Suche...

Green Bay Packers - Philadelphia Eagles 53:20

Packers überrollen hilflose Eagles

Von Marcus Blumberg
Montag, 17.11.2014 | 01:42 Uhr
Aaron Rodgers hatte gegen die Philadelphia Eagles mal wieder alles im Griff, war nicht zu stoppen
© getty
Advertisement
NBA
Warriors @ Mavericks
NFL
Redskins @ Eagles
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
MLB
Astros @ Dodgers (Spiel 1)
NBA
Pacers @ Thunder
MLB
Astros @ Dodgers (Spiel 2)
NBA
Celtics @ Bucks
NFL
Dolphins @ Ravens
NHL
Stars @ Oilers
NBA
Thunder @ Timberwolves
MLB
Dodgers @ Astros
NBA
Cavaliers @ Pelicans
MLB
Dodgers @ Astros
NFL
RedZone -
Week 8
NBA
Spurs @ Pacers
NHL
Ducks @ Hurricanes
NFL
Steelers @ Lions
NHL
Bruins @ Blue Jackets
NBA
Spurs @ Celtics
NFL
Broncos @ Chiefs
NBA
Thunder @ Bucks
NBA
Bulls @ Heat
NBA
Warriors @ Spurs
NFL
Bills @ Jets
NBA
Cavaliers @ Wizards
NHL
Canadiens @ Blackhawks

Die Green Bay Packers schaffen einen nie gefährdeten Heimerfolg über völlig überforderte Philadelphia Eagles. Die Hausherren zeigten kaum Schwächen, während bei Philly gar nichts nach Plan lief. Die Gäste bekamen keinen Fuß auf die Erde, während die Packers eiskalt fast jede Gelegenheit zum Punkten nutzten.

Die Green Bay Packers fackelten nicht lange und hatten schon früh im Spiel für klare Verhältnisse gesorgt. Spätestens zur Pause war das Spiel im Grunde entschieden, da die Philadelphia Eagles bis zu dem Zeitpunkt keinen Fuß auf die Erde bekamen. Zu verdanken ist der Blitzstart in erster Linie Aaron Rodgers, der schnell hinein fand und sofort auf Betriebstemperatur war.

Mit dem Sieg und dank der zeitgleichen Niederlage der Detroit Lions sind nun beide NFC-North-Rivalen gleichauf. Einzig der bessere Direktvergleich hält die Lions nun noch vor den Packers, doch diese müssen auch noch nach Lambeau.

Die Reaktion:

Aaron Rodgers (Quarterback Packers): "Wir spielen im Moment wirklich gut. An dem Punkt willst du in dieser Phase der Saison sein. Das war für uns ein wichtiger Maßstab und der Sieg, den wir gebraucht haben."

Mark Sanchez (Quarterback Eagles): "Ich bin stolz darauf, wie die Jungs gekämpft haben, und wir müssen jetzt bis zum Schluss weiter kämpfen. Alles hängt jetzt davon ab, wie wir nächste Woche zurück kommen."

Chip Kelly (Head Coach Eagles über seine Ansprache nach dem Spiel in der Kabine): "Wir müssen zusammenhalten. In guten genau wie in schlechten Zeiten, bei Siegen genau wie bei Niederlagen. Wir müssen zusammenhalten."

Vor dem Kick-Off: Beide Teams haben in dieser Spielzeit erst einen Sieg gegen ein Team mit einer positiven Bilanz gewonnen. Das wird sich zumindest für einen der Kontrahenten heute ändern. Auf Seiten der Eagles wird es spannend zu sehen, mit welcher Grundeinstellung sie zu Werke gehen. Chip Kelly bevorzugt ein hohes Tempo mit Snaps ca. 20 Sekunden nach dem vorherigen Spielzug. Doch angesichts der Monster-Form, in der sich Aaron Rodgers und Co. derzeit befinden, wäre etwas weniger Tempo gar nicht verkehrt. Mit Laufspielzugen und weniger hohem Tempo bliebe weniger Zeit für die Packers-Offense, um Schaden anzurichten.

Das Problem mit dieser Idee ist jedoch, dass Running Back LeSean McCoy nicht so gut in Form ist wie im Vorjahr. Letzten Montag gegen die Panthers lief er nur zwölf Mal für 19 Yards (1 TD). Letzte Saison überlief er noch die Packers mit 155 Yards! Um diesem Outburst entgegenzuwirken, könnte Mike McCarthy erneut auf Outside Linebacker Clay Matthews in der Mitte setzen. Eine Rolle, die er letzte Woche gegen Chicago schon hervorragend ausgefüllt hatte. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie die Eagles die starken Wide Receiver Jordy Nelson und Randall Cobb stoppen sollen. Ein Mittel: Der Pass Rush! Connor Barwin hat bereits 10 ½ Sacks auf dem Konto und ist eine große Gefahr für Left Tackle David Bakhtiari.

2.: Die Packers verschwenden keine Zeit: Direkt mit dem dritten Spielzug wirft Aaron Rodgers tief auf Jordy Nelson für eine 64-Yard-Reception. Die nächsten drei Pässe sind incomplete und so begnügend sich die Packers mit einem Field Goal: Mason Crosby aus 27 Yards. 3:0 Green Bay.

5.: Auch die Defense der Hausherren ist gut aufgelegt. Sie lässt zwar zunächst drei schnelle First Downs zu, doch dann gelingt der Stop an der eigenen 43. Die Eagles müssen punten und nach einem Fair Catch beginnt Green Bay an der eigenen Zwölf.

11.: Rodgers ist gut drauf, das sieht man besonders, wenn es eng wird. Beim dritten Versuch und 18 findet er Andrew Quarless für einen 24-Yard-Pass und ein neues First Down. Weniger später heißt es 3rd and 10 und auch dieses Mal bleibt der Quarterback cool, findet Namensvetter Richard Rodgers für 19 Yards und hält den Drive in der Red Zone am Leben.

12.: Da ist er, der erste Touchdown der Partie! Rodgers wirft einen Sechs-Yard-Touchdown-Pass an die Goal Line zu Davante Adams, der sich das Leder nicht entreißen lässt und deutlich die Linie kratzt - Touchdown Packers! 10:0 Green Bay.

13.: Die Eagles kommen immer noch nicht in Tritt, gehen 3-and-out. Es folgt ein Punt von Donnie Jones von der eigenen 25 zu Green Bays 25. Micah Hyde schnappt sich den Ball, lässt ein paar Eagles-Spieler aussteigen und geht ab. Er marschiert am Ende über 75 Yards zum Touchdown! 17:0 Green Bay nach 13 Minuten. Unfassbar!

15.: Sieh an, sieh an: Ein Lebenszeichen von den Gästen. Mark Sanchez bringt die Eagles noch vor Ende des ersten Viertels übers Feld und in die Red Zone an die 13. Die Highlights des Drives bis hierhin: Ein 16-Yard-Pass auf Darren Sproles und ein 18-Yarder zu LeSean McCoy, beides Screens.

17.: Nach den ersten zwei Snaps stehen die Eagles an der 5. Doch dann tritt Clay Matthews auf den Plan, geht mit purem Speed an seinem Blocker vorbei und schafft den so wichtigen Sack bei Third Down! Da bleibt Philly nur ein Field Goal von Cody Parkey aus 33 Yards. Es war mehr drin.

20.: Waren nicht eigentlich die Eagles diejenigen mit dem hohen Tempo? Nun tritt Rodgers aufs Gas, geht No Huddle und überbrückt mal kurz 80 Yards in etwas mehr als zwei Minuten. Am Ende feuert er einen 27-Yard-Touchdown-Pass auf Nelson. 24:3 Green Bay. Rodgers hat jetzt schon 232 Yards auf dem Konto. Was für eine Vorstellung!

25.: Nachdem die Packers kurz mal in Schwierigkeiten waren, nachdem Vinny Curry einen Strip-Sack gegen Rodgers landete - Richard Rodgers eroberte den Fumble - nimmt Aaron Rodgers die Dinge selbst in die Hand und scrambelt durch die Mitte für 16 Yards zu einem neuen First Down in der gegnerischen Hälfte.

28.: Die Packers können es nicht nur schön durch die Luft, sondern auch hart auf dem Boden: Mit dem Jumbo Package an der Eins kämpft sich Eddie Lacy durch die Mitte zum Touchdown. Der Extra-Punkt schlägt danach fehl. 30:3 Green Bay.

30.: Das wäre jetzt beinahe nochmal spannend geworden: Sanchez scheucht seine Eagles übers Feld, leistet sich noch einen Fumble und hat sein Team schließlich an der 15 der Packers. Es folgen jedoch auch mangels Zeit drei schwache Würfe Richtung Endzone, die niemanden finden. Also bleibt auch hier nur ein Field Goal von Parkey. Mit 30:6 Green Bay geht's in die Pause.

32.: Die Eagles starten ordentlich in die zweite Hälfte, doch dann das: McCoy verliert den Ball beim Hand-Off von Sanchez, Nick Perry stürzt sich drauf und die Packers übernehmen an der eigenen 45. Die zweite Hälfte läuft also ähnlich optimal für die Gäste wie die erste.

38.: Nach ein paar Defensiv-Stopps auf beiden Seiten sind die Packers wieder auf dem Vormarsch mit der Hurry-Up-Offense. Am Ende müssen sich aber auch sie mal mit einem Field Goal zufrieden geben, denn Cobb lässt einen Pass in der Endzone durch die Finger rutschen. So einen Catch hat er schon des Öfteren gemacht! Crosby trifft sicher aus 33 Yards. 33:6 Green Bay.

40.: Die Räder fallen so langsam ab vom Wagen. Sanchez wirft einen schlimmen Pick zu Julius Peppers, der ihn über 52 Yards in die Endzone trägt. Sanchez suchte Brent Celek, doch Peppers roch den Braten, tauchte plötzlich vor dem Tight End auf und war dann nicht mehr zu halten. Den folgenden Extra-Punkt blocken die Eagles. Immerhin etwas. Green Bay 39:6.

41.: Die Eagles nähern sich der Red Zone, stehen nun aber einem vierten Versuch gegenüber. Sie spielen ihn aus, da sie ohnehin nichts mehr zu verlieren haben und Sanchez findet Zach Ertz für ein First Down!

43.: Besagte Conversion zahlt sich aus, denn Sanchez findet wenig später Jordan Matthews über zehn Yards in der Endzone zum Touchdown! Die Eagles sind noch nicht vollends geschlagen. 39:13 Green Bay.

45.: Die Packers lassen einfach nicht nach. Nun setzen sie aufs Laufspiel und selbst das ist nicht zu stoppen für die Eagles. Lacy legt nochmal einen richtig starken Lauf hin über 37 Yards bis in die gegnerische Hälfte. Das verbrennt Zeit und sorgt für mächtig Raumgewinn.

46.: Das sollte es dann wirklich gewesen sein: Mit dem ersten Spielzug im Schluss-Viertel macht Lacy in Beastmode-Manier alles klar. Er fängt einen kurzen Pass von Rodgers über die Mitte, durchbricht ein paar Tackles, weicht weiteren Gegenspielern aus und fällt schließlich vorwärts in die Endzone für einen 33-Yard-Touchdown! 46:13 Green Bay.

46.: Sanchez versucht einen Pass zur Seite auf Jeremy Maclin, doch dort wartet Tramon Williams, der die zweite Interception von Sanchez perfekt macht.

48.: Unglaublich, aber wahr: Auch die Packers machen mal einen Fehler: Crosby verschießt aus 50 Yards. Die Enttäuschung darüber dürfte sich jedoch in Grenzen halten.

50.: Auch das noch! Sanchez steht in der Shotgun und Center Jason Kelce überfeuert den QB beim Snap. Keiner geht hinterher, sodass Casey Hayward den Fumble locker über 49 Yards in die Endzone joggen kann. Touchdown Packers. 53:13 Green Bay.

53.: Die Eagles stecken noch nicht auf, nutzen die Garbage Time zu Trainingszwecken. Und das zahlt sich in diesem Fall aus, denn nach zehn Spielzügen wirft Sanchez einen 20-Yard-Touchdown-Pass zu Maclin. Green Bay 53:20.

58.: Ein spätes Highlight der Eagles! Bryan Braman blockt einen Punt von Tim Masthay kurz vor der Packers-Endzone. Zeit für noch einen Touchdown?

59.: Oder auch nicht: Die Packers schaffen mit den Backups einen Stopp innerhalb der eigenen Fünf-Yard-Linie. Nun muss Rodgers nur noch dreimal abknien und die Eagles sind erlöst.

Der Star des Spiels: Aaron Rodgers. Eigentlich ist es nicht angebracht, einen einzigen Spieler herauszustellen, denn die Packers waren einfach ganzheitlich komplett überlegen und haben in allen drei Mannschaftsteilen Touchdowns erzielt. Aber Rodgers war von Anfang an überragend und beendete das Spiel mit 341 Yards (22/36) und drei Touchdowns, die er allesamt vor der Pause geworfen hat. Also in der Zeit, in der das Spiel entschieden wurde. Der Rest war Zugabe.

Der Flop des Spiels: Die Eagles-Defense. Die komplette Defense der Philadelphia Eagles hat komplett versagt. Aaron Rodgers hatte keinerlei Mühe, seine Pässe anzubringen, drei Packers erzielten jeweils über 100 Scrimmage-Yards (Nelson, Cobb, Lacy) und bei nahezu jedem Pass wirkte die Secondary wie ein Scout-Team. Es war vorher klar, dass es schwer würde, die Packers-Offense zu stoppen, aber ein wenig mehr Gegenwehr wäre schon nicht verkehrt gewesen!

Das field auf:

  • Clay Matthews spielte sehr variabel und war sowohl innen als auch außen zu finden. Und er war überall effektiv. Mit seinem Sack hat er nun 54 ½ in seiner Karriere erzielt. Damit liegt er schon auf Platz vier der Packers-Bestenliste und hat Defensive End Aaron Kampman überholt. Die Älteren werden sich erinnern.
  • Was auch immer der Plan war bei den Eagles, das Tempo war kein Faktor. Die Packers waren in der entscheidenden Phase zu jeder Zeit in der Lage, eine kompetente Verteidigung aufzubieten. Hinzu kamen natürlich Ungenauigkeiten der Eagles und die vier Turnovers.
  • Auf der anderen Seite kamen die Eagles überhaupt nicht mit der Pace der Packers klar. Sie spielten sehr häufig No-Huddle und hatten kaum Gegenwehr. Es gelang ein Sack gegen Rodgers, doch der ließ sich davon nicht beirren und hatte sogar noch zwei Läufte über 16 Yards, weil auch kein Spy auf ihn abgestellt war. Letzteres ist natürlich schwierig, wenn Green Bay auf Spread-Formations setzt.
  • Was Mark Sanchez angeht, stehen da unter dem Strich vier Turnovers. Allerdings kann er für die zwei Fumbles herzlich wenig. Der eine ging auf McCoys Kappe, der andere auf Kelces beim verunglückten Snap. Die Interceptions waren zumindest unglücklich. Seine 346 Yards und zwei Touchdowns erzielte der QB hauptsächlich spät im Spiel, als die Messe bereits gelesen war.
  • Bemerkenswert: Die Packers hatten den wieselflinken Darren Sproles fast komplett im Griff! Er hatte drei Carrys für null Yards und nur zwei Receptions über 23 Yards. Das sieht bei ihm für gewöhnlich ganz anders aus, zeigt aber, wie athletisch stark und schnell die Packers-Defense auftrat.

Alle Infos zur NFL-Saison

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung