10 Traumtore aus der NHL-Geschichte

He shoots, he scooooooores! Die NHL is back!

Von Christoph Köckeis
Donnerstag, 17.01.2013 | 20:19 Uhr
Bühne frei für Alex Ovechkin: Der Capitals-Superstar ist bei den Traumtoren gleich doppelt vertreten
© Getty
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Ab Samstag wird die Sehnsucht aller Eishockey-Fans endlich gestillt: Die National Hockey League ist zurück - die Apokalypse wurde abgewendet. Eine verkürzte Regular Season soll die Verdrossenen besänftigen. SPOX schürt die Vorfreude auf die weltbesten Kufencracks mit zehn Traumtoren.

10. Steven Stamkos (Tampa Bay Lightning) - Der Volley (Saison 2009/2010)

"Ich musste selbst auf die Wiederholungen blicken, weil alles so schnell passierte", grinste Stamkos. Schauplatz Honda Arena, Kalifornien. Nach Zuspiel Vincent Lecavaliers reagierte zunächst der Goalie glänzend. Den Rebound verwertete der kanadische Center schließlich in unnachahmlicher Weise.

Aus der Balance geraten, zog er instinktiv seinen Stock in die Höhe. Im Fallen platzierte er den Puck volley in der Kreuzecke. Die Fans in Anaheim trauten ihren Augen nicht. Als wäre es nicht schwer genug, den Puck überhaupt zu treffen. Hand-Auge-Koordination vom Feinsten!

 

9. Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) - "He sits, he scores" (Saison 2006/2007)

Da stand er hinter der Bande, Wayne Gretzky. Die Legende höchstpersönlich. Der gemeinhin Beste aller Zeiten. Er, der Crosby als Nachfolger auserkor, machte als Head Coach der Phoenix Coyotes leidvolle Erfahrung mit "The Next One".

Es war eines jener Tore, welches nur Ausnahmekönner erzielen. Rückwärts fahrend, gerade dabei auf den Hosenboden zu stürzen.

"Ich versuchte, einfach einen Schuss abzugeben. Ich wollte den Puck nur auf das Netz bringen", beschrieb der Franchise Player seine irre Aktion nach dem Spiel nüchtern.

 

8. Alex Ovechkin (Washington Capitals) - Bandenzauber (Saison 2008/2009)

Ein Raunen erfüllte die Tribünen im Verizon Center. Sie ahnten bereits den speziellen Moment, als Ovechkin einen zu langen Querpass antizipierte. Anstatt den Körperkontakt mit Roman Hamrlik zu suchen, entschied er sich die Situation mit Raffinesse zu lösen.

Der Russe spielte gegen die Bande. Mit einer blitzschnellen Drehung ließ er den Defender stehen und übernahm seinen indirekten Assist. Obwohl er von den Beinen geholt wurde, die Bauchlandung nicht zu verhindern war, netzte er.

"Ich wusste, er hat etwas vor. Aber eine 360-Grad-Drehung?", rang Hamrlik um Worte. Nicht die letzte Nennung Ovechkins an dieser Stelle.

 

7. Daniel Sedin (Vancouver Canucks) - Der Beinbrecher (Saison 2009/2010)

Sie sind Zwillinge. Sehen aus wie Zwillinge. Und spielen auch so. Früher tauschten Henrik und Daniel Sedin schon mal Trikots, um für Irritationen zu sorgen. Heutzutage wird ihr blindes Verständnis im Rink gefürchtet und beschert den Canucks regelmäßig Traumtore. Wie gegen die Calgary Flames.

Henrik, der sechs Minuten Ältere, verlängert einen Pass scheinbar telepathisch. In seinem Rücken, für ihn kaum ersichtlich, entwischte Daniel. Aus spitzem Winkel tunnelt er sich selbst, um danach genial durch die Beine abzuschließen.

"Mir wäre sonst die Scheibe gestohlen worden." Die Teamkollegen staunten jedenfalls nicht schlecht.

 

6. Pavel Datsyuk (Detroit Red Wings) - The Dacing Move (Saison 2003/2004)

Da lag er am Eis, Marty Turco. Der dreifache All-Star wurde soeben übel verladen. Von einem dessen Stickhandling berüchtigt ist. "Pavel machte nicht viel, aber mit Perfektion", nahm Dallas' Goalie die Einlage sportlich. "Es war ein Dancing Move, ein Moonwalk auf Skates. Und ich war sein Opfer."

Nach mustergültiger Vorarbeit, welche die Abwehr aushebelte, fuhr Datsyuk allein auf den Kasten zu. Den Handgelenksschuss angetäuscht, zog er in technischer Vollendung zurück und ließ Turco wie einen blutigen Laien aussehen.

Selbst für den russischen Techniker nicht alltäglich: "Im Training feilt man an Moves, nun war die Zeit gekommen." Prädikat sehenswert.

 

Platz 5-1: Von Afinogenov bis Ovechkin

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