L.A. Clippers - Indiana Pacers 100:105

Indy kommt mit blauem Auge davon

Von Philipp Dornhegge
Montag, 02.12.2013 | 00:36 Uhr
DeAndre Jordan und Roy Hibbert lieferten sich ein abwechslungsreiches Duell unter den Körben
© Getty
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Die Indiana Pacers (16-1) sind weiterhin nicht zu stoppen. Auch die L.A. Clippers (12-6) konnten den Lauf der Mannschaft von Coach Frank Vogel nicht beenden und verloren daheim 105:100 (BOXSCORE). Paul George avancierte mit 27 Punkten zum Topscorer der Partie.

Der MVP-Kandidat tauchte allerdings im entscheidenden vierten Viertel ab und warf nur noch Fahrkarten, auch der bis dahin so starke David West (24 Punkte, 12 Rebounds) war nicht mehr so auffällig.

Stattdessen war es George Hill, der 7 seiner 11 Punkte (dazu 6 Assists) im Schlussabschnitt erzielte. Dazu kamen Roy Hibbert auf 19 und Lance Stephenson auf 7 Punkte, 10 Rebounds und 6 Assists.

Bei den Clippers erreichten Chris Paul (17 Punkte, 10 Assists), Blake Griffin (16 Punkte, 12 Rebounds) und DeAndre Jordan (11 Punkte, 12 Rebounds) Double-Doubles, Jamal Crawford erzielte 20 Zähler.

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Die Reaktionen:

Paul George (Pacers): "Wir wissen, dass wir besser werden können. Wir sind in der Offensive noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Das ist der nächste Schritt. Die Defense passt, auch in der Transition, als Team spielen wir gut zusammen. Dieser Sieg war groß. Wir wussten vorher, dass wir darum würden kämpfen müssen."

Roy Hibbert (Pacers): "Wir mögen Herausforderungen, und das heute war eine richtig große. Die Clippers werden beim Kampf um die Conference Finals ein Wörtchen mitreden, insofern mussten wir uns richtig reinhängen und es erzwingen. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns."

J.J. Redick (Clippers) über seine Verletzung: "Die Bänder sind in Ordnung, es wird also keine OP nötig sein. Aber die Knochenfragmente machen mir zu schaffen und verursachen Schmerzen. Ich bin total frustriert, weil es so gut lief und ich in den ersten 17 Spielen unglaublichen Spaß hatte."

Chris Paul (Clippers): "Ich hatte am Ende zwei gute Würfe, mit denen ich den Ausgleich machen und den Druck auf den Gegner erhöhen kann. Ich sauer und von mir selbst angekotzt, dass ich den Wurf, den ich haben wollte, nicht verwandelt habe."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Clippers erhielten kurz vor Spielbeginn eine Hiobsbotschaft: Redick wird mit einem Handbruch sechs bis acht Wochen ausfallen, dabei war der Shooter gerade so wahnsinnig gut drauf.

Immerhin kann Paul (Adduktoren) spielen und starten - an der Seite von Green, Dudley, Griffin und Jordan.

Die Pacers sind in Topform und Bestbesetzung (minus Granger). Wie immer starten Hill, Stephenson, George, West und Hibbert.

9.: Johnson ist hier der erste Mann, der von der Pacers-Bank kommt - und sofort nagelt der Flügelspieler einen Dreier rein. Bei den Pacers läuft alles nach Plan, 20:13 für die Gäste.

12.: Bullock mit einem Dreier für die Clippers, der den Gastgeber zurück ins Spiel bringt. Aber das ist ganz stark: George fackelt auf der anderen Seite nicht lang und nagelt seinerseits einen Distanzwurf rein. 29:20 Pacers.

17.: Crawford zieht zum Korb, zieht das Doppel auf sich und steckt super auf Hollins durch, Slam Dunk, die Clippers sind dick im Geschäft! 33:30 Pacers.

21.: Eine Sequenz, die den Unterschied in Sachen Spielstil deutlich macht: Die Clippers mit einem spektakulären Alley-Oop (Paul auf Jordan), auf der anderen Seite kontert Hibbert mit einem schnöden Hakenwurf. Unterm Strick ist das Spiel weiter offen, 40:37 Pacers.

24.: Nach einer Shot Clock Violation haben die Pacers noch mal gut 4 Sekunden, um etwas zu reißen. Hibbert bekommt den Ball an der Dreierlinie, weiß nicht wohin, hält einfach drauf - daneben. Aber der Abpraller fällt West drei Meter vom Korb entfernt genau in die Hände. Schuss, Treffer, 53:47-Führung zur Halbzeit!

28.: Klasse Antizipation von George. Der Flügel spritzt in einen Pass von Paul, geht auf und davon und stopft. 61:53 Pacers, guter Start der Gäste in die zweite Hälfte.

33.: Riesenaktion von Paul! Der Spielmacher zieht zum Korb, stoppt plötzlich ab und steigt zum Off-Balance-Jumper hoch. Der Wurf sitzt, gleichzeitig zieht er ein (fragwürdiges) Foul. Das ist Georges drittes - nicht unwichtig. Trotzdem steht es nur 63:74 aus Sicht der Clippers.

36.: Wow, einfach wow! Griffin fängt einen Pass auf West ab, spielt einen Behind-the-Back-Pass mit der linken Hand auf Bullock, und der kann per Layup abschließen. Das Publikum tobt, aber wieder kontern die Pacers eiskalt: Watson jagt den nächsten Dreier rein, 82:72.

40.: Nach einem 3/13-Field-Goals-Start taut Crawford auf: Der Edelreservist trifft erst zwei kurze Jumper, dann auch noch einen Dreier. Bei 84:91 aus Sicht des Gastgebers ist hier noch alles drin...

44.: Miserabler Pass von Hill, Crawford ist da und klaut die Kugel. Collison bekommt den Ball, ist auf und davon - und gleicht per Dunk aus! 94:94, das kann was werden.

48.: Bei 100:102 müssen die Clippers einen Angriff der Pacers stoppen, um die Chance auf den Ausgleich zu bekommen. George vergibt wie gewünscht seinen Wurf, doch Hibbert ist zur Stelle und sichert den Rebound. Nach einem versemmelten Freiwurf von Stephenson ist es West, der noch mal den Ball sichert! Hill macht an der Linie alles klar.

L.A. Clippers vs. Indiana Pacers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Roy Hibbert und George Hill. Eigentlich war nach drei Vierteln alles angerichtet für Paul George und David West, beide spielten grandiosen Basketball. Lance Stephenson ist gerade sowieso Everybody's Darling. Doch am Ende waren es die beiden anderen Starter, die das Spiel für die Pacers nach Hause brachten.

Während George und West nur noch Fehlwürfe zustande brachten, als die Clippers an ihrem Comeback schraubten, erzielten Hill (7) und Hibbert (9) 16 der 21 Gästepunkte im letzten Viertel. Am Ende standen sie zusammen bei 30 Punkten, 13 Rebounds, 8 Assists und 9/10 Freiwürfen.

Der Flop des Spiels: Blake Griffin. 16 Punkte und 12 Rebounds, das hört sich zunächst nach einem soliden Abend an.

Doch auf der einen Seite war da das klar verlorene Matchup gegen David West, bei dem er phasenweise in der Defense wie ein Schuljunge aussah. Zum anderen war er wie DeAndre Jordan am Ende nicht in der Lage, bei den Fehlwürfen der Pacers die Rebounds zu sichern.

Und darüber hinaus vertändelte Griffin, der sonst zwei der sichersten Hände der Liga hat, gleich mehrfach in aussichtsreicher Position den Ball (5 Turnover).

Das fiel auf:

  • Trotz seiner Probleme mit den Adduktoren lief Chris Paul auf - und von Anfang an lief bei den Clippers wie gewohnt alles über den MVP-Kandidaten. In den ersten elf Spielminuten gelangen den Clippers sieben Field Goals. Drei machte Paul selbst, zu den anderen vier gab er jeweils den Assist. In der zweiten Hälfte aber schien Paul wieder Probleme zu bekommen. Darren Collison spielte viel, während Paul auf dem Rad seine Muskeln warm halten wollte. Der Jumper zum möglichen Ausgleich war einer, den er sonst im Schlaf verwandelt.
  • Reggie Bullock fasst bei den Clippers in den letzten Wochen immer besser Fuß und dürfte sich in Abwesenheit von J.J. Redick (und Matt Barnes) auf noch mehr Spielzeit einstellen. Mit einem aggressiven Start setzte er sofort das richtige Zeichen und bewies, dass er bereit ist. Schon nach wenigen Minuten Einsatzzeit hatte der Rookie sein vorheriges Career-High (6) eingestellt, drei Minuten vor der Pause war er mit 8 Zählern zwischenzeitlich Topscorer der Clippers.
  • Paul George spielte in der ersten Hälfte viel abseits des Balls, ließ George Hill und vor allem Lance Stephenson viel Aufbauarbeit machen. Das machte den amtierenden Most Improved Player aber nicht weniger einflussreich. Im Gegenteil: George minimierte Fehler, maximierte dafür den Ertrag. Besonders treffsicher war George von jenseits der Dreierlinie (3/4). Schon zur Halbzeit stand der MVP-Kandidat bei 18 Punkten.
  • Neben Chris Paul und Paul George wurde vor allem das Center-Duell der Shotblocker DeAndre Jordan und Roy Hibbert mit Spannung erwartet. Beide egalisierten sich aber weitgehend gegenseitig, stattdessen war David West der auffälligste Big Man. Mit seinem fintenreichen Spiel im Post und an der Freiwurflinie erklärte er die deutlich stärkere Athletik von Blake Griffin für null und nichtig.
  • Lange Zeit war man geneigt zu sagen, dass die Pacers ihren Killerinstinkt entdeckt haben. Was dem Team in den letztjährigen Playoffs zu fehlen schien, zeigten sie drei Viertel lang gleich mehrfach, als sie Big Points der Clippers immer wieder eiskalt mit Dreiern konterten. Doch im vierten Viertel war das alles wie weggeblasen. Plötzlich ging nichts mehr, am Ende bettelte der Gast quasi um den Ausgleich. Letztlich war der Sieg eher glücklich.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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