NBA Offseason: Alle Infos zu den Oklahoma City Thunder

Superteam, maximal haltbar bis…

Mittwoch, 13.09.2017 | 12:43 Uhr
Paul George könnte bei den Thunder nur Leiharbeiter sein
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Die Oklahoma City Thunder haben mit dem Trade für Paul George einen Coup gelandet. Bleibt die Frage, wie lange die Franchise davon zehren kann - denn in einem Jahr könnte alles wieder einstürzen. Die Offseason-Analyse.

Die Transaktionen der Oklahoma City Thunder

An Blockbuster-Trades hat es in der laufenden Offseason wahrlich nicht gemangelt. Auch die Thunder waren an solch einem Deal beteiligt und sicherten sich durch einen völlig überraschenden Move den wechselwilligen Superstar Paul George, der im Tausch für Victor Oladipo und Domantas Sabonis aus Indiana kam.

Der Draft hatte für OKC im Anschluss ohnehin nur eine untergeordnete Rolle gespielt, No.21-Pick Terrance Ferguson sollte trotzdem nicht unter den Tisch fallen, hat er doch seinen Vertrag inzwischen unterschrieben. In der Summer League sorgte der Guard allerdings für Kontroversen, da er 2016/17 in Australien gespielt hatte und keine rechtzeitige Freigabe von der FIBA erhielt. Inzwischen wurde dies aber nachgeholt.

In der anschließenden Free Agency ging es verhältnismäßig ruhig zu: Andre Roberson (3 Jahre/30 Millionen Dollar), Urgestein Nick Collison (1 Jahr/2,2 Millionen) sowie Dakari Johnson (2 Jahre/2,1 Millionen) wurden gehalten. Dazu kamen Patrick Patterson aus Toronto (3 Jahre/16 Millionen) und Raymond Felton von den Clippers (1 Jahr/2,2 Millionen) zur Verstärkung. Daniel Hamilton wurde obendrein mit einem Two-Way-Contract ausgestattet.

Norris Cole und Taj Gibson werden dagegen künftig andere Jerseys tragen.

Die Strategie der Oklahoma City Thunder

Die erste Saison ohne Kevin Durant war ein Erfolg. Russell Westbrook hat als MVP gezeigt, dass er ein Team auch alleine zumindest in die Playoffs tragen kann, sodass OKC auch im starken Westen relevant blieb.

Da "relevant" den Ansprüchen aber nicht genügte, sollte Russ ein zweiter Star an die Seite gestellt werden, um wieder in die Liga der Spurs oder Rockets aufzusteigen (nein, mit den Warriors wird man sich nicht messen können, soviel als Spoiler vorweg). Dass dies durch den George-Trade so einfach werden würde, dürfte selbst GM Sam Presti überrascht haben, schließlich war der Gegenwert (Oladipo ist viel zu teuer und Sabonis' Entwicklung noch nicht abzuschätzen) nahezu lächerlich.

Deshalb nimmt man auch gerne in Kauf, dass PG gewissermaßen nur gemietet ist, da er 2018 Unrestricted Free Agent wird und sein Wunsch, zu einem Big Market Team (= den Lakers) zu wechseln, kein großes Geheimnis ist.

Dass er langfristig in OKC bleibt, ist aber natürlich auch nicht ausgeschlossen. Sollte sich früh andeuten, dass er gut mit Westbrook harmoniert, gibt es vielleicht doch eine gemeinsame Zukunft. Besonders flexibel kann diese aber nicht gestaltet werden, da - sollten George und Russ ihre Spieleroptionen ziehen - für die Saison 2018/19 bereits 127 Millionen Dollar an Gehalt fällig werden.

Fakt ist: Die Thunder sind im Win-Now-Modus. Das ist auch sinnvoll, schließlich ist Westbrook mit seinen 28 Jahren genau jetzt in seiner Prime. Sollte er das Gefühl haben, dass es nicht vorwärts geht, könnte auch er 2018 weg sein. Gänzlich ausschließen sollte man das nicht, schließlich zögert er noch bezüglich einer Vertragsverlängerung, die ihm Berichten zufolge bereits seit Anfang Juli vorliegt.

Die Schwachstellen der Oklahoma City Thunder

OKC hatte in der vergangenen Saison die schlechteste Dreierquote der Association. Das machte es den Gegnern leicht, sich auf Westbrook zu fokussieren und diesen zu Ballverlusten zu zwingen, da sich dieser - nicht zu Unrecht - besser zweimal überlegte, ob ein einfacher Kickout-Pass wirklich sinnvoller ist als ein gepflegtes 1-gegen-5. Nun stellt sich die Frage: Inwieweit behebt Paul George das Problem? Mit 39,2 Prozent traf er den Longball in der vergangenen Saison sehr gut, allerdings kam er nur selten in den Genuss, diese Stärke aus dem Catch-and-Shoot auszuleben.

Genau diese Rolle wird aber nun vermehrt auf ihn zukommen. Westbrook wird auch mit George an seiner Seite balldominant bleiben, wenngleich seine wahnsinnige Usage-Rate von 41,7 Prozent wieder in irdische Sphären sinken wird. Wie die beiden letztlich harmonieren werden, lässt sich absolut nicht voraussehen.

Fest steht: Sollte George tatsächlich neben Russ "verhungern", wird es schwierig werden, ihn zufriedenzustellen. Im schlimmsten Fall aus der Sicht von OKC werden mögliche künftige Co-Stars dann davon absehen, neben Russ zu spielen, wenn das RW0-PG13-Experiment scheitert.

Die Tatsache, dass Russ 10,4 Assists pro Spiel aufgelegt hatte, darf zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ball Movement enorm schwach war (Platz 25 bei den Assists). Zum einen hing das mit dem erwähnten Spacing-Mangel zusammen, zum anderen aber auch mit der Spielanlage Billy Donovans. Sein Defense mag über jeden Zweifel erhaben sein - doch den Beweis, dass er auch eine Offense fernab von Iso-Ball installieren kann, blieb er bisher schuldig.

Der Hoffnungsträger der Oklahoma City Thunder

Paul George. Wie handfest sind die Gerüchte, dass er 2018 unbedingt nach L.A. wechseln will? Wird man ihn durch eine erfolgreiche Saison vielleicht davon überzeugen können, doch langfristig zu bleiben?

Und: Wie funktioniert er als Co-Star? Gerade defensiv könnte er - wenn er seine Rolle akzeptiert - noch mehr aufblühen als in Indiana, wo er seine Energie zwischen Verteidigung und Angriff aufteilen musste. Nun wird er sich dank Russ offensive Pausen gönnen dürfen und am hinteren Ende des Feldes dafür umso mehr die gegnerischen Superstars beackern.

Das Fazit

OKC setzt mit dem Deal voll auf die Gegenwart. Aus dem George-Trade sind sie wenig überraschend als unangefochtener Gewinner herausgegangen und haben nun zwei absolute Superstars im Kader, die einen fähigen Supporting Cast zur Verfügung haben.

Das Risiko, 2018 wieder um ein Jahr (oder im Falle eines möglichen Westbrook-Abschieds um viele Jahre) zurückgeworfen zu werden, wenn George tatsächlich erneut wechselt, ist das Experiment auf jeden Fall wert - schließlich hat es fast nichts gekostet. Im schlimmsten Fall wäre man einfach nur den miesen Vertrag von Oladipo losgeworden.

Die Warriors sind im kommenden Jahr zwar immer noch unantastbar, doch die Thunder dürfen sich in die erste Verfolgergruppe einreihen. Das ist ein klarer Schritt nach vorne.

Die Note: 1-

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