Miami Heat - Atlanta Hawks 104:88

Miami siegt im Schongang

Mittwoch, 20.11.2013 | 04:44 Uhr
Chris Bosh war gegen die Atlanta Hawks der Topscorer der Miami Heat
© getty
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Die Miami Heat (8-3) haben mit einer souveränen Vorstellung einen ungefährdeten 104:88-Heimsieg (BOXSCORE) gegen die Atlanta Hawks (6-5) eingefahren. LeBron James hielt sich über weite Teile zurück. Auf Hawks-Seite kam Dennis Schröder nur rund fünf Minuten zum Einsatz.

Atlanta konnte nur anfangs mithalten. Mitte des zweiten Viertels zogen die Heat dann vor allem defensiv an und forcierten viele Turnover bei den Hawks. Am Ende verlor Atlanta 24 Mal den Ball.

Chris Bosh war mit 19 Punkten Topscorer der Heat. Ray Allen erzielte von der Bank kommend 17 Punkte. LeBron James lieferte ein unauffälliges Spiel ab und erzielte 13 Punkte, 6 Rebounds und 5 Assists.

Auf Seiten der Hawks war Mike Scott mit 15 Punkten bester Werfer. Dennis Schröder schmorte bis zur Garbage Time auf der Bank und erzielte in 5 Minuten 1 Punkt und 1 Steal. Dazu kam 1 Turnover.

Die Reaktionen:

LeBron James (Heat) über Wades Schonung: Wir wollen die Jungs natürlich in der Lineup, aber Gesundheit ist natürlich das Wichtigste für unser Team. Wie ich schon einmal sagte, das Gute daran ist, dass wir die Tiefe haben und Spieler, die dann reinkommen und die Rolle ausfüllen können."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Heat verzichten auf Wade, der eigentlich spielen wollte, aber geschont wird. Für ihn startet Jones. Dazu kommen Chalmers, Battier, James und Bosh. Auch die Hawks haben Ausfälle. Millsap fehlt verletzt, Williams wird ebenfalls geschont. Die Starting Five lautet daher: Teague, Korver, Carroll, Horford und Ayon. Schröder sitzt auf der Bank.

5.: Horford legt gleich mal ordentlich los und macht sechs Punkte in der Zone in Serie. Aber auch Bosh kommt gut ins Spiel und nutzt seine Matchup-Vorteile gegen Ayon aus. 9:8 für Atlanta.

10.: Das kann er einfach! Cole läuft den Fastbreak, passt dann raus auf Allen und der nagelt den Ball aus der Ecke rein. Auf der anderen Seite kontert Antic gleich mit einem Dreier. 20:20!

12.: Das kann man so machen! Mit knapp 2 Sekunden auf der Uhr wirft Martin den Ball zu Scott ein. Der nimmt den Fadeaway und trifft unter Bedrängnis. 25:24 für die Hawks.

18.: Die Hawks spielen das echt gut. Teague macht das Spiel schnell, steckt durch auf Carroll und der legt den Ball rein. Atlanta führt 36:30.

20.: 10:2-Run für Miami! Die Heat haben hier einen Gang hochgeschaltet, verteidigen viel intensiver und kommen so ins Laufen. Vor allem James ist endlich da. 8 Punkte vom Superstar. 40:38 für die Heat!

30.: Unfassbar! Chalmers nutzt den Block von James und zieht zum Korb. Er legt den Korbleger rein und wird dabei gefoult. Der Freiwurf sitzt auch. Dann verliert Atlanta erneut den Ball, Chalmers nimmt den Dreier und trifft. Das Spiel gibt es dann noch einmal. Ballverlust Atlanta, Dreier Chalmers! 68:54. Das alles in 45 Sekunden! Miami zieht davon.

40.: Hier dürfte nichts mehr anbrennen. Allen jagt den nächsten Dreier durch die Reuse. Miami führt 88:73.

43.: Jetzt darf auch Schröder ran. 5:12 vor dem Ende betritt der deutsche Rookie das Spielfeld. Das Spiel ist aber gelaufen. 94:78 für Miami.

Heat vs. Hawks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Mario Chalmers. Der Point Guard steht häufig im Schatten der Big Three. Gegen die Hawks war sein Run aber spielentscheidend. Innerhalb von 45 Sekunden erzielte Chalmers 9 Punkte. Aus einem 59:54 wurde ein 68:54 und die Hawks kamen danach nie mehr in Schlagdistanz. Am Ende hatte der Spielmacher 14 Punkte, 4 Rebounds, 3 Steals und 3 Rebounds auf dem Konto.

Der Flop des Spiels: Al Horford. In Abwesenheit von Paul Millsap hatte Horford noch mehr Verantwortung im Frontcourt, aber dem Big Man gelang nicht viel. Er leistete sich satte 7 Turnover und hatte richtig Probleme mit der Ballkontrolle. Immer wieder sprang ihm der Ball weg. Dabei hätte ihm die Matchups gegen die durch die Bank kleineren Heat eigentlich liegen müssen. Dem war aber nicht so. Am Ende stand Horfod bei 12 Punkten und 7 Rebounds.

Das fiel auf:

  • Die Heat spielten anfangs viel über Bosh. Der hatte offensichtlich Matchup-Vorteile gegen unbeweglicheren Ayon und die nutzte der Big Man immer wieder aus. Bosh traf 7 seiner ersten 8 Würfe und stand zur Halbzeit bereits bei 16 Zählern. Am Ende hatte er 19 Punkte auf dem Konto.
  • Dagegen kam James anfangs überhaupt nicht ins Spiel. Carroll hielt LeBron gut vom Korb weg und zwang ihn zu schwierigen Würfen aus der Mitteldistanz. Erst im zweiten Viertel erzielte der Superstar seine ersten Punkte - da waren es aber gleich 10. Zuletzt blieb James vor einem Jahr in den ersten 12 Minuten ohne Punkt.
  • Die Hawks bestachen durch gutes Ball Movement. 8 der 9 ersten Treffer gingen Assists voraus. Vor allem Teague fand immer wieder den freien Mann. Davon profitierten vor allem die Dreierschützen.
  • Mitte des zweiten Viertels zogen die Heat in der Defense merklich an. Sie erhöhten den Druck auf den ballführenden Hawk und erzwangen so eine Menge Turnover. Atlanta verlor bis zur Halbzeit 13 Mal den Ball - 8 davon im zweiten Abschnitt. Die Heat starteten direkt ins Transition Game und drehten die Partie mit einem Run. Bis zum Spielende waren es 24 Ballverluste - 7 mehr als der bisherige Saisonminuswert der Hawks.
  • Es bahnte sich bereits an. Mack ist in der Rotation an Schröder vorbeigezogen. Nach seinem Double-Double zuletzt hatte Coach Budenholzer auch keinen Grund, daran etwas zu ändern. Schröder sah die komplette erste Hälfte von der Bank, in der sich sein Konkurrent aber auch nicht mit Ruhm bekleckerte. 5:12 Minuten vor dem Ende durfte Schröder ran. Eigenwerbung konnte er aber auch nicht betreiben.
  • Antic erwischte eigentlich einen guten Tag für Atlanta. In den 8 Minuten, die er in der ersten Halbzeit auf dem Platz stand, lieferte er 7 Punkte. Komischerweise schmorte er dann bis weit ins dritte Viertel auf der Bank. Als er dann wieder ins Spiel kam, ging sein produktiver Abend gleich weiter. Der Mazedonier kam auf 12 Punkte, 4 Rebounds und 2 Steals in 15 Minuten.
  • Beide Teams waren äußerst treffsicher vom Perimeter. Die Heat trafen 10 von 21 Würfen von Downtown. Atlanta hatte eine Quote von 45,8 Prozent (11/24).

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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