Montag, 11.11.2013

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"Iguodala kann immer explodieren"

Nach dem imposanten Comeback von Russell Westbrook gilt es, die Oklahoma City Thunder neu zu bewerten. Zu was ist Andrew Bynum noch in der Lage. Und welcher Spieler oder welches Team hat bislang überzeugt? Die Vertreter der internationalen NBA-Destinationen diskutieren.

Andre Iguodala wechselte vor der Saison von den Denver Nuggets in die Bay Area
© getty
Andre Iguodala wechselte vor der Saison von den Denver Nuggets in die Bay Area

Welchen Eindruck macht Andrew Bynum auf euch? Was bedeutet es für die Chancen der Cavs, wenn er die ganze Saison gesund bleiben sollte?

Philipp Dornhegge, NBA Deutschland: Er hat selbst gesagt, dass er bei jeder Bewegung einen Stich in seinem Knie spürt und die Explosivität nicht da ist, aber seine Wirkung ist unbestreitbar. Wenn er gesund bleibt - und das ist ein großes "Wenn" - dann sind die Cavs ohne Zweifel sehr viel besser und tiefer. Für mich waren sie ohne viel Spielzeit für Bynum ein Anwärter auf die letzten Playoff-Plätze. Mit ihm sollten sie eigentlich besser als Milwaukee sein.

Davide Chinellato, NBA Italia: Als Andrew Bynum die Lakers verließ, war er hinter Dwight Howard der zweitbeste Center der Liga. Mit dem Spieler bei den Cavaliers hat diesem Bynum nur den Namen gemeinsam. Man sieht ihm an, dass er eine ganze Saison verpasst hat und seine Knie noch nicht in Ordnung sind. Wenn er gesund ist, sind die Cavs im Rennen um den 6. Platz im Osten. Aber ich bezweifle, dass er noch einmal ansatzweise so gut sein wird wie 2012.

Stefanos Triantafyllos, NBA Greece: Wenn er gesund ist, ist Andrew Bynum ein dominanter Post Player. Jedes NBA-Team wird besser, wenn es eine solche Dimension bekommt. In diesem Fall sprechen wir über die Cavs, ein junges Team mit einem Superstar-Point Guard (Irving) und ein paar soliden Rollenspielern wie Anderson Varejao, Jarrett Jack oder Tristan Thompson. Absolut: Bynum kann den Unterschied ausmachen.

Fran Blinebury, NBA.com:Wie Bynum selbst schon gesagt hat: Er ist nicht mehr so athletisch und explosiv und wird es vielleicht auch nie wieder sein. Aber wenn er konstant stärker wird und irgendwann 25 Minuten pro Spiel machen kann, dann bleiben die Cavs im Rennen um den "Opferplatz" Nummer 8 im Osten.

Jeff Caplan, NBA.com: Er macht den Eindruck, den man von ihm erwarten konnte, würde ich sagen. Auf mich wirkt er wie jemand, der sich jederzeit dessen bewusst ist, dass er sich in Sachen Explosivität nicht mehr auf seine Knie verlassen kann. So ähnlich wie ein Amar'e Stoudemire. Wenn er es schafft, einigermaßen schmerzfrei zu spielen, dann kann er eine Waffe von der Bank sein - immerhin ist er 2,13 Meter groß und 130 Kilo schwer - oder sogar ein Mismatch-Alptraum für andere Reservisten. Seine technischen Fähigkeiten kommen ihm dabei zu Gute. Er kann immer noch effektiv sein, ohne dabei unbedingt auch explosiv sein zu müssen. Das ist etwas, das Center wie Dwight Howard nicht von sich sagen können.

John Schuhmann, NBA.com: Er macht einen sehr großen Eindruck. Ehrlich, zuerst habe ich mich wieder daran erinnert, wie riesig er ist. Das allein ist in der Defensive und am Brett ein Plus, selbst wenn er noch nicht in Topform ist. Außerdem sieht er noch ziemlich eingerostet aus. Aber jede Einsatzminute von Bynum hilft dabei, Andersen Varejao im Hinblick auf die Playoffs zu schonen, und das könnte fast genauso wichtig sein wie seine eigene Leistung. Und wenn er im Januar in relativ guter Form ist, dann haben die Cavs eine sehr starke Frontcourt-Rotation und eine gute Chance auf die Playoffs.

Seite 2: Westbrook ist zurück! Gewinnt OKC den Westen?

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