Golden State Warriors - Dallas Mavericks 104:89

Das nächste Mavs-Debakel

Samstag, 07.03.2015 | 06:56 Uhr
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Dallas steckt in der Krise. Einen Tag nach der Klatsche in Portland kassierten die Mavericks (40-24) bei den Golden State Warriors (48-12) eine üble 89:104-Schlappe. Während sich das beste Team im Westen auf Point Guard Stephen Curry und eine erstickende Defense verlassen konnte, enttäuschten auf der Gegenseite vor allem Dirk Nowitzki und Monta Ellis.

Damit verlieren die Mavs in der engen Western Conference weiter an Boden und müssen so langsam auf Platz acht schielen, der derzeit noch von den Oklahoma City Thunder (34-28) belegt wird. Golden State dagegen weist zusammen mit den Hawks die wenigsten Niederlagen in der Association auf.

Nach einem guten Start und einer 14:8-Führung in den ersten Minuten übernahmen die Hausherren durch einen 12:0-Run die Führung, die sie bis zum Ende der Partie nicht mehr abgeben sollten. Ein 12-Punkte-Vorsprung zur Pause wuchs im dritten Viertel auf 20 Zähler an, das letzte Viertel war nicht mehr als Garbage Time.

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An den Brettern (51:34) und von draußen (fast 48 Prozent 3FG) waren die Warriors so überlegen, dass sie sich auch 22 Turnover leisten konnten. Stephen Curry war bester Spieler auf dem Court mit 22 Punkten (5/8 Dreier) und 7 Assists. Dallas traf lediglich 37 Prozent aus dem Feld, vor allem Dirk Nowitzki (5/16) und Monta Ellis (2/14) erwischten einen rabenschwarzen Abend.

Die Stimmen:

Steve Kerr (Head Coach Golden State Warriors): "Ich weiß immer noch nicht, was ich mir da heute in der Offensive anschauen musste. Viel zu viele dumme Pässe und riskante Spielzüge. Glücklicherweise können wir auf unsere Defense bauen. Aber das wird in Zukunft nicht reichen, vor uns liegt noch viel Arbeit."

Rick Carlisle (Head Coach Dallas Mavericks): "Es ist eine lange Saison, da gibt es immer schwierige Phasen. Wir müssen positiv bleiben."

Draymond Green (Golden State Warriors) über Nowitzki: "Er ist nicht mehr der Dirk, der allen 40 Punkte eingeschenkt hat. Gut, dass mir dieser Dirk erspart geblieben ist."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Mavs kann Tyson Chandler nach der Partie in Portland erneut mittun, für Chandler Parsons kommt das Spiel jedoch noch zu früh. Zudem hat es die Backup-PGs erwischt: Devin Harris muss mit einer Handverletzung zuschauen, J.J. Barea kann nach einer Zerrung im linken Daumen immerhin spielen, allerdings trägt er eine Bandage. Die Starting Five lautet: Rondo, Ellis, Jefferson, Nowitzki, Chandler.

Golden State schickt die übliche Five ins Rennen: Steph Curry und Klay Thompson im Backcourt, dazu Harrison Barnes, Draymond Green und Andrew Bogut.

5.: Das sieht nach einem Point-Guard-Duell aus! Curry macht die ersten 8 Punkte für die Warriors, aber drei frühe Turnover bedeuten noch eine Führung für die Gäste, denn Rondo trifft ebenfalls seine ersten drei Würfe und hat sieben Zähler auf dem Konto. Die Dreier fallen hier hüben wie drüben. 14:8 Dallas!

9.: So schnell geht das hier in der Oracle Arena! Ein 12:0-Run der Warriors, die von außen schon wieder richtig heiß sind: 5 der ersten 6 Dreier sind gefallen. Bei den Mavs dagegen regiert schon ein wenig der Frust - nachdem Nowitzki einen Call gegen Andrew Bogut nicht bekommt, holt sich Tyson Chandler ein Technisches Foul ab. 22:16 Warriors.

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15.: Gegen die Bank der Warriors haben die Mavs das Tempo nun erfolgreich verschleppt, auch in der Halle ist es merklich ruhiger geworden. Das liegt daran, dass hier immer wieder Fouls und Turnover aufeinandertreffen, der Spielfluss ist dahin. Ein Dreipunktspiel von Stoudemire bringt die Gäste wieder auf 2 Punkte heran - schon 10 Turnover für Golden State! 31:29 Warriors.

22.: Nun sind die Starter wieder drin - und die Warriors ziehen weg, auch weil bei den Mavs derzeit niemand konstant punkten kann. Immer noch ist das Spiel teils vogelwild, die Bälle werden grundlos zum Gegner geworfen, aber Golden State macht es eben doch ein bisschen besser. Und bei Ellis geht immer noch nichts: Zuerst trifft er seinen Dreier nicht, dann foult er Thompson bei dessen Versuch von Downtown. Da kann sich Rick Carlisle ein verkniffenes Lächeln nicht verkneifen. 50:38 Golden State!

27.: War's das schon hier? Die 12-Punkte-Führung zur Pause wächst weiter an: Nowitzki verliert den Ball an Harrison Barnes, der geht Coast-to-coast und stopft zum Vergnügen der Zuschauer. Dallas trifft hier nicht einmal 33 Prozent aus dem Feld, die Defense der Warriors ist einfach zu stark. Carlisle nimmt die Auszeit. 58:42 Golden State.

34.: Das Spiel plätschert jetzt vor sich hin, der Vorsprung der Hausherren bewegt sich konstant zwischen 16 und 20 Punkten. Jetzt darf Stoudemire mal wieder stopfen, schön eingesetzt von J.J. Barea, dazu noch das Foul. Aber um das Spiel wieder eng zu machen, fehlt wohl die Defense auf Seiten der Mavericks. 78:62.

40.: Der Drops ist hier gelutscht, die Warriors sind einfach zu stark. Shaun Livingston spielt von der Bank stark auf und versenkt einen Jumper, dann verfehlt Ellis gleich doppelt. Macht 2/14 FG. Und so können sich die Gastgeber eben auch 20 Turnover leisten. 90:68 Warriors.

48.: Die Spannung ist weg, die Stars ebenfalls: Für die Mavericks sind mittlerweile auch Bernard James, Dwight Powell und Raymond Felton auf dem Court. Immerhin wird noch einmal Ergebniskosmetik betrieben: Barea und Felton per Jumper, dann trifft Bernard James. Dann ist Schluss: 104:89.

Der Star des Spiels: Stephen Curry. 51 Punkte hatte Curry beim letzten Duell mit den Mavericks aufgelegt, und nach dem ersten Viertel sah es ähnlich aus: Der Guard mit der fantastischen Ballkontrolle und dem schnellen Release machte es dem Gegner extrem schwer, versenkte schon im ersten Viertel mehrere Dreier und beendete den Abschnitt mit 13 Punkten und mehreren Assists. Weil das Spiel danach schnell entschieden war, konnte er es etwas ruhiger angehen lassen, mit 22 Zählern (6/11 FG) und 7 Assists war er dennoch Topscorer.

Warriors vs. Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Flop des Spiels: Monta Ellis. Was ist nur mit dem Shooting Guard los? An der Verpflichtung von Rondo kann es auf jeden Fall irgendwann nicht mehr liegen. Schon im ersten Viertel schlafwandelte Ellis durch weite Strecken, leistete sich 3 Ballverluste und traf nur einen seiner 6 Würfe. Dazu könnte man seine Defense ohne Weiteres als lustlos bezeichnen. Immer mal wieder probierte er dann etwas, aber es wollte einfach nichts gelingen. Ellis steckt in der Krise - und er weiß es. Am Ende nur 2 von 14 aus dem Feld, dazu nur drei Freiwürfe, 5 Fouls. Immerhin vier Steals, aber das lag vor allem an den sorglosen Warriors.

Das fiel auf:

  • Rajon Rondo wusste in der Anfangsphase durchaus zu überzeugen und gestaltete das Duell mit Stephen Curry recht offen. Seine ersten drei Würfe fielen, darunter zwei lange Jumper, sodass man schon geneigt war, Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Holger Geschwindner erkennen zu wollen. Danach baute er aber wie der Rest des Teams ab - und nur noch 2 der folgenden 13 Würfe fanden ihr Ziel.
  • Zwischenzeitlich sah die Defense der Mavs gar nicht so übel aus: Immer wieder stürzte man sich auf die unvorsichtig gespielten Bälle der Warriors und erzwang eine Menge Turnover, auch die Rotationen wussten zu gefallen. Sobald Curry jedoch das Double Team nach dem Pick-and-Roll überwunden hatte, hatte er die Qual der Wahl, entweder den freien Mann unter dem Korb oder den offenen Shooter zu bedienen.
  • Es hing jedoch nicht nur an Curry: Die Warriors spielten glänzend zusammen und gaben das Leder ein ums andere Mal an den besser postierten Mann weiter. Resultat: 28 Assists.
  • Nowitzki ist nicht mehr der Superstar früherer Tage, das ist klar. Und so hatte er mit Draymond Green - immerhin Kandidat für den "Defensive Player of the Year"-Award, enorme Probleme: Als der Jumper nicht fallen wollte, versuchte er es mehrfach aus dem Post-Up, aber trotz der Größenverteile machte er gegen Green kaum einen Stich, ließ sich sogar gleich mehrfach blocken oder beklauen. Dazu kamen einige nicht gegebene Calls. Nowitzki wirkte schon früh recht frustriert.
  • Aus der Starting Five kam fast nichts, doch immerhin die Reserven der Mavericks machten etwas Hoffnung: Al-Farouq Aminu kam in 19 Minuten auf 7 Punkte, 4 Rebounds und starke 5 Steals, auch Amar'e Stoudemire war unter dem Korb gut einsetzbar und brachte es auf gleich drei Dreipunktspiele.

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