Minnesota Timberwolves - Dallas Mavericks 98:100

Ein erfreulicher Jahresabschluss

Von Philipp Dornhegge
Dienstag, 31.12.2013 | 04:51 Uhr
Zwischen Kevin Love und Dirk Nowitzki spielte sich erneut ein spannendes Duell ab
© Getty
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Die Dallas Mavericks (18-13) haben das Kalenderjahr 2013 mit einem Sieg abgeschlossen. Bei den Minnesota Timberwolves (15-16) fuhren die Texaner einen 100:98-Sieg (BOXSCORE) ein und verbesserten die Saisonbilanz gegen die Wolves auf 1-2.

Shawn Marion machte im Target Center sein bestes Saisonspiel, erzielte 32 Punkte und traf unter anderem vier Dreier. Samuel Dalembert (9 Punkte, 7 Rebounds) gelangen von der Linie die entscheidenden Punkte, nachdem Dallas im dritten Viertel eine 21-Punkte-Führung verspielt hatte.

Dirk Nowitzki erzielte 16 Zähler, verlor das Starduell gegen Kevin Love (36 Punkte, 11 Rebounds, 4 Assists) aber erneut klar. Brandan Wright (14) war der dritte Maverick mit zweistelliger Punktzahl, Monta Ellis kam auf 9 Punkte und 10 Assists.

Bei den Wolves traten außer Love insbesondere Kevin Martin (19), Nikola Pekovic (18 Punkte, 10 Rebounds) und Corey Brewer (16) in Erscheinung, Ricky Rubio führte umsichtig Regie (4 Punkte, 9 Rebounds, 13 Assists, 3 Steals).

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Die Reaktionen:

Shawn Marion (Mavericks) über die letzte Aktion gegen Love: "Hey, das war kein Foul."

Rick Adelman (Trainer Timberwolves) über die gleiche Aktion: "Das war ein Foul, ganz klar. Ich frage mich, was passiert wäre, wäre Dirk, LeBron oder irgendein anderer Superstar an Kevins Stelle gewesen. Vielleicht haben die Schiedsrichter nicht begriffen, dass Kevin selbst ein Top-Fünf-Spieler der Liga ist. Man muss da pfeifen, sie haben es nicht getan."

Kevin Love (Timberwolves) über die gleiche Aktion: "Ich gehöre zu den Menschen, die auf ein Foul hinweisen, wenn sie eins sehen. Und das war wohl ziemlich offensichtlich. Wenn man sich die Wiederholung ansieht, ist es offensichtlich, dass er meinen Arm erwischt hat."

Rick Carlisle (Trainer Mavericks): "Shawn Marion hat den Unterschied ausgemacht. Wenn wir Auszeichnungen für den Mann des Abends verteilen würden, hätte er sie jetzt zwei Mal in Folge bekommen. Er war sehr aktiv, hat an beiden Enden des Courts performt. Dabei sind wir nicht einen Spielzug für ihn gelaufen. Er hat einfach produziert."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Teams machen keine Experimente und schicken ihre üblichen Starting Fives auf das Parkett. Minnesota also mit Rubio, Martin, Brewer, Love und Pekovic.

Dallas mit Calderon, Ellis, Marion, Nowitzki und Dalembert.

3.: In den ersten beiden Duellen mit Dallas hat Martin 32 und 27 Punkte erzielt. Und hier legt er schon wieder los: Nach nicht einmal drei Minuten hat der Shooting Guard schon wieder 7 Punkte auf dem Konto. 9:8 Timberwolves.

9.: Pekovic hat 2 Punkte gemacht, ansonsten gehen alles Wolves-Punkte bisher auf das Konto des zweiköpfigen Monsters Love und Martin. Der Power sorgt per Dreier für den 23:23-Ausgleich.

12.: Persönlicher 4:0-Lauf von Wright, die Mavs nehmen eine 27:23-Führung mit in die erste Pause. Im dritten Duell hat Dallas damit erstmals den besseren Start erwischt.

17.: Calderon schneidet durch die Defense der Wolves, bringt die Rotation komplett durcheinander. Beim Zug zum Korb stürzt sich alles auf den Spanier, der findet Blair mit einem herrlichen Behind-the-Back-Pass. 37:30 Mavericks.

24.: Wow, der nächste Fastbreak der Mavs! Martin verliert die Kugel, Ellis zieht das Tempo an und findet Nowitzki. Der Deutsche stopft und erhöht die Mavs-Führung auf 60:41.

26.: "I didn't foul him - and he wasn't shooting!", ruft Nowitzki nach einem seltsamen Pfiff der Referees, der Love an die Linie schickt. Die Mavs starten mit zwei Ballverlusten ins dritte Viertel, die Wolves verkürzen auf 45:62.

32.: Die Wolves haben zehn Angriffe nacheinander gescort, bei den Mavs geht offensiv gar nichts mehr. Es steht 72:66 für die Mavs, nach einer 19-Punkte-Führung zur Halbzeit haben wir wieder ein enges Spiel.

36.: Da ist es passiert! Carter mit einem Blattschuss von weit draußen, Love reboundet und spielt einen langen Outlet-Pass auf Brewer. Der Flügelspieler mit dem Dunk - und dem 81:81-Ausgleich.

39.: Love ist gerade überall. Der Power Forward kontert Nowitzkis vier mit fünf eigenen Punkten, sein Dreier sorgt für die erste Führung des Spiels (9:8). Und dann nimmt er das Offensivfoul gegen Ellis auf. 86:85 Timberwolves.

45.: Marion bleibt Dallas großer Lichtblick. Der Forward mit zwei weiteren Dreiern, die Führung liegt wieder bei den Texanern. 95:90.

48.: Die Schiedsrichter müssen zwei Mal in Folge das Replay bemühen, in beiden Szenen bekommen die Mavs den Ball zugesprochen. Und Dalembert sorgt von der Linie für die Vorentscheidung. Love hätte mit dem Buzzer für den Siegtreffer sorgen können, doch die Schiedsrichter verweigern bei einem doch recht offensichtlichen Foul von Marion den Pfiff.

Minnesota Timberwolves vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Shawn Marion. Es gibt immer mal wieder Spiele, in denen Shawn Marions Wurf einfach nicht fallen will und selbst einfachste Korbleger daneben gehen. Und dann es gibt Spiele, in denen alles geht: Fastbreak-Korbleger, Low-Post-Aktionen, Running Hooks und sogar Dreier. So einen Abend hatte Marion beim dritten Spiel gegen Minnesota erwischt. Was auch immer der Forward versuchte - es klappte. Sein Season-High von 21 Punkte hatte Marion schon zur Halbzeit eingestellt, am Ende waren es 32 (14/19 Field Goals, 4/6 Dreier).

In der Defense gelang ihm in den Schlusssekunden die wichtigste Aktion des Abends, als er Love beim Versuch, für den Sieg zu sorgen, den Ball aus der Hand schlug. Die Aktion war unsauber, keine Frage. Aber da die Schiedsrichter kein Foul gaben, muss man Marion wohl dafür loben.

Der Flop des Spiels: Luc Richard Mbah a Moute. Der Neuzugang aus Sacramento spielte nur 14 Minuten, in dieser Zeit jedoch gelang dem Kameruner nicht viel. Als Small Forward eingesetzt, trieb sich Mbah a Moute fast nur in Korbnähe herum und brachte so das Spacing der Wolves durcheinander. Die Offense stotterte, wann immer er auf dem Feld war.

Gleichzeitig war sein Einfluss in der Defense kaum spürbar. Dort, wo er normalerweise herausragt, war Mbah a Moute gegen Dallas nur ein Mitläufer, blieb an Blöcken hängen und verschlief einige Rotationen. Am Ende standen 0 Punkte, 1 Rebound und 2 Ballverluste zu Buche - stellvertretend für eine schwache Wolves-Bank.

Das fiel auf:

  • Minnesota und Dallas gehören zur Top Ten der Liga, wenn es um die eigene Ballkontrolle geht, und liegen auf Platz zwei und drei, wenn es um erzwungene Ballverluste pro Spiel geht. Es war also nicht überraschend, dass die Turnover-Bilanz eine zentrale Rolle spielte. Während Dallas unter seinem eigenen Schnitt blieb (11 TO), lagen die Wolves schon zur Halbzeit bei 13 Ballverlusten. Die Guards Kevin Martin, J.J. Barea und Alexej Shved hatten zusammen 9 - viel zu viel. Die Mavs nutzten die Ballgewinne zu 15 Punkte, 12 Zähler gelangen durch Fastbreaks. In der zweiten Hälfte kamen nur 4 weitere Turnover dazu. Das war ein Grund, warum den Wolves fast ein Comeback-Sieg gelang.
  • Nach dem Kantersieg in Chicago zeigten die Texaner in der ersten Halbzeit, dass sie auch ein gutes Westteam auf deren eigenem Court dominieren können. Dallas traf 60 Prozent aus dem Feld und erspielte sich 21 von 27 Field Goals mit Assists. In der zweiten Hälfte dagegen ließ Minnesotas Defense fast keine offenen Würfe mehr zu. Vor allem sorgte die bessere Ballkontrolle für weniger Schnellangriffe und Early Offense der Mavs.
  • Nachdem die Wolves in der ersten Hälfte nur 8 Freiwürfe genommen hatten, waren es nach 5:14 Minuten im dritten Viertel schon 6. Minnesota hatte Dallas ruckzuck im Foullimit, die Defense der Mavs litt darunter beträchtlich. Plötzlich standen alle einen schritt zu weit vom Gegenspieler weg, waren mit ihren Händen nicht mehr so aktiv. Die Wolves legten 38 Punkte aufs Scoreboard und glichen nach einem 19-Punkte-Rückstand zur Pause noch im dritten Abschnitt aus.
  • An Kevin Love scheiden sich die Geister: Trotz überragender Zahlen meinen viele Kritiker, dass er Minnesota nicht zu einem Spitzenteam macht und deshalb kein MVP-Kandidat sein könne. Dabei zeigte er gegen Dallas, dass er wirklich alles draufhat, was einen überragenden Offensivspieler ausmacht. Gleichzeitig macht der Power Forward zunehmend Fortschritte in der Defense, ist aufmerksamer und zeigt mehr Bereitschaft.
  • Ist das Problem der Wolves nicht viel eher die Bank? Gegen die Mavs schossen die Reservisten hundsmiserable 2 von 12 aus dem Feld (17 Prozent), J.J. Barea (5) war der einzige Spieler, der überhaupt für Punkte sorgte. Die schlechte Bank hat übrigens wenig mit Verletzungen zu tun. Chase Budinger ist der einzige Ausfall, der wenigstens ein bisschen Abhilfe schaffen könnte.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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