Sonntag, 30.05.2010

Stanley Cup Finals, 1. Spiel

"Shootout am O.K. Corral"

Die Chicago Blackhawks haben das erste Spiel um den Stanley Cup mit 6:5 gegen die Philadelphia Flyers. Dabei machte Gäste-Goalie Michael Leighton keine gute Figur.

Auch Dave Bolland trifft: Flyers-Goalie Michael Leighton erlebte einen rabenschwarzen Finalauftakt
© Getty
Auch Dave Bolland trifft: Flyers-Goalie Michael Leighton erlebte einen rabenschwarzen Finalauftakt

Chicago Blackhawks (2) - Philadelphia Flyers (7) 6:5

37 Jahre ist es her, dass die Blackhawks einen Sieg in den Finas feiern durften, und das Ende der Durststrecke hätte wilder kaum sein können. In Spiel eins der Serie gegen Philly lagen die Gastgeber mit 0:1, 2:3 und 3:4 zurück, aber dank Gästekeeper Mcihael Leighton kam Chicago immer wieder zurück.

Leighton gelang bei einer ernüchternden Partie kein einziger Big Save, beim Stand von 5:4 für die Hawks hatte Flyers-Coach Peter Laviolette ein Einsehen und nahm ihn noch vor dem Ende des zweiten Drittels vom Eis.

"Shootout am O.K. Corral", fasste Chicags Joel Quenneville die Geschehnisse mit einer Anspielung auf die berüchtigte Schießerei im 19. Jahrhundert zusammen.

"Ich schaute zu Beginn des letzten Drittels aufs Scoreboard und dachte nur: 'Was geht denn hier ab?'", sagte Kris Versteeg nach Spielende fassungslos. In der Tat, chaotischer hätte ein Finals-Auftakt kaum laufen können.

Für Chicago trafen Troy Brouwer (2), Dave Bolland, Patrick Sharp und Kris Versteeg. Für den Game-Winner sorgte Tomas Kopecky. Sensationell, dass Chicago gewann, obwohl die Top Line aus Patrick Kane, Jonathan Toews und Dustin Byfuglien ohne Punkt blieb.

"Wir müssen ruhiger spielen und uns mehr Freiräume schaffen", machte Philadelphias Scott Hartnell, der mit drei Punkten seine bisherige Playoff-Ausbeute verdoppelte, erste Verbesserungsvorschläge.

Neben Hartnell trafen Ville Leino, Danny Briere, Blair Betts und Arron Asham für die Flyers.

Doch auch die Blackhawks waren nicht ganz zufrieden: "Dieses wilde Hin und Her ist eigentlich nicht die Art von Spiel, die wir haben wollen", sagte John Madden, der bereits 2003 mit den New Jersey Devils einen Titel gewann. "Da hat es auch viel mit Glück zu tun, wer gewinnt. Erst im letzten Abschnitt haben wir so gespielt, wir wir uns das vorgestellt haben".

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