Donnerstag, 16.10.2014

Preseason, 12. Spieltag

Cavs dank James weiter unbesiegt

Weil Irving weiter ausfällt und Love sich zurückhalt, tritt LeBron James erstmals als Top-Scorer der Cavaliers auf und führt Cleveland zum Sieg. Während Stan van Gundy die Detroit Pistons extrem groß aufstellt, ist bei den Wizards Zeit für Ottomatic und Toronto besiegt die Celtics in letzter Sekunde.

Mit 26 Punkten führte LeBron James (m.) seine Cavaliers zum vierten Sieg in der Preseason
© getty
Mit 26 Punkten führte LeBron James (m.) seine Cavaliers zum vierten Sieg in der Preseason

Charlotte Hornets - Detroit Pistons 84:104 (BOXSCORE)

Punkte: Gary Neal (20) - D.J. Augustin (16)

Rebounds: Kidd-Gilchrist, Jefferson (je 7) - Andre Drummond (14)

Assists: Pargo, Stephenson (je 3) - Brandon Jennings (9)

Die einen Trainer nutzen die Preseason, damit sich die Startformation einspielen kann, die anderen Trainer probieren lieber viel aus, um ihre optimale Starting Five zu finden. Pistons-Coach Stan van Gundy gehört definitiv zu letzterer Kategorie. Im vierten Vorbereitungsspiel stand bereits zum vierten Mal eine andere Formation von Beginn an auf dem Parkett und gegen Charlotte wurde es besonders abenteuerlich.

Mit Brandon Jennings stand nur ein Guard in der Anfangsformation. Neben ihm liefen Martin, Smith, Monroe und Drummond gemeinsam auf. Das Konzept funktionierte. Jennings bediente seine Big Men sehr ordentlich (9 Assists) und die Pistons dominierten die Hornets an den Brettern nach Belieben. Das Reboundduell ging mit 58:36 sehr deutlich nach Detroit. Drummond (15 Punkte, 14 Rebounds) und Smith (14 Punkte, 10 Rebounds) taten sich mit Double-Doubles besonders hervor.

Bei den Hornets lief bei der zweiten Preseason-Niederlage dagegen wenig zusammen. Bis auf Gary Neal (5/9 FG, 20 Punkte) legte kein Spieler im Team von Coach Steve Clifford vernünftige Quoten auf. Insbesondere Lance Stephenson (2/10 FG, 8 Punkte), Brian Roberts (4/13 FG, 10 Punkte) und Jannero Pargo (6 Punkte, 3/11 FG) hatten enorme Probleme.

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Washington Wizards - Maccabi Haifa 101:95 (BOXSCORE)

Punkte: Otto Porter Jr. (19) - Dagan Yivzori (23)

Rebounds: Kevin Seraphin (12) - Alex Chubrevich (7)

Assists: Andre Miller (6) - Angley, Stitt (8)

Zeit für ein wenig Ottomatic in Washington. Weil Paul Pierce und Nene eine Pause erhielten, durfte Otto Porter Jr. von Beginn an ran. Der Small Forward verpasste aufgrund von Verletzungsproblem bekanntlich große Teile seiner Rookiesaison, deutete aber bereits in der Summer League an, dass die Wizards keinen ganz schlechten Mann an dritter Stelle des NBA Drafts 2013 gezogen haben.

Gegen Maccabi Haifa gab es die nächste Kostprobe. 19 Punkte (7/13 FG), 8 Rebounds, 4 Assists und 4 Steals legte Ottomatic gegen die Israelis auf. Haifa spielte so, wie man das von einer europäischen Mannschaft gewöhnt ist. Sie hatten zwar Nachteile hinsichtlich Größe und Athletik (Reboundduell: 50:35 für die Wizards), machten es Washington aber dank exzellenter Quote aus der Distanz lange schwer. 57,1 Prozent ihrer Dreier verwandelten die Israelis, vor allem Dagan Yivzori (7/8 Dreier) lief enorm heiß.

Das Gegenbeispiel gab es bei den Wizards. Dort versuchte es Xavier Silas abenteuerliche 12 Mal aus der Distanz, traf aber nur 3 Dreier. Effektiver spielte dagegen Kevin Seraphin, der von der Bank kommend ein starkes Double-Double (18 Punkte, 12 Rebounds) auflegte und so neben Porter einer der Hauptgründe für den vierten Wizards-Sieg im fünften Vorbereitungsspiel war.

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Orlando Magic - Flamengo 106:88 (BOXSCORE)

Punkte: Nikola Vucevic (20) - Marcelinho Machado (20)

Rebounds: Nikola Vucevic (11) - Carlos Rodrigues (8)

Assists: Payton, Ridnour (je 5) - Nicolas Laprovittola (9)

Die Magic zeigen sich weiterhin in guter Frühform und sammelten durch den Sieg gegen Flamengo bereits den dritten Presesaon-Sieg im vierten Spiel. In einem typischen Vorbereitungsspiel mit vielen Abstimmungsschwierigkeiten und Fehlern auf beiden Seiten (Turnoververhältnis 23:20) konnte sich Orlando auf Center Nikola Vucevic verlassen, der das Team von Jacque Vaughn mit einem Double-Double zum Sieg führte.

Noch erfreulicher dürfte für die Verantwortlichen in Orlando aber sein, dass sich Aaron Gordon so langsam besser zurechtfindet. Mit 15 Punkten (7/13 FG) und 9 Rebounds zeigte der Rookie, den die Magic an vierter Stelle im diesjährigen Draft gezogen hatten, seine wohl beste Leistungs im Magic-Jersey. Sein Rookie-Kollege Elfrid Payton erlebte dagegen ein eher wechselhaftes Spiel, 5 Assists standen auch 6 Turnover gegenüber.

Im mit etlichen WM-Spielern bestückten Kader von Flamengo stach Brasilien-Star Marcelinho Machado heraus. Der Small Forward legte 20 Punkte auf. Nicolas Laprovittola, der bereits bei der WM für Argentinien ansprechende Leistungen gezeigt hatte, machte mit 15 Punkten und 9 Assists auf sich aufmerksam.

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Cleveland Cavaliers - Indiana Pacers 98:93 (BOXSCORE)

Punkte: LeBron James (26) - Chris Copeland (16)

Rebounds: Tristan Thompson (9) - Ian Mahinmi (7)

Assists: Matthew Dellavedova (4) - Hill, Watson (je 5)

Im Cintas Center der Xavier Universty erwartete vor allen Dingen David West ein warmer Empfang. Mit "Welcome home, David" Bannern begrüßte man in Cincinnati den ehemaligen Musketeers-Star, der Xavier in seinen vier Jahren am College zu 94 Siegen führte. West übernahm in seiner alten Heimat auch gleich viel Verantwortung und kam am Ende auf 15 Punkte (7/18 FG) und 5 Rebounds an früherer Wirkungsstätte.

Die Rückkehr von LeBron James in seine alte Heimat war bekanntlich von etwas größerer medialer Aufmerksamkeit geprägt. Beim knappen Sieg gegen die Pacers stach James erstmals seit seinem Comeback für die Cavaliers als Top-Scorer heraus. Cleveland war wieder ohne den angeschlagenen Kyrie Irving angetreten. Kevin Love hielt sich außerdem merklich zurück (1/6 FG in 17 Spielminuten), so dass der Small Forward die Scoring-Last alleine schultern musste.

Das tat James mit der bekannten Effektivität. 9 seiner 12 Wurfversuche traf der vierfache MVP und hatte so am Ende 26 Punkte auf seinem Konto. Bei den Pacers überzeugte neben West nur Chris Copeland (16 Punkte, 4 Rebounds) von der Bank. Doch auch Indiana konnte den neu formierten Cavaliers nicht die erste Preseason-Niederlage der Saison zufügen. So bleibt die Weste von James, Love und Co blütenweiß.

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Boston Celtics - Toronto Raptors 89:92 (BOXSCORE)

Punkte: Marcus Thornton (17) - Jordan Hamilton (16)

Rebounds: Jared Sullinger (10) - Johnson, Ross, Vasquez (je 5)

Assists: Evan Turner (6) - Hamilton, Vasquez, Fields (je 3)

Spannung pur in Maine. In der Cross Insurance Arena von Portland lieferten sich die beiden Teams bis zum Schluss einen offenen Schlagabtausch. Als alles bereits auf eine Overtime hinauslief, verwandelte Lou Williams 0,6 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier und führte die Raptors so zum Sieg.

Zuvor hatte sich Marcus Thornton im letzten Viertel in einen Rausch gespielt. In einer Zeitspanne von gerade einmal dreieinhalb Minuten erzielte der Shooting Guard 12 seiner 17 Punkte und hielt die Celtics so im Alleingang im Spiel. Neben Thornton überzeugte bei Boston nur Tyler Zeller (13 Punkte, 6/6 FG, 3 Blocks). Rookie Marcus Smart spielte wechselhaft (11 Punkte, 3/8 FG), 3 Assists, 6 Turnover).

Bei den Raptors stand Rookie Bruno Caboclo in der Starformation. Der Brasilianer zeigte in 13 Minuten Einsatzzeit, dass die Expertenmeinung, er sei noch ein sehr rohes Talent, nicht falsch ist. Der Small Forward traf keinen seiner 4 Wurfversuche und blieb bei 0 Punkte und 3 Rebounds.

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