Mittwoch, 05.05.2010

NHL-Playoffs, 2. Runde

Diese Sharks können kratzen und beißen!

Titelverteidiger Pittsburgh zeigt sich gut erholt von der Heimpleite gegen die Canadiens, San Jose ergeht es noch besser: Die Sharks zeigen Detroit auch im dritten Spiel die Grenzen auf.

San Jose bejubelt den dritten Sieg im dritten Spiel. Detroit steht vor dem frühzeitigen Aus
© Getty
San Jose bejubelt den dritten Sieg im dritten Spiel. Detroit steht vor dem frühzeitigen Aus

Detroit Red Wings (5) - San Jose Sharks (1) 3:4 OT

Ganz stark, diese Sharks! Und ganz stark war endlich auch mal wieder die First Line um Joe Thornton und Patrick Marleau. Marleau versenkte in der Overtime den entscheidenden Schuss zum Sieg, sein Partner "No-Show Joe", so getauft aufgrund seiner schwachen Playoffleistungen, markierte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 2:3 und bediente Marleau bei dessen Game-Winner. "Ich weiß gar nicht, was das soll", verteidigte Coach Todd McLellan seinen Star-Center. "Wir haben heute eine sehr entschlossene Nummer 19 gesehen."

Für Detroit sah es lange Zeit gut aus: Nach zwei Dritteln stand es 3:1, Tomas Holmstrom, Daniel Cleary und Henrik Zetterberg hatte für den Gastgeber getroffen. Die Fans in der Joe Louis Arena freuten sich bereits über den ersten Sieg in der Serie. Doch es kam anders, und alle waren geschockt: Denn die 2010er-Ausgabe der Sharks kann kratzen, beißen und kämpfen.

Devon Setoguchi gab mit seinem Treffer das Signal zur Aufholjagd, im letzten Abschnitt brachten Thornton und Logan Couture die Gäste endgültig ins Spiel zurück. "Hoffentlich können wir am Ende der Saison zurückblicken uns sagen: Das war ein Schlüsselerlebnis für uns auf dem Weg zum Titel", träumte Verteidiger Dan Boyle. Und warum auch nicht?

Als in einer ausgeglichenen Overtime nach sieben Minuten der Siegtreffer für San Jose fiel, waren sich die Zuschauer sicher: Die Sharks könnten es tatsächlich zum zweiten Mal nach 2004 in die Conference Finals schaffen. Für Detroit ist der Traum von der dritten Finals-Teilnahme in Folge dagegen so gut wie geplatzt.

Montreal Canadiens (8) - Pittsburgh Penguins (4) 0:2

Musste Marc-Andre Fleury tatsächlich erst in die Heimat zurückkehren, um sein Mojo wieder zu finden? Es scheint fast so. Der Goalie der Pens hielt in Spiel drei alles, was zu halten war und verhalf seinem Team mit einem Shutout zum wichtigen Auswärtssieg in Montreal. Damit ist der Heimvorteil, den sich die Canadiens gerade erst geschnappt hatten, wieder beim Champion.

Seinen wichtigsten Save verbuchte der Frankokanadier mit siebeneinhalb Minuten auf der Uhr, als er einen Schuss von Topscorer Mike Cammalleri stoppte und so den sicher geglaubten Ausgleich verhinderte. "Ich war in einer ziemlich guten Position", sagte Cammalleri anschließend. "Der Schuss muss sicherlich platzierter sein, aber er war schnell zur Stelle und hat gut gehalten." Wenig später war er gegen Tomas Plekanec erneut zur Stelle.

In der Offense überwand Jewgeni Malkin im Power-Play Montreals Supergoalie Jaroslav Halak zwar erst im Schlussdrittel zum ersten Mal, aber schon im Mitteldrittel sahen die Habs kein Land mehr.

13:3 lautete dort das Schussverhältnis für Pittsburgh, insofern war der Führungstreffer hochverdient. Kurz vor Schluss nahm der Gastgeber den Goalie aus dem Spiel, Pascal Dupuis nutzte das mit einem Empty-Netter zur Entscheidung.

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