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Wolves trotzen Currys Career Night

Von Robert Arndt
Samstag, 25.02.2017 | 04:27 Uhr
Andrew Wiggins befindet sich seit Wochen in Topform
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Die Dallas Mavericks (22-35) haben bei den Minnesota Timberwolves (23-35) eine klare 84:97-Niederlage einstecken müssen. Trotz starker 31 Punkte von Seth Curry dominierten die Wolves dank Andrew Wiggins und Karl-Anthony Towns über weite Strecken die Partie. Ein spätes Mavs-Comeback wird im Keim erstickt.

Im Duell der Nachbarn der Western Conference haben die Timberwolves ein wenig Boden auf den letzten und achten Playoffspot gut gemacht. Angeführt von Andrew Wiggins (27 Punkte, 7 Rebounds, 11/21 FG) und Karl-Anthony Towns (26 Punkte, 18 Rebounds, 12/18 FG) entschied Minnesota erst im vierten Viertel die Partie, nachdem man im dritten Viertel bereits mit 15 Punkten in Front lag.

Ricky Rubio unterstützte das Duo mit einem Double-Double (13 Punkte, 14 Assists) und traf sogar einige Jumper. Von der Bank lieferte sein Backup Tyus Jones (11 Zähler, 3/3 Dreier) einige wichtige Plays und half der Second Unit der Wolves enorm.

Bei den Mavs lief dagegen für Dirk Nowitzki (8 Zähler, 7 Rebounds) sehr wenig. Der Deutsche hatte an diesem Abend wenig Wurfglück (4/14 FG, 0/4 3FG) und warf bei einem weit offenen Dreier einen Airball im vierten Viertel. Es wäre die erste Führung seit Beginn des Spiels gewesen. Aufhorchen ließ Dirk dennoch, als er im zweiten Viertel Kareem's Sky Hook auspackte und traf.

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Dass Dallas dennoch lange im Spiel war, lag vor allem an Seth Curry und Harrison Barnes. Während Barnes mal wieder solide 20 Punkte lieferte, verlebte Curry eine Career Night. 31 Zähler (13/17 FG) schenkte der kleine Guard den Wolves ein. Da aber außer dem Duo kaum ein Maverick Normalform erreichte, stand am Ende doch eine klare Niederlage.

Der zur Trade-Deadline akquirierte Nerlens Noel war noch nicht beim Team und kam folglich nicht zum Einsatz.

Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Head Coach Mavs): "Ich denke über das gesamte Spiel gesehen, hat Minnesota es mehr gewollt. Das darf uns auswärts nicht passieren. Wir müssen bei vielen Kleinigkeiten einfach besser werden."

Harrison Barnes (Mavs): "Es ist ärgerlich so ein Spiel zu verlieren, wenn einer unserer Jungs so ins Rollen kommt. Da hätten wir Seth mehr unterstützen müssen."

Ricky Rubio (Wolves) über Towns und Wiggins: "Die zwei sind unglaublich. Das kann mal eine legendäre Kombo werden. Diesen Vorteil müssen wir nutzen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Wolves-Coach Tom Thibodeau veränderte sein Lineup nach dem All Star Break nicht. Den verletzten Zach LaVine ersetzte erneut Rush. Dazu begannen mit Rubio, Wiggins, Dieng und Towns die üblichen Verdächtigen. Bei den Mavs fehlte noch Nerlens Noel, weswegen Nowitzki wieder auf Center startete. Unterstützt wurde er von Ferrell, Curry, Matthews und Barnes.

1. Viertel: Langsamer Start beider Teams, lediglich Curry zeigte sich zielsicher. Auch Wiggins sammelte schnell acht Punkte, warf aber auch zwei fiese Air Balls. Dallas leistete ungewöhnlich viele Ballverluste, hielt die Partie aber offen. Fouls taten den Mavs aber weh. Neunmal marschierten die Wolves an die Linie. Wiggins hatte schon 16 Punkte, doch zwei Mejri-Dunks hielten Dallas auf Tuchfühlung. 26:22 Timberwolves.

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2. Viertel: Die Würfe der Mavs waren nun besser, aber sie wurden nicht verwertet. Vor allem Nowitzki war eiskalt. Auf der anderen Seite sorgte Shabazz Muhammad mit zwei mächtigen Dunks in Transition für Highlights. Ein Dreier von Tyus Jones ließ die Führung auf über zehn Zähler wachsen. Im Anschluss tauschten beide Teams Körbe. Der heiße Curry setzte mit einem Layup den Schlusspunkt. Minnesota führte dennoch mit 49:40.

3. Viertel: Keine Besserung für Dallas nach der Pause. Zu selten wurde der Weg zum Ring gesucht. Fatal, da weiter die Mehrzahl der Jumper nicht fiel. Wiggins und Towns übernahmen dagegen für die Wolves. Dennoch blieb der Rückstand von Dallas konstant bei zehn Zählern. Barnes und Curry waren verlässliche Optionen bzw. die einzigen Spieler, die für die Mavs im Viertel Würfe versenkten. Dazu gesellten sich zwei Freiwürfe von Matthews. 71:63 Wolves.

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4. Viertel: Durch Curry war Dallas wieder im Spiel. Harris traf einen Dreier mit ablaufender Shotclock, ein weiterer Korbleger und die Wolves-Führung schmolz auf drei Zähler zusammen. Harris war weiter on fire und glich kurz darauf aus. Jones antwortete auf der anderen Seite mit einem Four-Point-Play. Es war der Wendepunkt. Im Anschluss startete Minnesota einen letzten Run und Rubio sorgte erneut für eine zweistellige Führung. Davon erholte sich Dallas nicht mehr. Die Timberwolves gewannen mit 97:84.

Wolves vs. Mavs: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Die Achse um Towns und Wiggins. Während Wiggins im ersten Viertel den Löwenanteil des Scoring auf sich nahm, wachte Towns im zweiten Durchgang auf und stemmte sich gegen ein mögliches Comeback der Mavs. Auf den doppelten Punch der Wolves hatte Dallas schlussendlich keine Antwort. Zusammen kamen die beiden auf 53 Punkte (23/39 FG)

Der Flop des Spiels: Yogi Ferrell. Im ersten Spiel als offizieller Starting Point Guard enttäuschte der Rookie auf ganzer Linie. Kam mit der aggressiven Verteidigung der Wolves-Guards überhaupt nicht zurecht und konnte dem Spiel keinerlei Struktur geben. Am Ende standen 5 Zähler, 4 Assists und 3 Turnover (2/9 FG).

Das fiel auf:

  • Ohne Deron Williams haben die Mavs nur noch einen echten Point Guard im Kader. Das wurde früh zum Problem. Ferrell begann schwach und holte sich nach vier Minuten gleich sein zweites Foul ab. Curry übernahm den Aufbau. Struktur kam aber erst mit Harris in die Partie. Im weiteren Verlauf stand und fiel die Mavs mit dem Bruder des MVP, der später richtig heiß lief und seine Farben wieder in die Partie schoss.
  • Das zweite Viertel begann katastrophal für Dallas. In den ersten Minuten saß lediglich ein Nowitzki-Jumper, ansonsten hagelte es Backsteine (1/10 FG). Die Wolves konnten mit ihrer Second Unit daraus Profit schlagen und einige leichte Punkte in Transition erzielen und so ein Polster schaffen. Die Mavs vertrauten dabei zu oft auf den Distanzwurf, welcher im ersten Durchgang nicht da war (2/13 3FG außer Curry). Insgesamt traf Dallas nur 24 Prozent von Downtown (8/33).
  • Dies hatte auch mit der guten Defense von Minnesotas Guards zu tun. Neben Rubio überzeugten auch die Backups Jones und Dunn am hinteren Ende des Feldes und konnten die Penetration von Ferrell, Curry und Co. gut eindämmen. Würfe mit tiefer Shotclock waren nicht selten die Folge. Jones überzeugte zudem auch vorne, da er seine offenen Würfe traf.
  • Towns startete sehr langsam ins Spiel. Erst Mitte des zweiten Viertel versenkte der Center seinen ersten Wurf. Dies lag aber auch daran, dass er selten gesucht wurde. Verwunderlich, da Barnes den Big Man verteidigte. Bekam Towns den Ball versuchte Dallas mit einem Double-Team zu reagieren, doch der Big der Wolves hatte immer wieder gute Lösungen parat und generierte offene Würfe für seine Mitspieler. Im Schlussabschnitt waren die Mavs dann völlig ratlos gegen den Franchiseplayer der Wolves.

Der Spielplan im Überblick

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