Montag, 10.02.2014

NBA-Schlaglichter

Clippers zerstören Philadelphia

Die Los Angeles Clippers begeistern beim Comeback von Chris Paul mit purer Dominaz gegen die Philadelphia 76ers. Die Dallas Mavericks gewinnen auch in Boston und verbessern ihre Position im Playoff-Rennen. Nach den Thunder schockt Orlando mit den Pacers das nächste Topteam. Brooklyn verteidigt, wie lange nicht mehr. Cleveland besiegt die Grizzlies, Washington Sacramento.

Vor allem Blake Griffin (M. ) dürfte sich über die Rückkehr von Chris Paul freuen.
© getty
Vor allem Blake Griffin (M. ) dürfte sich über die Rückkehr von Chris Paul freuen.

Boston Celtics (18-34) - Dallas Mavericks (31-21) 91:102 (BOXSCORE)

Natürlich ist Defense wichtig. Wer nichts trifft, gewinnt allerdings auch nichts. Und die Celtics hatten wahrlich Probleme mit ihrem Wurf. 92 Mal drückten sie ab, nur 33 Mal sprangen am Ende auch Punkte heraus. Dennoch hatte Boston in der ersten Hälfte noch gut mitgehalten, lag zu Beginn der zweiten Hälfte nur mit 6 zurück.

Dann hatten die Mavs jedoch lang genug zugesehen. Mit 28-18 entschied Dallas das dritte Viertel für sich und gewann am Ende erstmals in dieser Saison auch sein fünftes Spiel in Folge. Dirk Nowitzki hatte zwischenzeitlich zwar Probleme mit seinem Wurf, war am Ende aber dennoch Topscorer der Partie (20 Punkte, 7/16). Jose Calderon steuerte 18 Zähler bei (7/13). "Wir wollen noch weiter nach oben", erklärte Nowitzki Dallas' Ziele. "Wenn man auf die Tabelle blickt, trennen Platz 5 und 8 nur ein paar Spiele. Wir wollen weiter Druck machen."

Rajon Rondo, der das letzte Spiel aufgrund kleinere Probleme am operierten Knie ausgesetzt hatte, war wieder dabei, hielt sich jedoch merklich zurück - und hätte dennoch beinahe ein Triple-Double aufgelegt (15 Punkte, 12 Assists, 8 Rebounds). Auch Karriere-Assist Nummer 4.000 hatte Rondo in petto. Für den vierten Celtics-Sieg in Serie war allerdings auch das nicht genug.

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Brooklyn Nets (23-26) - New Orleans Pelicans (22-28) 93:81 (BOXSCORE)

Damit hatten die Nets wohl selbst nicht gerechnet. So gut hatten sie schließlich bereits seit acht Jahren nicht mehr verteidigt - und damals waren sie noch in New Jersey beheimatet. Während der ersten 24 Minuten gestattete Brooklyn New Orleans lediglich 28 Punkte. Dasselbe Schicksal hatte am 27. November 2005 letztmals die Lakers ereilt.

Hätten die Nets sich nicht auf ihre Bank verlassen können, all die Defense-Mühen wären jedoch vergebens gewesen. Kein einziger Starter scorte zweistellig. Deron Wiillams nicht (9 Punkte), Joe Johnson nicht (8), auch Paul Pierce (9), Kevin Garnett (6) oder Shaun Livingston (2). Dafür setzte Rookie Mason Plumlee mit 22 Punkten eine neue Karrierebestmarke. "Als Bank ist es unser Job, dort rauszugehen und das Spiel zu beeinflussen", erklärte Jason Terry. "Das haben wir heute gemacht und Jason Kidd hat uns mit viel Spielzeit belohnt."

Mirza Teletovic und Alan Anderson steuerten jeweils 13 Zähler bei und halfen so mit, ein weiteres Schlussviertel-Comeback der Pelicans zu verhindern. Die versuchten, angeführt von Anthony Davis (24 Punkte, 9 Rebounds), zwar alles, um den achten Sieg aus den letzten elf Spielen doch noch einzufahren, mussten der schwachen ersten Hälfte allerdings Tribut zollen.

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Cleveland Cavaliers (18-33) - Memphis Grizzlies (27-23) 91:83 OT (BOXSCORE)

Wie bereits die Hawks zwang Memphis auch Cleveland sein Spiel auf. Heißt: Viel Defense. Wenig Tempo. Wenige Punkte. Also ging es mit schwindelerregenden 78:78 in die Verlängerung. Dort machte Luol Deng allerdings schnell deutlich, dass die Cavs ab sofort nicht mehr nach Grizzlies-Regeln spielen würden.

Zum Auftakt versenkte der Ex-Bull einen Dreier und bereitete Cleveland damit den Weg. Einen Weg, der mit einem krachenden Waiters-Dunk, der die Quicken Loans Arena zum Explodieren brachte, seinen Höhepunkt und durch Kyrie Irvings vier verwandelte Freiwürfe seinen erfolgreichen Abschluss fand.

Auch dank der 28 Punkte ihres Playmakers gewannen die Cavs damit nicht nur auch ihr zweites Spiel nach der Entlassung von GM Chris Grant, sie verließen gleichzeitig bereits zum fünften Mal in dieser Saison eine Overtime als Sieger.

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Orlando Magic (16-37) - Indiana Pacers (39-11) 93:92 (BOXSCORE)

Vielleicht sollten sich Topteams ab sofort Gedanken machen, ob sich eine Reise nach Orlando für sie denn tatsächlich lohnt. Nach den Thunder am Freitag hat es nun schließlich auch die Pacers erwischt. Dabei hätte es Indiana sicherlich nicht so weit kommen lassen müssen.

Bis auf 17 Punkte hatte das Topteam des Ostens seinen Vorsprung im dritten Viertel ausgebaut. Sogar das Comeback der Magic, das Orlando im Schlussabschnitt zwischenzeitlich mit 8 führen ließ, hatte man gekontert, sodass sich Paul George 9 Sekunden vor dem Ende tatsächlich noch die Chance zum Gamewinner bot.

Die Pacers hatten soeben einen Inbound-Pass von Nikola Vucevic (19 Punkte, 13 Rebounds) abgefangen, doch George wollte es erzwingen. Gegen drei Verteidiger setzte er zum Jumper an und wurde schließlich von Glen Davis geblockt. So wurde nicht der MVP-Kandidat (27 Punkt) zum großen Helden, sondern ein Rookie. Victor Oladipo (23 Punkte) war mit 13 Zählern im Schlussviertel ausgerechnet in den finalen Minuten nämlich kaum zu kontrollieren.

"Sie haben plötzlich mit mehr Energie gespielt", sagte Pacers-Coach Frank Vogel. "Damit müssen wir umgehen können. Im dritten Viertel gab es eine Phase, in der wir hätten davonziehen können. Während einiger Possessions waren wir ein wenig leichtsinnig. Das hat sich gerächt."

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Washington Wizards (25-25) - Sacramento Kings (17-34) 93:84 (BOXSCORE)

Die Wizards und die 50-Prozent-Marke. Oft liegen sie drunter, ganz selten drüber - nun haben sie sie mal wieder erreicht. Dass Washington die Kings besiegte und seine Bilanz damit wieder ausglich, lag einerseits sicherlich an der eigenen Leistungen. Andererseits wurde der Erfolg auch von den Totalausfällen Rudy Gay und DeMarcus Cousins begünstigt.

Eigentlich für einen nicht unwesentlichen Teil von Sacramentos Punkten zuständig, lief bei den beiden Scorern diesmal überhaupt nichts zusammen. Zusammen trafen sie gerade einmal 5 (!) von 27 Würfen und standen damit sinnbildlich für das gesamte Team. Insgesamt trafen die Kings nämlich nur 35,4 Prozent ihrer Würfe und nur 2 von 11 Dreiern.

Angesichts der Reboundüberlegenheit (49:38) wäre ein Comeback dennoch möglich gewesen. Durch einen 14:2-Run verkürzte Sacramento tatsächlich noch einmal, zum Sieg reichte es am Ende jedoch nicht mehr.

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Los Angeles Clippers (36-18) - Philadelphia 76ers (15-37) 123:78 (BOXSCORE)

Dass die Clippers mit Chris Paul besser sind, als ohne, dass dürfte jedem klar sein. Aber so gut? Das Auftreten der Clippers als dominant zu beschreiben wäre fast noch untertrieben. Nicht nur hielten sie die komplett überforderten Sixers bei einer miserablen Quote von 27 Prozent aus dem Feld, sondern trafen dagegen selber 56,2 Prozent ihrer Würfe und holten 15 Rebounds mehr als der Gegner.

Als wäre das für Philadelphia noch nicht genug der Demütigung, stellten die Clippers auch noch einen neuen Franchise-Rekord auf: Mit 45 Punkten Unterschied konnte noch kein Team der Clippers gewinnen. Bereits nach dem ersten Viertel war die Messe so gut wie gelesen als CP3 und Co eine 46:15 Führung herausspielten. Mitte des dritten Viertels erreichte die Punktedifferenz dann mit 56 (89:33) ihren Höhepunkt.

Chris Paul stand übrigens 23 Minuten auf dem Court und zeigte mit sieben Punkten und acht Assists recht ansprechende Leistungen. "Er gibt den Ton an. Seine Energie und die spielerische Qualität, die er mitbringt, macht jeden von uns besser", lobte Jamal Crawford seinen Point Guard nach dem Spiel.

Die Highlights waren dabei definitiv seine Alley-Oop-Pässe auf Blake Griffin, der zwei Mal hintereinander mit Windmill-Dunks das Publikum verzauberte. Über die Rückkehr von Chris Paul dürften sich also nicht nur die Clippers-Fans freuen.

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