Suche...
Diskutieren
1 /
© getty
Wenn ein Team einen Quarterback früh im Draft wählt, muss es sich überlegen: Soll der Youngster sofort spielen, oder doch lieber lernen? Den Texans (Watson), Bears (Trubisky) und Browns (Kizer) geht es aktuell so - was sagt die Geschichte?
© getty
2003: CARSON PALMER (1. Pick/Backup) - Palmer saß ein Jahr hinter John Kitna, übernahm dannn und wurde in der dritten und vierten Saison Pro Bowler. Auch in Oakland und Arizona erfolgreich. ERFOLG
© getty
BYRON LEFTWICH (7. Pick/Starter) - Übernahm bei den Jaguars im vierten Saisonspiel als Starter für Mark Brunell, konnte in vier Jahren Jacksonville aber nicht überzeugen. Danach nur noch Backup. MISSERFOLG
© getty
KYLE BOLLER (19. Pick/Starter) - Übernahm sofort als Starter mangels Alternativen. Es fehlte an Effizienz, Konstanz und "Haltbarkeit", dann kamen auch noch Verletzungen dazu (nur einmal 16 Saisonspiele in acht Jahren NFL). MISSERFOLG
© getty
REX GROSSMAN (22. Pick/Backup) - Erster Einsatz in Week 17, ab 2004 dann Starter. Stats waren anfangs okay, aber aufgrund von Verletzungen absolvierte er erst 2006 sein zehntes Spiel. Trotz einer Super-Bowl-Teilnahme: MISSERFOLG
© getty
2004: ELI MANNING (1. Pick/Backup) - Saß bis Week 11 hinter Hall of Famer Kurt Warner, die Giants bauten ihn langsam auf. Seit über 12 Jahren Stammkraft, dazu kommen zwei Titel: ERFOLG
© getty
PHILIP RIVERS (4. Pick/Backup) - Erst als Drew Brees zwei Jahre später ging, wurde Rivers in San Diego zum Starter. Gewann 14 seiner ersten 16 Partien, Passmaschine und Franchise-QB. ERFOLG
© getty
BEN ROETHLISBERGER (11. Pick/Starter) - Aufgrund einer Verletzung von Tommy Maddox wurde Big Ben in Week 3 zum Starter. Gewann die ersten zehn Spiele, fügte sich zu starkem Running Game und Defense ein. Zwei Titel. ERFOLG
© getty
J. P. LOSMAN (22. Pick/Backup) - Brach sich im Training Camp der Bills das Wadenbein, danach wurde es schwer. Machte 2006 kurz Hoffnung, danach ging es wieder bergab. MISSERFOLG
© getty
2005: ALEX SMITH (1. Pick/Backup) - Startete zwar neun Spiele als Rookie, aber die Niners ließen es mit ihm absichtlich langsam angehen. Als Spieler und Coaches hinter ihm an Qualität zulegten, wurde er zum soliden Starter. ERFOLG
© getty
AARON RODGERS (24. Pick/Backup) - Die drei Jahre hinter Brett Favre fühlten sich ewig an, aber Rodgers lernte von einem Hall of Famer. Er ist die QB-Luxusedition, kann einfach alles. ERFOLG
© getty
JASON CAMPBELL (25. Pick/Backup) - Zuerst die Nummer drei, im November 2006 übernahm er schließlich als Starter. Die ständigen Coordinator-Wechsel halfen nicht: Campbell wurde zur Checkdown-Maschine. MISSERFOLG
© getty
2006: VINCE YOUNG (3. Pick/Starter) - Young sollte warten, der desolate Kerry Collins aber änderte das. Young glänzte zunächst als Runner und mit seiner Dynamik, wurde aber nie ein guter Passer. Jüngster Comeback-Versuch in der CFL scheiterte. MISSERFOLG
© getty
MATT LEINART (10. Pick/Starter) - Auch Leinart war ein Warte-Kandidat, Kurt Warners Probleme führten zum schnellen Tausch (Week 5). Leinarts Spiel aber war geprägt von Turnovern und Sacks - Rookie-Probleme. Warner übernahm ultimativ wieder. MISSERFOLG
© getty
JAY CUTLER (11. Pick/Backup) - Der beste Quarterback der 2006er Klasse verbrachte den Großteil seiner Rookie-Saison hinter Plummer auf der Bank. Danach bot er zumindest solide Leistungen in Denver, trotz des Trades nach Chicago. ERFOLG
© getty
2007: JAMARCUS RUSSELL (1. Pick/Backup) - Sein Holdout im ersten Training Camp zwang ihn auf die Bank, erst Ende Dezember startete er. Russell verlor 8 der ersten 10 Starts und ist einer der größten Draft-Busts aller Zeiten. MISSERFOLG
© getty
BRADY QUINN (22. Pick/Backup) - Nur verletzungsbedingt kam Quinn im letzten Saisonspiel seiner Rookie-Saison zum ersten Start. Seine ersten 10 Starts waren katastrophal und auch in Denver und Kansas City wurde es nicht besser. MISSERFOLG
© getty
2008: MATT RYAN (3. Pick/Starter) - Setzte sich intern schnell durch, seine erste Completion in Week 1 war ein 62-Yard-Touchdown. Seither unangefochtener Starter in Atlanta - und in der vergangenen Saison beinahe mit der Super-Bowl-Krönung. ERFOLG
© getty
JOE FLACCO (18. Pick/Starter) - Startete alle 16 Spiele im ersten Jahr, mit Flacco erreichten die Ravens nach einer 5-11-Saison 2007 die Playoffs. Flacco wurde der erst 3. Rookie-QB, der seinen ersten Playoff-Starteinsatz gewann - und das auswärts. ERFOLG
© getty
2009: MATTHEW STAFFORD (1. Pick/Starter) - Ultimativ etablierte sich Stafford und zeigte seinen herausragenden Arm. Verletzungsbedingt und qualitativ (8 Pleiten in den ersten 10 Spielen) aber ein holpriger Start mit vielen Pleiten. AUSGEGLICHEN
© getty
MARK SANCHEZ (5. Pick/Starter) - Setzte sich im Camp gegen Kellen Clemens durch und wurde der Week-1-Starter. Als Heilsbringer zu den Jets gekommen, wurde er trotz gutem Starts nie mehr als Durchschnitt - bestenfalls. MISSERFOLG
© getty
JOSH FREEMAN (17. Pick/Backup) - Acht Wochen blieb er auf der Bank, dann zog Tampa nach grausamen Auftritten von Leftwich und Josh Johnson die Reißleine. Sah zwischenzeitlich wie ein Franchise-QB aus, verlor dann seinen Platz an Mike Glennon. MISSERFOLG
© getty
2010: SAM BRADFORD (1. Pick/Starter) - Erhielt den höchsten Rookie-Vertrag in der NFL-Geschichte, startete dementsprechend sofort. Verletzungen und ein schwaches Rams-Team bereiteten ihm Probleme, überzeugt in Philadelphia und Minnesota eher. MISSERFOLG
© getty
TIM TEBOW (25. Pick/Backup) - Als Wildcat-Trick-QB kam er schon früher auf Snaps, richtige Starts gab's erst nach einigen Monaten. Tebow-Mania hielt nach einigen Last-Minute-Siegen an - ein echter NFL-Quarterback wurde Tebow nie. MISSERFOLG
© getty
2011: CAM NEWTON (1. Pick/Starter) - Newton stand schnell als Starter fest, und das zu Recht: Rookie des Jahres 2011, glänzte erst dank seinen Fähigkeiten als Runner, verbesserte seither auch seine Passer-Qualitäten (Highlight: 2015er Saison). ERFOLG
© getty
JAKE LOCKER (8. Pick/Backup) - Locker durfte in seiner ersten Saison hinter Hasselbeck lernen, ehe er sich den Starter-Posten verdiente. Verletzungen aber verhinderten eine längere Karriere, trotz mehrerer solider Auftritte als Starter. AUSGEGLICHEN
© getty
BLAINE GABBERT (10. Pick/Starter) - Übernahm bereits in Week 3 für Luke McCown - und verlor acht seiner ersten zehn Spiele. Kassierte unglaublich viele Sacks, lieferte aber auch individuell grausame Spiele ab. MISSERFOLG
© getty
CHRISTIAN PONDER (12. Pick/Backup) - Ponder sollte Zeit bekommen, dieser Plan hielt immerhin bis Week 7. Konnte einem schlechten Vikings-Team nicht viel geben, Minnesota verlor 13 Spiele in jener Saison. MISSERFOLG
© getty
ANDY DALTON (35. Pick/Starter) - Palmer war nach Streitereien weg, Gradkowski die einzige Alternative - und so startete Dalton prompt. Führte die Bengals nach einer 4-12-Saison direkt in die Playoffs und ist seither der Franchise-QB in Cincinnati. ERFOLG
© getty
2012: ANDREW LUCK (1. Pick/Starter) - Der am weitesten fortgeschrittene College-Quarterback seit vielen Jahren. Luck übernahm sofort das Kommando in einem der schwächeren NFL-Teams und macht die Colts seither auch im Alleingang konkurrenzfähig. ERFOLG
© getty
ROBERT GRIFFIN III (2. Pick/Starter) - Griffin eroberte die NFL im Sturm, die Mischung aus Downfield-Pässen und der Read-Option erwischte Defenses auf dem falschen Fuß. Verletzungen aber zerstörten seine Karriere. Dennoch mit Blick auf Start: ERFOLG
© getty
RYAN TANNEHILL (8. Pick/Starter) - Ohne ernsthafte Konkurrenz wurde Tannehill noch im August zum Starter ernannt. Inzwischen ist er ein überdurchschnittlicher NFL-QB, bis zuletzt aber gab es Fragezeichen bei seiner Bewertung. AUSGEGLICHEN
© getty
BRANDON WEEDEN (22. Pick/Starter) - Als 28-Jähriger war Weeden der älteste Erstrunden-Pick aller Zeiten - und fügte sich mit vier INTs im ersten Spiel ein. Verlor den Startplatz in der zweiten Saison und wurde nach nur zwei Jahren entlassen. MISSERFOLG
© getty
RUSSELL WILSON (75. Pick/Starter) - Obwohl Seattle gerade Matt Flynn verpflichtet hatte, setzte sich Wilson direkt als Starter durch. Wilsons Qualitäten als Downfield-Passer, Runner und Improvisator steht den Hawks seither mehr als gut zu Gesicht. ERFOLG
© getty
2013: EJ MANUEL (16. Pick/Starter) - In einer desolaten Quarterback-Klasse überraschten die Bills mit Manuel in der ersten Runde. Hatte im ersten Jahr eine Knieverletzung, daher nur zehn Spiele. Extrem inkonstant, inzwischen Backup in Oakland. MISSERFOLG
© getty
GENO SMITH (39. Pick/Starter) - Eine Verletzung des umstrittenen Mark Sanchez spülte Smith direkt in die Startformation. Nach durchschnittlicher Rookie-Saison ging es bergab, der Kieferbruch als traurigem Höhepunkt. War nie ein Franchise-QB. MISSERFOLG
© getty
2014: BLAKE BORTLES (3. Pick/Starter) - Eine der Überraschungen im 2014er Draft, Bortles übernahm in Week 3 für Henne. Bortles schien tatsächlich die langfristige Jags-Lösung zu sein. Bis er 2016 mehrere Schritte zurückmachte. Trotzdem als Rookie: ERFOLG
© getty
JOHNNY MANZIEL (22. Pick/Backup) - Die College-Sensation saß bis Ende November auf der Bank, schnell aber zeigten sich seine Verletzungsprobleme auf dem nächsten Level. Ganz zu schweigen von seinen Fehltritten abseits des Platzes. MISSERFOLG
© getty
TEDDY BRIDGEWATER (32. Pick/Starter) - Nach ungewöhnlich kritischer Betrachtung vor dem Draft schien er schnell wie ein Steal für die Vikes. Die schwere Knieverletzung aus dem Vorjahr macht langfristige Prognosen jedoch schwierig. Dennoch: ERFOLG
© getty
DEREK CARR (36. Pick/Starter) - Setzte sich gegen Matt Schaub durch und startete jedes Spiel seiner Rookie-Saison. Zwar verlor Carr seine ersten zehn NFL-Spiele, trotz wenig Unterstützung überzeugte er aber. Jetzt der bestbezahlte NFL-Spieler. ERFOLG
© getty
2015: JAMEIS WINSTON (1. Pick/Starter) - Keine zwei Meinungen hier. Winston ist auf und auch abseits des Platzes in der NFL schnell reifer geworden und ein unumstrittener Franchise-QB. Jetzt muss er noch seine Downfield-Genauigkeit erhöhen. ERFOLG
© getty
MARCUS MARIOTA (2. Pick/Starter) - In einer schwachen Titans-Saison war Mariota der Lichtblick. Hatte keinerlei Probleme mit dem Übergang von seiner College-Offense in die NFL. Nur die Verletzungen wird er nicht los. Trotzdem ganz klar: ERFOLG
© getty
2016: JARED GOFF (1. Pick/Backup) - 2016 war für die Rams mehr als turbulent: Umzug nach L.A., Fisher-Entlassung, etc. Goff wurde im 10. Spiel für Keenum reingeworfen - und war überdeutlich nicht bereit. Muss 2017 den nächsten Schritt machen. MISSERFOLG
© getty
CARSON WENTZ (2. Pick/Starter) - Wurde zum Starter, nachdem die Eagles Bradford unmittelbar vor Saisonstart abgaben. Wentz zeigte vielversprechende Ansätze, insbesondere bei guter Protection. Nächstes größeres Projekt: Der Deep-Ball. ERFOLG
© getty
PAXTON LYNCH (26. Pick/Backup) - Nur zwei Starts in seiner Rookie-Saison, wo er zeigte, dass er noch nicht so weit war. Alles richtig gemacht aus Sicht der Broncos, das weitere Urteil steht aber selbstverständlich aus
© getty
DAK PRESCOTT (135. Pick/Starter) - Sehr gute Preseason, dann die Romo-Verletzung - und Prescott stand im Rampenlicht. Das bewältigte er überaus beeindruckend, glänzte mit Reads und als Pocket-Passer und verdrängte Romo endgültig. ERFOLG
© getty
Fazit: Ein Rookie-QB kann stark davon profitieren, wenn er Zeit bekommt, um die Offense und das Tempo zu verstehen. Wichtig ist, neben dem Talent des Spielers, dass er nicht eine eine verzweifelte Situation, etwa hinter eine desolate Line, geworfen wird