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NBA: Los Angeles Lakers News und Gerüchte – Magic Johnson attackiert Rob Pelinka scharf

Von SPOX
Rob Pelinka und Magic Johnson leiteten bis vor kurzem noch gemeinsam das Front Office der Los Angeles Lakers.

Die Los Angeles Lakers kommen auch im Lauf der Offseason nicht wirklich zur Ruhe. Kurz bevor am Montag der neue Head Coach Frank Vogel vorgestellt wurde, attackierte Magic Johnson seinen früheren Kollegen Rob Pelinka scharf bei ESPN. Hier gibt es alle neuen Infos zur LakeShow.

Magic Johnson wirft Rob Pelinka "Verrat" vor

Vor dem letzten Saisonspiel der Lakers war Magic Johnson von seinem Posten als Teampräsident zurückgetreten, damals mit der Begründung, dass er in dieser Rolle nicht er selbst sein könne. In seinem ersten großen Interview seit dem Rücktritt sprach Johnson bei der ESPN-Sendung "First Take" nun ausführlicher über seine Beweggründe.

Schon bei seinem Rücktritt Mitte April hatte Johnson über "Verrat" gesprochen und darüber, dass man in diesem Geschäft ständig Angst haben müsse, ein Messer in den Rücken gestochen zu bekommen. Am Montag verifizierte er, dass er damit allen voran General Manager Rob Pelinka gemeint hatte.

"Ich hörte: 'Magic, du arbeitest nicht hart genug. Magic ist nicht im Büro.' Die Leute in der Organisation sagten mir, dass Rob solche Dinge über mich sagte, hinter meinem Rücken", erklärte Johnson. "Und mit der Zeit haben auch Freunde von mir außerhalb des Basketballs mich angerufen und mir gesagt, dass nicht mehr nur bei den Lakers so über mich gesprochen wird."

Johnson kritisierte außerdem, dass bei den Lakers zu viele Leute eine wichtige Stimme hätten und es keine klare Rollenverteilung gab beziehungsweise dass diese nicht wirklich respektiert würde. Verrat warf er allerdings explizit nur Pelinka vor. "Es machte keinen Spaß mehr, zur Arbeit zur kommen, vor allem weil ich wusste, dass die Person neben mir meinen Job haben wollte."

Pelinka, der seit Johnsons Rücktritt nominell der mächtigste Mitarbeiter im Front Office der Lakers ist, nahm bereits am Montag zu den Aussagen Stellung und sagte, dass diese "einfach nicht wahr" seien, dass er weiterhin größten Respekt vor Johnson habe und sich so bald wie möglich mit ihm aussprechen wolle.

Magic Johnson respektiert LeBron James' Reaktion

Johnson hatte seinen Rücktritt mit niemandem abgesprochen und damit auch Superstar LeBron James vor den Kopf gestoßen, der in seiner HBO-Sendung "The Shop" geäußert hatte, dass zumindest ein Anruf nett gewesen wäre, da er ja unter anderem wegen Johnson überhaupt zu den Lakers gewechselt war. Auch dazu äußerte sich Johnson am Montag.

"Ich respektiere LeBron für das, was er gesagt hat", so Magic. "Ich liebe LeBron, ich liebe seine Familie ... aber manchmal muss man als Mann eine Entscheidung für sein eigenes Wohlergehen treffen. Und so eine Entscheidung habe ich getroffen."

ESPN zitierte eine James nahestehende Quelle, dass dieser Johnsons Auftritt bei "First Take" gut gefunden habe.

Magic Johnson wollte Luke Walton feuern

Schon im Lauf der Regular Season hatte es mehrfach Gerüchte gegeben, dass Johnson Head Coach Luke Walton feuern wollte, dass andere Stimmen in der Organisation aber an ihm festhalten wollten. Magic bezeichnete dies als "Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat", und ihn ultimativ zu dem Rücktritt bewog.

"Ich habe ihr [Besitzerin Jeanie Buss, d. Red.] gezeigt, was er als Coach gut gemacht und was er schlecht gemacht hat, und ihr gesagt, dass wir einen besseren Coach brauchen. Am ersten Tag hieß es, wir denken drüber nach, am zweiten hieß es OK, du kannst ihn feuern, am dritten sollten wir noch einmal darüber reden", erklärte Johnson.

Frank Vogel vorgestellt: Keine Angst vor Jason Kidd

Auch wenn Johnson selbst zurücktrat, musste weniger später auch Walton gehen, der kürzlich dann von Frank Vogel ersetzt wurde. Der neue Head Coach wurde am Montag ebenfalls mit einer Pressekonferenz vorgestellt und nahm dabei auch zu dem Gerücht Stellung, dass sein ebenfalls neu verpflichteter Assistant Coach Jason Kidd ihm den Job abnehmen wolle.

"Ich bin ziemlich gut darin, solche Geräusche auszublenden", sagte Vogel dazu. "Ich bin schon lange in diesem Geschäft und man könnte das im Prinzip über alle Coaches in der Liga sagen. Es passiert manchmal. Aber man kann nicht ständig über seine Schulter schauen. Man muss sich darum kümmern, gute Coaches zu bekommen, und das ist in diesem Fall passiert."

Vogel äußerte zudem, dass er zuvor keine wirkliche Beziehung zu Kidd hatte, dass sich beide nun aber bereits zu "langen Diskussionen" getroffen haben, und dass er den früheren Head Coach der Bucks für einen "unglaublichen Gewinn" für sein Programm halte.

LeBron James besucht Pressekonferenz von Vogel

Bei der Pressekonferenz gehörte auch James zu den Zuschauern, der Superstar stand die gesamte Zeit über im Hintergrund und hörte zu, ohne selbst teilzunehmen. Vogel wurde nach seiner Kommunikation mit dem 34-Jährigen gefragt und sagte, dass er seit seiner Ankunft gute Gespräche mit ihm gehabt habe.

"Es war sehr positiv", sagte Vogel über die Kommunikation. "Es gibt eine gewisse Vorfreude auf das, was wir erreichen können, und ich freue mich sehr darauf, loszulegen."

Die Lakers haben in den vergangenen sechs Jahren jeweils die Playoffs verpasst. In der vergangenen Saison gewann die LakeShow 37 Spiele und verpasste die Postseason damit deutlich.

Die Stationen von Frank Vogel als Head Coach

TeamVonBisSiegeNiederlagen
Indiana Pacers20102016250181
Orlando Magic2016201854110
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