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NFL

Vorsicht Bills! Das Haus der Speere kommt

Von SPOX
Ndamukong Suh ist Rookie in der Defensive Line der Lions - und schon jetzt ein gefürchteter Gegner
© Getty

Ndamukong Suh ist einer der gefürchtetsten Spieler der NFL - und das nicht nur wegen seines Namens. Wir haben den Video-Beweis. Außerdem: Brett Favre tritt mal wieder zurück, den Steelers gehen die Spieler aus und: Bringt das verdammte Popcorn!

Rookie of the Week: Ndamukong Suh (Detroit Lions)

Sein Vorname ist Ngemba und bedeutet übersetzt "Haus der Speere", sein Spielstil ist für seine Gegner nicht viel angenehmer, als würden sie von eben solchen durchbohrt. Suh wurde als 2. Pick im diesjährigen NFL-Draft von den Detroit Lions ausgewählt, und nach neun Spieltagen gehört der Defensive Tackle schon zu den gefürchtetsten Spielern der Liga.

Peter King von der "Sports Illustrated" hält Suh nicht nur für den klaren Defensive Rookie of the Year, sondern sogar für einen Kandidaten auf den Titel des Defensive Player of the Year. Sein Speed, sein Gefühl für die Situation und der Dampf, mit dem er die gegnerischen Quarterbacks sackt, sind eine Augenweide (hier ein Video). Eine Interception hat Suh auch schon verbucht, und sogar ein Return-Touchdwon gelang ihm bereits.

Wer Lust hat, sich den 23-Jährigen mit der Nummer 90 mal genauer anzusehen, der sollte einschalten, wenn die Detroit Lions am Sonntagabend (19 Uhr) bei den Buffalo Bills antreten. Privat ist Suh übrigens ein netter Kerl: Noch bevor klar war, wo er als Profi spielen würde und wie viel Geld er verdienen würde, sagte er seiner University of Nebraska eine Spende über 2,6 Millionen Dollar zu. Einfach mal so. Nett, oder?

Game of the Week: Steelers vs. Patriots (Montag, 2.20 Uhr)

Die Pittsburgh Steelers sind auf dem direkten Weg in den Super Bowl - sagen die einen. Die Pittsburgh Steelers haben ein ernsthaftes Problem - sagen die anderen. Die Problem-Fraktion meint damit die Offensive Line der Steelers. Nach dem Ausfall von Left Tackle Max Starks, Right Tackle Willie Colon und drei weiteren Linemen wird es hier nämlich dünne.

"Das ist ein heftiger Rückschlag", bestätigt Right Guard Trai Essex. Mehr noch. Es könnte die Steelers "zu Grunde richten". Denn: Starks war ein ganz wichtiger Mann für Quarterback Ben Roethlisberger, beschützte seine Blindside. "Es ist extrem unangenehm, so einen wichtigen Spieler zu verlieren, mit dem man so gut eingespielt war", sagt Big Ben.

Und jetzt kommen ausgerechnet die Patriots - die dringend etwas gutzumachen haben. Sie bekamen in der vergangenen Woche eine derbe Klatsche von den Browns. Den Browns! Das soll ihnen nicht noch einmal passieren. Und deshalb hatte es Tom Brady nach seiner Fuß-Verletzung auch besonders eilig, wieder fit zu werden. Er wird spielen.

Quote of the Week: Bringt das verdammte Popcorn!

"Bevor ich mich auf den Weg mache und es wieder vergesse: An alle Cleveland-Browns-Fans, bringt euer verdammtes Popcorn mit. Denn die Nummer 17 kommt zurück!" Die Nummer 17 ist Braylon Edwards, seines Zeichens Wide Receiver der New York Jets und ehemaliger Brown. Das Zitat: wurde von Edwards selbst bei Twitter gepostet.

Der 27-Jährige ist so begeistert von sich und seinen Fähigkeiten, dass er davon überzeugt ist, Clevelands Anhängern eine kinoreife Performance zu bieten. Mit 453 Receiving Yards und 5 Touchdowns ist Edwards in der Tat der bislang beste Passempfänger der Jets. Einen Gefallen wird er sich mit dieser Message vor seinem ersten Auftritt im Cleveland Browns Stadium (Sonntag, 19 Uhr) seit 2008 trotzdem nicht gemacht haben.

Brett-Favre-Rumour of the Week: "Nein!"

Der Autor dieses Artikels glaubt an die neuesten Rücktrittsmeldungen erst dann, wenn Brett Favre sie wahr gemacht hat. Also wirklich wahr gemacht hat. Sprich: tatsächlich ein Spiel verpasst. Im August hatte der 41-Jährige gesagt: "Eins kann ich versprechen: 20 Jahre zu spielen war nie mein Ziel, aber nach 20 Jahren ist Schluss. Dies ist mein letztes Jahr."

Am Donnerstag wurde er nun gefragt, ob er sich das Ganze nicht noch mal überlegen wolle. Seine Antwort: "Nein." Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Es wird wirklich Zeit, dass Favre aufhört, auch wenn er zugegeben einer der besten Spielmacher aller Zeiten ist. Das will er am Sonntag bei den Chicago Bears (19 Uhr) erneut beweisen. Nur mit einem Sieg können sich Favres Vikings noch Hoffnungen auf die Playoffs machen. Und wir erinnern uns: Ein Super-Bowl-Sieg der Vikings ist wohl das sicherste Mittel für den tatsächlichen Rücktritt.

Rivalry of the Week: Indianer und komische Vögel

Wir haben ein Problem. Es gibt in dieser Woche zwei Spiele, die wir unbedingt in dieser Kategorie unterbringen wollen. Nummer eins: Redskins gegen Eagles - ein Klassiker. Kommen wir nicht dran vorbei. Schon gar nicht nach der Farce um Redskins-Quaterback Donovan McNabb. Der wurde von Coach Mike Shanahan zuletzt in der entscheidenden Phase aus dem Spiel genommen. Für Rex Grossman. Ich wiederhole: Rex Grossman! Begründung: McNabb würde den Two-Minute-Drill nicht beherrschen und sei außerdem nicht fit genug. Am Dienstag (2.30 Uhr) darf er dennoch ran. Gegen sein altes Team. Nett.

Nummer zwei: Cardinals gegen Seahawks (Sonntag, 22:15 Uhr) - besser bekannt als Western Birdie Battle. Kein Witz, heißt wirklich so. Und für beide Teams geht es um einiges. Beide müssen eine Niederlagen-Serie beenden, und beide können mit einem Sieg plötzlich an der Spitze der NFC West stehen. Könnte heiß werden, im Vogelkäfig von Glendale.

Cupcake of the Week: Dallas Cowboys

Man mag es kaum glauben, aber die Texaner sind trotz großen Namens und gutem Kader eine der schlechtesten Mannschaften der Liga. Kein Team ist dermaßen kolossal an den Erwartungshaltung der Fans und der Medien zerbrochen. Und jetzt muss diese Rümpeltruppe auch noch im New Meadowlands Stadium antreten (Sonntag, 22.15 Uhr). Ganz harte Nummer. Denn dort regieren die New York Giants.

Der Champion von 2008 fliegt schon das ganze Jahr unter dem Radar, spielt in den letzten Wochen aber dermaßen dominant, dass sich selbst der skeptischste Experte inzwischen fragt: Kann es sein, dass die Giants derzeit das beste Team der Liga sind?

Die Defense erinnert wieder an typische Giants-Teams, die Offense um Eli Manning, Receiver Hakeem Nicks und Running Back Ahmad Bradshaw funktioniert auch. Trotz neuem Coach und Aufbruchstimmung: Die Cowboys werden leiden.

NFL: Der 10. Spieltag im Überblick

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