zufrieden war man in Beantown mit der Eröffnungsperformance allerdings nicht.

"Im ersten Drittel haben wir uns ein wenig schwer getan. Wie wir den Puck bewegt haben, war einfach nicht gut", gestand Coach Claude Julien. "Im zweiten und dritten Drittel wurde es dann besser. Das hat einen großen Unterschied ausgemacht."

Tatsächlich legte Boston nach der ersten Drittelpause durch Jarome Iginla und Daniel Paille nach. Dass die Bruins den Abschnitt mit einer 3:1-Führung beschlossen, lag allerdings auch an Goalie Tuukka Rask, dem insgesamt 27 Saves gelangen. Die wohl größte, als er gegen den durchgebrochenen Daniel Sedin parierte und damit Iginlas 2:0 im Gegenzug indirekt einleitete.

Gegenüber Roberto Luongo erwischte trotz 29 Saves nicht seinen besten Abend und nahm die Niederlage auch postwendend auf seine Kappe. Er sei einfach nicht gut gewesen, gestand der Goalie. Coach John Tortorella wollte das so allerdings nicht stehen lassen. "Wir verlieren als Team und müssen da auch zusammen durch."

New York Rangers (31-23-3, 65 Pts) - Colorado Avalanche (36-15-5, 77 Pts) 5:1 BOXSCORE

Ob Ryan Callahan seinen Tradewert steigern möchte? Vielleicht will der angesichts seines auslaufenden Vertrags zuletzt immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebrachte Rangers-Kapitän das Front Office aber auch nur davon überzeugen, dass ein Verbleib wohl doch die bessere Alternative wäre. Wie dem auch sei, nach dem ersten Viertel führte New York mit 2:0 - und das allein dank Callahan.

"Ich versuche mich nicht so sehr um das Geschäftliche zu sorgen", erklärte er. "Ich konzentriere mich auf die Rangers und das, was jetzt passiert. Ich will einfach für die Rangers spielen." Nur verständlich, ging man als Ranger nach drei Tagen Pause doch deutlich ausgeruhter ins Spiel als die Avalanche, die zuvor drei Partien in vier Tagen absolviert hatten.

So kam Henrik Lundqvist (27 Saves) Mike Richters Klubrekord von 301 Siegen trotz Gabriel Landeskogs Anschlusstreffer im zweiten Drittel immer näher. Vier Siege fehlen dem Schweden nun noch auf die Rangers-Legende, woran er selbst nicht ganz unschuldig ist. Schließlich hatte Colorado spät im zweiten Abschnitt gleich zwei Mann mehr auf dem Eis, scheiterte mit seinen Versuchen aber immer wieder am Rangers-Goalie, sodass Derick Bassard und Brad Richards die Partie im Schlussabschnitt schließlich zugunsten überlegener Gastgeber (43 zu 28 Torschüsse) entscheiden konnten.

Carolina Hurricanes (25-21-9, 59 Pts) - Winnipeg Jets (28-25-5, 61 Pts) 1:2 BOXSCORE

920 Spiele lang war Paul Maurice Coach der Hurricanes. Nun reiste er mit den Jets gen Carolina - und mit einem Sieg im Gepäck wieder ab. Offenbar auch, weil ihm seine Spieler dieses besondere Geschenk machen wollten. "Wir wissen alle um seine spezielle Vergangenheit mit den Hurricanes und was er für den Klub bedeutete", erklärte Chris Thorburn. "Wir haben genauso für ihn gespielt wie für die zwei Punkte."

Dass Thorburn nach dem Spiel nicht nur leere Worthülsen von sich gab, hatte er wenige Augenblicke zuvor bereits bewiesen. Gut eine Minuten vor dem Ende deutete schließlich einiges auf eine Verlängerung hin, ehe Jacob Trouba seinen Teamkollegen bediente, der den Jets mit seinem zweiten Saisontreffer wiederum den Sieg brachte. Zeit zu kontern blieb den Hurricanes so kaum noch, weshalb am Ende auch die zweite Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen stand.

Montreal Canadiens (30-21-6, 66 Pts) - Calgary Flames (21-28-7, 49 Pts) 2:0 BOXSCORE

Fünf Spiele hatten die Flames in Folge gewonnen, und dann kommt ausgerechnet Rene Bourque und macht die schöne Serie zunichte. Nachdem beide Teams beinahe 40 Minuten lang keinen Treffer zustande gebracht hatten, brachte kurz vor Ende des zweiten Drittels der ehemalige Flame Montreal in Führung und traf damit im zweiten Spiel gegen sein Ex-Team zum zweiten Mal.

"Inzwischen ist es egal, gegen wen man spielt", kommentierte Bourque nüchtern. "Ich bin ja lang genug weg, dennoch war es natürlich schön, etwas zum Sieg beizutragen." Mit 27 Saves und seinem vierten Shutout der Saison leistete Goalie Carey Price ebenfalls seinen Beitrag. Pendant Reto Berra erlebte die finalen Sekunden nicht auf dem Eis, was wiederum David Desharnais entscheidenden Empty-Neter begünstigte.

Washington Capitals (25-23-9, 59 Pts) - New York Islanders (22-28-8) 0:1 BOXSCORE

Langezeit klappte überhaupt nichts. Weder Capitals noch Islanders brachten bis ins Schlussdrittel vor den Toren auch nur irgendetwas zustande, ehe Andrew MacDonald dem Treiben endlich ein Ende setzte und gleichzeitig auch New Yorks fünf Spiele andauernde Negativserie beendete. "Wir sind ein verzweifeltes Team", erklärte Islanders-Coach Jack Capuano. "Ich denke, unsere Jungs haben von Beginn an hart gearbeitet. Wir haben immer hart gespielt, aber eben nicht die gewünschten Ergebnisse bekommen."

Auch deshalb stehen die Islanders derzeit am Tabellenende. Allerdings kommt dem mittlerweile auch Washington gefährlich nah. 10 der ihrer letzten 13 Spiele haben die die Capitals nun verloren und nähern sich dem Ende der Metropolitan Division, sprich, den Islanders, immer weiter an. Dabei boten sich den Gastgebern gleich sechs Powerplay-Gelegenheiten, die sie jedoch allesamt ungenutzt ließen und Evgeni Nabokov so seinen 57. Karriere-Shutout ermöglichten.

St. Louis Blues (37-12-6, 80 Pts) - Ottawa Senators (25-21-11, 61 Pts) 4:5 SO BOXSCORE

Robin Lehners Shootout-Erfahrungen waren zuletzt nicht allzu positiv. Nicht einen seiner letzten sechs Versuche konnte Ottawas Goalie gewinnen. Da passte es ins Bild, dass die Blues nach einem wilden Spiel und torloser Overtime im Shootout ihre ersten beiden Anläufe verwandelten. Damit hatte es sich dann allerdings erledigt. Lehner schien plötzlich unüberwindbar zu sein, kassierte keinen weiteren Treffer, sodass Kyle Turris das Spiel schließlich zugunsten der Senators entscheiden konnte.

"Das bricht hoffentlich den Fluch", kommentierte ein erleichterter Lehner. "Ich weiß, dass ich es eigentlich kann. Ich hatte am Anfang einige schwache Shootouts. Das hat dann eine Eigendynamik entwickelt und mich beeinflusst."

Dabei hätte es eigentlich gar nicht erst so weit kommen müssen. Nachdem sie zu Beginn des Schlussdrittels mit 1:3 zurückgelegen waren, starteten die Senators nämlich ein herausragendes Comeback, das ihnen nach Treffern von Milan Michalek, Turris und Jason Spezza gut 11 Minuten vor dem Ende die Führung bescherte. Jordan Leopold drehte das Momentum jedoch erneut zugunsten der Blues, ehe Lehner am Ende endlich seinen Fluch brach.

Minnesota Wild (30-21-7, 67 Pts) - Tampa Bay Lightning (32-19-5, 69 Pts) BOXSCORE

Einen Monat lang hatte Minnesotas Jared Spurgeon aufgrund einer Fußverletzung zusehen müssen. Offenbar lang genug. Denn der Abwehrmann führte seine Wild mit zwei Assists zum knappen Sieg über Tampa Bay. "Das Adrenalin hilft dir", erklärte Spurgeon. "Am Anfang war ich nach einem Monat Pause ein wenig nervös, aber sie haben mich einfach ins kalte Wasser geschmissen und mich starten lassen. Das hat geholfen."

Stadium Series: Eisshow im Yankee Stadium
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Geholfen hat auch, dass Goalie Darcy Kuemper, dem insgesamt 34 Saves gelangen, nach Valtteri Filppulas Anschlusstreffer sechs Minuten vor dem Ende keinen weiteren Treffer mehr zuließ. Getrübt wurde der Sieg allerdings durch Marco Scandellas Verletzung, dessen Einsatz im letzten vorolympischen Spiel gegen Nashville laut Coach Mike Yeo fraglich ist.

Phoenix Coyotes (26-20-10, 62 Pts) - Dallas Stars (26-21-9, 61 Pts) 1:3 BOXSCORE

27 Väter hatten den Father Road Trip der Stars mitgemacht - und waren am Ende sicherlich glücklich darüber. Schließlich fuhr Dallas,Antoine Vermettes Führungstreffer für Phoenix zum Trotz, einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs ein. Speziell im Schlussdrittel überrollten die Stars die Coyotes dabei förmlich.

"Das war ein wichtiger Sieg für uns", erklärte Ryan Garbutt, der Sekunden vor dem Ende das entscheidende 3:1 erzielte. "Wir hatten unsere Väter dabei und es hat heute Spaß gemacht, zu spielen. Es ist schön zu sehen, dass wir derzeit einen solchen Höhenflug haben." Dabei standen die Stars lange unter Druck, gingen sogar mit 18:31 Toschüssen ins Schlussdrittel. Und dennoch stand am Ende der fünfte Sieg aus den letzten sieben Spielen.

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