Donnerstag, 05.02.2015

NBA-Schlaglichter

Mavs feiern Blowout ohne Nowitzki

Dirk Nowitzki wird gegen die Sacramento Kings geschont, dennoch überrollen die Mavs ihren Gegner, profitieren aber auch von einem äußerst schwachen Kings-Team, in dem DeMarcus Cousins mal wieder völlig auf sich allein gestellt ist. Derweil schicken die formstarken Hornets die Wizards weiter in die Krise und bei den Trail Blazers stellt Aldridge einen neuen Franchise-Rekord auf.

Tyson Chandler (r.) erhielt in Sacramento keine Unterstützung von Dirk Nowitzki
© Getty
Tyson Chandler (r.) erhielt in Sacramento keine Unterstützung von Dirk Nowitzki

Charlotte Hornets (22-27) - Washington Wizards (31-20) 94:87 (BOXSCORE)

So langsam wird es ernst bei den Wizards. Auch in Charlotte konnte das Team aus der Hauptstadt nichts holen und steckt nach der fünften Niederlage in Serie in einer kleinen Krise fest. Ganz andere Situation bei den Hornets. Die sind nach den Warriors und Hawks das drittbeste NBA-Team seit dem 3. Januar, wenn man nur auf die Bilanz schaut. Der Erfolg liegt dabei ganz sicher nicht in der furiosen Offensive begründet.

Auch gegen die Wizards tat sich Charlotte vorne relativ schwer. Lediglich 6 von 25 Dreierversuchen fanden ihren Weg ins Ziel, bis auf den überragenden Gerald Henderson (27 Punkte, 10/15 FG) war kein einziger Spieler der Hornets sonderlich heiß im Angriff. Dafür hielt Charlotte hinten aber auf beeindruckende Art und Weise die Schotten dicht. Phänomenale 15 Blocks hatten die Hornets am Ende gesammelt. Für John Wall (15 Punkte, 13 Assists) und Co war einfach kein Durchkommen.

Einer der Hauptgründe für den Blockregen der Hornets? Jason Maxiell! Der Bankspieler sammelte bärenstarke 7 Blocks, griff sich dazu 8 Rebounds und machte 11 Punkte. Auch dank Maxiell dominierten die Hornets im Frontcourt ganz deutlich, obwohl Washington hier mit Marcin Gortat und Nene gar nicht so schlecht besetzt ist. Doch sowohl der polnische Center (8 Punkte, 2/10 FG), wie auch der brasilianische Power Forward (11 Punkte, 3 Turnover) hatten große Probleme.

So verloren die Wizards schließlich auch das Reboundduell deutlich mit 37:50 gegen unermüdlich kämpfende Hornets, bei denen neben Henderson und Maxiell auch Lance Stephenson (11 Punkte), Michael Kidd-Gilchrist (11) und Brian Roberts (12) im zweistelligen Punktebereich scorten. Bei den Wizards war Routinier Paul Pierce mit 19 Punkten (7/13 FG) Top-Scorer.

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Sacramento Kings (17-31) - Dallas Mavericks (34-18) 78:101 (BOXSCORE)

Schonzeit für Dirk Nowitzki. Head Coach Rick Carlisle hatte relativ kurzfristig vor dem Spiel entschieden, dass sein nicht mehr ganz so junger Superstar gegen die Kings eine Verschnaufpause erhalten sollte. So saß der Deutsche im Trainingsanzug von Beginn an auf der Bank und durften seinen Teamkollegen dabei zusehen, wie sie die Kings relativ mühelos in die Schranken wiesen.

Nach ausgeglichenem Beginn dominierte Dallas vor allen Dingen das zweite und dritte Viertel. Mit einem 23-Punkte-Vorsprung gingen die Mavs in den letzten Durchgang. Da glaubten die Kings schon nicht mehr an den Sieg. Die Mavs haben schließlich bislang in dieser Saison jedes Spiel gewonnen, in dem sie nach drei Vierteln führten (Bilanz: 26-0). Dabei war nicht jedes Spiel so deutlich wie in Sacramento. Sechs Minuten vor Schluss nahm dann auch Kings-Coach Tyrone Corbin seine Starter vom Feld. Rick Carlisle ließ nur J.J. Barea (15 Punkte, 7/12 FG, 5 Assists) länger als 30 Minuten auf dem Feld.

Die Abwesenheit von Nowitzki glichen die Mavs als Team aus. Gleich fünf Spieler punkteten zweistellig, insgesamt ließ Dallas den Ball gut in den eigenen Reihen laufen (25 Team-Assists). Top-Scorer war ein bärenstarker Monta Ellis, der effektive 21 Punkte (9/16 FG), 6 Assists und 3 Steals in 30 Spielminuten auflegte. Das spannendste Duell des Spiels fand allerdings im Frontcourt statt, wo sich Tyson Chandler (16 Punkte, 7/9 FG, 16 Rebounds) und DeMarcus Cousins (23 Punkte, 8/16 FG, 11 Rebounds) auf höchstem Niveau bekämpften.

Die Mavericks konnten sich neben der eigenen ansprechenden Leistung aber auch auf die Schwächen der Kings verlassen. Wie schon so oft in dieser Saison ging Sacramento viel zu leichtfertig mit dem Ball um und leistete sich 17 Turnover, von denen einige komplett unnötig waren. Auch der Dreier wollte trotz teils völlig offenem Visier nicht fallen (3/21 Dreier). So stand Cousins am Ende wieder komplett alleine da, leistete sich selbst aber auch 6 Turnover. Neben dem Center punktete lediglich Rudy Gay zweistellig. Der traf allerdings auch nur 2 seiner 13 Wurfversuche aus dem Feld (11 Punkte).

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Portland Trail Blazers (34-16) - Phoenix Suns (28-23) 108:87 (BOXSCORE)

Legendenbesuch in Portland. Rasheed Wallace machte einen Abstecher in die alte Heimat und wurde bei seinem Besuch in Portland sehr warm empfangen. Während einer Auszeit wurde der Big Man, der noch zu Zeiten der Jail Blazers in Portland aktiv war, dem Publikum vorgestellt und mit Standing Ovations gewürdigt. Wallace war sichtlich bewegt uns grinste das gesamte restliche Spiel über in die Kamera.

Vielleicht lag es aber auch am Auftritt seines früheren Arbeitgebers. Zwar lieferten sich die Suns und Trail Blazers nicht das erwartete Offensivspektakel und hatte beide lange Zeit Probleme damit, in der Offensive den richtigen Rhythmus zu finden, dafür lebte das Spiel aber von der Spannung. Nie konnte ein Team auf mehr als 10 Punkte davonziehen, bis eben das letzte Viertel anbrach und die Trail Blazers plötzlich damit begannen so gut wie alles zu treffen. Sagenhafte 15 ihrer 22 Feldwurfversuche verwandelten die Blazers, darunter 5 von 6 Dreier.

So gab es in der entscheidenden Phase des Spiels wenig zu holen für die Suns. Dabei hatte vor allen Dingen Nicolas Batum einen glänzenden Abend erwischt. Der Franzose war enorm gut aufgelegt und kam am Ende auf 20 Punkte und 7 Assists. Neben Batum punkteten aber auch alle anderen Starter zweistellig. Damian Lillard kam auf 13 Punkte (6/15 FG), LaMarcus Aldridge (19 Punkte, 13 Rebounds) stellte mit dem 220. Double-Double seiner Karriere einen neuen Franchise-Rekord auf. Center Robin Lopez scheint nach langer Pause wieder auf bestem Wege zu alter Stärke zu sein, was seine 11 Punkte, 12 Rebounds und 4 Blocks bewiesen.

Die Suns dagegen hatte keinen ähnlichen Lauf zu verzeichnen und standen so am Ende bei lediglich 38,6 Prozent verwandelten Feldwürfen. Dazu kamen auch noch 16 Ballverluste. Die Lichtblicke im Team von Jeff Hornacek waren Markieff Morris (18 Punkte, 8/19 FG, 8 Rebounds) und Eric Bledsoe (17 Punkte, 5/10 FG, 7 Rebounds), keine so schwachen Quoten vorwiesen. Sonst punktete kein anderer Suns-Spieler zweistellig. So stand am Ende die dritte Niederlage in Folge.

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