Dallas Mavericks - Toronto Raptors 99:92

Rondo-Zoff bei Comeback-Sieg

Von Martin Gödderz
Mittwoch, 25.02.2015 | 05:27 Uhr
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Mit einem bärenstarken Schlussspurt sichern sich die Dallas Mavericks (39-20) einen enorm wichtigen 99:92-Sieg (BOXSCORE) gegen die Toronto Raptors (37-20), die am Ende des Spiels komplett erschöpft wirken. Rajon Rondo erlebt nach einem heftigen Wortgefecht mit Rick Carlisle fast die komplette zweite Hälfte von der Bank.

Mitte des dritten Viertels wurde es in der Auszeit der Mavs richtig laut zwischen Rick Carlisle und Rajon Rondo. Der Spielmacher, der bis dahin nur wenig zustande gebracht hatte (4 Punkte, 2/6 FG, 4 Assists, 2 Turnover) und sein Coach tauschten wütende Worte miteinander aus. Danach saß Rondo das restliche Spiel über auf der Bank. Ein Denkzettel.

Während der Point Guard auf der Bank hockte, startete Dallas das Comeback und holte dank einer starken Leistung der Bank (42 Punkte) letztlich den Sieg. Dabei glänzten vor allem die Rondo-Vertreter Devin Harris (14 Punkte, 5 Assists, 0 Turnover) und J.J. Barea (13 Punkte, 3 Assists, 3/4 Dreier). Daneben zeigten auch Dirk Nowitzki und Monta Ellis ansprechende Leistungen. Der Deutsche kam auf 18 Punkte (7/18 FG) und 9 Rebounds, Ellis war mit 20 Punkten (8/15 FG) Top-Scorer.

Bei den Raptors, die trotz der Niederlage weiterhin auf dem zweiten Rang der Eastern Conference stehen, war DeMar DeRozan mit 18 Punkten (7/21 FG) bester Punktesammler. Insgesamt punkteten aber sechs Spieler bei den Kanadiern zweistellig. Kyle Lowry (11 Punkte, 4/15 FG) blieb dagegen relativ unauffällig.

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Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Mavericks) über den Rondo-Vorfall: "Wir hatten eine unterschiedliche Meinung. Ich bin der Coach und es war zu der Zeit einfach meine Entscheidung, ihn dann draußen zu lassen. Es hat gut funktioniert. Die anderen Jungs sind eingesprungen. Morgen wird er aber wieder dabei sein. Dafür haben wir ihn hierher geholt."

Dirk Nowitzki (Mavericks): "Solche Sachen wie in der Auszeit sind nie gut. Es ist unglücklich, aber es passiert. Es kommt darauf an, wie das Team auf so etwas antwortet."

Mark Cuban (Besitzer Mavericks): "Basketball ist ein emotionales Spiel, dabei kommen Gefühle halt auch mal raus. Das ist in der Vergangenheit schon häufiger passiert und wird auch in Zukunft passieren."

Dwane Casey (Trainer Raptors): "Die Turnover waren entscheidend. Sie waren brutal und haben zu vielen einfach Korberfolgen geführt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Mavs müssen weiterhin ohne den verletzten Chandler Parsons auskommen. Dafür beginnen erneut Rondo, Ellis, Jefferson, Nowitzki und Chandler. Raptors-Coach Dwane Casey vertraut wie schon zuletzt auf die Startformation bestehend aus Lowry, DeRozan, James Johnson, Amir Johnson und Valanciunas.

5.: Nowitzki beginnt mit einem ganz heißen Händchen. Nach Zuspiel von Ellis verwandelt er den langen Zweier und steht jetzt schon bei neun Punkten. Auf der Gegenseite haben die Mavs aber nicht aufgepasst und Valanciunas kommt zum einfachen Korbleger. So bleibt es bei der knappen 13:10-Führung für Dallas.

11.: Mittlerweile wurde Stoudemire unter großem Applaus eingewechselt. Bislang läuft es aber eher bescheiden für den Neuzugang. Erst versenkt er einen Reboundversuch etwas unglücklich im eigenen Korb, auf der Gegenseite fabriziert er den Airball aus dem Post heraus. 24:21 Raptors.

15.: Jetzt kommt hier Leben in die Bude. Johnson will zum Korb ziehen, doch Barea ist an ihm dran und Harris klaut den Ball ganz clever von der Seite. Er läuft den Fastbreak mit Aminu. Das Ende der Geschichte? Alley-Oop-Dunk von Aminu und eine Auszeit der Raptors, die aber noch immer mit 31:30 führen.

20.: Die lieben Turnover. Dallas schenkt gleich in drei Angriffen in Folge die Kugel leichtfertig her. Die Raptors punkten gerade über den schnellen Lou Williams nach Belieben im Fastbreak. Dann haut Lowry auch noch einen extrem schwierigen Turnaround Jumper rein und schon führt Toronto mit 49:38.

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26.: Dallas kontrolliert den Ball mittlerweile wieder besser und kämpft sich langsam ran. Erst trifft Nowitzki den langen Zweier, dann klaut Chandler Gegenspieler Amir Johnson den Ball und leitet weiter zu Rondo. Der schließt den Fastbreak per Korbleger ab und die Raptors-Führung schmilzt auf 57:53.

31.: Die Mavs versuchen es plötzlich wieder viel zu umständlich in der Offensive und lassen den erneuten Raptors-Lauf zu. Dann aber besinnt man sich aufs Wesentliche. Jefferson mit dem Dreier. Ellis mit dem Dreier und schon ist Dallas wieder im Spiel. Casey nimmt das Timeout bei 66:61 Raptors.

35.: Die Mavs haben defensiv einen Gang höher geschaltet und provozieren nun ihrerseits einige Raptors-Turnover. Im Angriff täuscht Harris den Dreier an, penetriert dann doch und vollendet per Korbleger zum Ausgleich. 71:71.

38.: Im American Airlines Center hält es gerade keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen. Barea nagelt ansatzlos den Dreier rein und bringt die Mavs erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung. Den Raptors gelingt gerade herzlich wenig. 79:77 Mavs.

42.: Nächster Steal der Mavs. Ellis klaut Patterson den Ball und schaltet sofort um. Aminu läuft den Fastbreak mit, erhält den Ball und drückt den Layup rein. In der Arena gibt es kein Halten mehr. Casey nimmt die nächste Auszeit. 91:86 Mavs.

48.: Die Mavs machen ihre letzten beiden Punkte zweieinhalb Minuten vor Schluss durch einen schönen Korbleger von Ellis. Das reicht auch, denn die Raptors haben keinen Sprit mehr im Tank und können keine entscheidenden Aktionen mehr starten. So gewinnt Dallas am Ende mit 99:92.

Dallas Mavericks vs. Toronto Raptors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Devin Harris. Der Point Guard übernahm von der Bank kommend das Kommando von Rondo und hauchte den Mavs in der zweiten Hälfte wieder Leben ein.

Gemeinsam mit dem ebenfalls starken Aminu (12 Rebounds, 2 Blocks) war es Harris, der die Defensive der Mavs auf eine andere Stufe anhob. Bester Beweis dafür sind die 4 Steals des Backup-Spielmachers. Dazu verteilte er 5 Assists ohne sich auch nur einen einzigen Ballverlust zu leisten. Harris war der Leitwolf der starken Mavs-Bank und ist in dieser Form enorm wichtig für Dallas.

Der Flop des Spiels: Rajon Rondo. Fehlende Einstellung in der Defensive, fürchterliche Sprungwürfe (2/6 FG), dumme Turnover und dumme Fouls. Kurzum: Rajon Rondo zeigte gegen die Raptors sein hässlichstes Gesicht und legte sich zu allem Überfluss in der Auszeit auch noch mit seinem eigenen Coach an. Mit Harris und Barea als Spielmacher lief es besser bei den Mavs.

Das fiel auf:

  • Das Wortgefecht zwischen Rondo und Carlisle war zwar der Gipfel, doch Carlisle war schon zuvor während des gesamten Spiels auf 180 und gestikulierte ständig wild an der Seitenlinie. Das Spiel seines Teams gefiel ihm ganz und gar nicht. Man konnte Carlisle verstehen. Die Mavs trafen in der Offensive lange Zeit die falschen Entscheidungen. Es wurde zum Korb gezogen, wenn die Mitte völlig dicht war, es wurde der Dreier genommen, wenn in der Mitte der Mitspieler frei herumstand. Die 20 Turnover kamen nicht von ungefähr.
  • Nach Carlisles Auseinandersetzung mit Rondo schmorte der Point Guard den Rest des Spiels auf der Bank. Das tat dem Spiel der Mavs erstaunlich gut. In der Defensive baute Dallas danach mit Harris mehr Druck auf, vorne funktionierte gerade das Spacing deutlich besser. So gelang das Comeback nach zwischenzeitlichem Rückstand im zweistelligen Punktebereich.
  • Generell standen die Stars und Starter beider Teams auf dem Feld nicht so enorm im Fokus. Zwar machten Ellis und Nowitzki ebenfalls gute Spiele, doch das Duell der Reservisten stand im Fokus. So rissen die Bankspieler beider Teams auch sehr viele Minuten ab. Mit 42:41 Punkten besiegten die Mavs die Raptors auch hier ganz knapp.
  • Dallas profitierte allerdings auch davon, dass die Raptors mit zunehmender Spieldauer müder und unkonzentrierter wurden (12 TO in Halbzeit zwei). Das ist nicht verwunderlich, war es doch das vierte Spiel in den letzten fünf Tagen für die Kanadier, die nun aber zwei Abende Zeit haben, um sich auszuruhen. Der Rückstand war zwei Minuten vor Schluss nicht allzu groß, doch die Raptors ergaben sich ihrem Schicksal und drückten nicht mehr auf die Wende.
  • Amar'e Stoudemire (6 Punkte, 3 Rebounds) machte auch im zweiten Spiel einen guten Eindruck. Nach unglücklichem Beginn saß er längere Zeit draußen, brachte die Mavs aber im letzten Viertel unter dem Korb in Führung. Ein And One des Big Man zu Beginn des Schlussviertels wurde vom Publikum in Dallas frenetisch gefeiert.

Der Spielplan im Überblick

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