Dienstag, 04.11.2014

NBA-Schlaglichter

Nets siegen bei Lopez-Comeback

Brook Lopez steht zum ersten Mal seit fast einem Jahr wieder in einem Pflichtspiel auf dem Feld und überzeugt gleich bei seinem Comeback gegen die Oklahoma City Thunder, bei denen sich schon wieder ein Spieler verletzt. Während die Rockets und Grizzlies weiter unbesiegt bleiben, sorgt Chris Paul für das erste Triple-Double der Saison.

Ein Monster-Dunk zum Comeback! Brook Lopez war gleich wieder gut drauf
© getty
Ein Monster-Dunk zum Comeback! Brook Lopez war gleich wieder gut drauf

Philadelphia 76ers (0-4) - Houston Rockets (4-0) 93:104 (BOXSCORE)

Wo sind die richtigen Gegner? Das fragen sich die Houston Rockets wohl nach dem vierten Saisonsieg und dem damit verbundenen besten Saisonstart seit 1996, als Hakeem Olajuwon noch der bestimmende Mann der Franchise war. Nach den ersten vier Spielen gegen die Lakers, Jazz, Celtics und Sixers bleibt Houston weiter unbesiegt. Was zu Olajuwons Zeiten noch nach einem extrem schweren Auftaktprogramm aussah, ist heute ein einfacher Saisonstart gegen Aufbaugegner.

Auch die 76ers konnten die weiße Weste der Rockets nicht beflecken. Das lag vor allen Dingen an Houstons Franchise-Player der Neuzeit: James Harden. Der Shooting Guard legte eines seiner typischen Spiele hin. Er traf nicht einmal so gut aus dem Feld (7/18 FG), leistete sich 4 Turnover, dominierte das Spiel aber trotzdem mit 35 Punkten als Top-Scorer, weil er eben 4 seiner 8 Dreier und 17 seiner 18 Freiwürfe verwandelte.

Daneben bewies Trevor Ariza erneut, dass er auch mit einem neuen Vertrag in der Tasche noch sehr gut Basketball spielen kann - eine Tatsache, die ihm Experten vor der Saison noch abgestritten hatten. 24 Punkte (6/9 Dreier), 6 Rebounds und 7 Assists legte er an der Seite von Harden auf. Insgesamt trafen die Rockets 16 ihrer 34 Dreierversuche - zu viel für Philadelphia, das wieder in Tony Wroten (20 Punkten, 4 Assists, 5 Steals) seinen Top-Scorer hatte.

"Diese Jungs haben die Chance eines Tages ein gutes Team zu sein. Wir übersehen diese Teams nicht, aber jetzt schauen wir auf San Antonio und Miami", richtete Dwight Howard (11 Punkte, 14 Rebounds, 4 Blocks) seinen Blick auf die beiden nächsten Spiele, welche die ersten wirklichen Prüfsteine für Houston darstellen. 76ers-Coach Brett Brown wird trotzdem nicht unzufrieden sein. Immerhin sah er zwei gute Rookies: Nerlens Noel (10 Punkte, 5 Assists, 6 Steals) und K.J. McDaniels (14 Punkte, 3/4 Dreier) machten gegen die Rockets einen starken Eindruck.

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Brooklyn Nets (2-1) - Oklahoma City Thunder (1-3) 116:85 (BOXSCORE)

Fast ein Jahr ist es her, da stand Brook Lopez zuletzt bei einem Saisonspiel auf dem Court. Im Dezember bestritt der Center sein letztes Spiel für die Nets. Nun feierte Lopez sein Comeback nach langer Verletzung und konnte gegen die Thunder direkt wieder überzeugen. 18 Punkte und 6 Rebounds legte der Big Man auf und glänzte gleich mit einem Monster-Dunk.

"Ich kann es nicht in Worte fassen. Es war einfach großartig wieder dabei zu sein. Die Jungs haben mir es heute aber auch einfach gemacht", meinte Lopez nach dem Spiel. In der Tat machte Brooklyn als Team einen starken Eindruck. Nach dem miserablen ersten Saisonspiel scheinen sich die Nets gefangen zu haben. Gegen die arg dezimierten und von Verletzungen geplagten Thunder lag man schon zur Halbzeit mit 19 Punkten Vorsprung vorne.

Bei Oklahoma City bestand trotz der derben Niederlage zunächst ein kleiner Grund zur Freude. Auch Reggie Jackson gab sein Saisondebüt nach Verletzungspause. Doch Starter Andre Roberson verletzte sich schon im zweiten Viertel, und da die Thunder sonst kaum noch über andere Guards verfügen, stand Jackson auch gleich 42 Minuten auf dem Feld, traf 8 seiner 20 Wurfversuche (23 Punkte), leistete sich 7 Turnover und spielte nach eigener Aussage "wirklich schrecklich".

Spätestens nach der Verletzung von Roberson wirkten die Thunder leicht demoralisiert. Brooklyn dagegen leistete sich wenige Fehler (8 Turnover), punktete effektiv (52,4 Prozent Feldwurfquote) und konnte sich neben Lopez vor allem auf Alan Anderson (18 Punkte, 7/8 FG) und Deron Williams (17 Punkte, 9 Assists) verlassen.

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Memphis Grizzlies (4-0) - New Orleans Pelicans (1-2) 93:81 (BOXSCORE)

Die Grizzlies bleiben neben den Rockets und Warriors das einzige unbesiegte Team in der Western Conference. Dafür gab es nach dem Spiel zwei Erklärungen. Die eine hatte Anthony Davis, der die Niederlage der Pelicans an der eigenen Leistung festmachte und betonte: "Wir haben schrecklich geworfen. Es ist einfach kein Wurf gefallen, der Ball wollte einfach nicht in den Korb gehen." Der Power Forward selbst hatte nach seinem überragenden Saisonbeginn auch Probleme und kam nur auf 14 Punkte und 8 Rebounds.

Davis Aussage ist allerdings vielleicht etwas zu einfältig. Die Pelicans haben nicht nur einfach nicht getroffen, sie erstickten an der wieder einmal hervorragenden Defensive der Bären. Memphis ließ gerade einmal eine Wurfquote von 33,7 Prozent zu, jeder Wurf der Pelicans wurde hart verteidigt und so gab Grizzlies-Coach Dave Joerger die vielleicht schlüssigere Erklärung ab: "Wir waren sehr körperlich. Wir hatten unsere Hände und Körper immer an den Leuten. Das war entscheidend."

Dabei lief auch für Memphis in der Offensive nicht alles gut. Die Schwäche aus der Distanz wurde einmal mehr deutlich. Nur 4 von 14 Dreiern trafen die Grizzlies. Dafür punkteten aber alle Starter zweistellig. Allen voran wieder Marc Gasol. Der Spanier kam am Ende mit 16 Punkten und 11 Rebounds auf ein Double-Double, ebenso wie Tony Allen (12 Punkte, 11 Rebounds) und Frontcourt-Kollege Zach Randolph (15 Punkte, 11 Rebounds).

So kämpften sich die Grizzlies zum nächsten Sieg. Dabei war der Knackpunkt bereits das erste Viertel, als Memphis nur 13 Punkte der Pelicans zuließ und New Orleans so schon entnervte. Top-Scorer des Spiels war mit Tyreke Evans (21 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) trotzdem ein Pelikan.

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Seite 2: Chris Paul sorgt für erstes Triple-Double

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