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Los Angeles Clippers - Indiana Pacers 106:109

Pacers überleben furioses Clippers-Comeback

Von Sebastian Dumitru
Dienstag, 02.04.2013 | 08:45 Uhr
All-Star Paul George zeigte gegen die L.A. Clippers sein gewohnt vielseitiges All-Around-Game.
© getty
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Indiana hat ein furioses Comeback der L.A. Clippers überstanden und zum ersten Mal seit neun Jahren einen Westküstentrip ohne Niederlage beendet. Beim 109:106 Auswärtssieg (Boxscore) waren Paul George und Roy Hibbert die gefeierten Protagonisten, während Los Angeles ein weiteres Mal verpennte - wie schon seit Wochen eigentlich.

Die Indiana Pacers haben in Los Angeles überlebt und fliegen mit einem hart umkämpften, aber verdienten 109:106 Auswärtssieg zurück nach Indianapolis. Paul George war mit 23 Punkten, 6 Rebounds, 10 Assists und 4 Steals der Mann des Spiels bei den Gästen, die eine starke erste Hälfte zu einem wichtigen Sieg im Kampf um Platz zwei in der Eastern Conference nutzten.

Roy Hibbert war in Halbzeit eins ohne Fehlwurf und beendete die Partie mit 26 Punkten und 10 Rebounds, bevor er ausfoulte. David West traf einige wichtige Dinger für insgesamt 16 Punkte und 6 Rebounds. Lance Stephenson (13 PKT), George Hill (13 PKT, 3/7 Dreier) und D.J. Augustin (10 PKT) scorten ebenfalls zweistellig.

Bei den Clippers enttäuschten die Starter auf ganzer Linie. Von den All-Stars Blake Griffin (17 Zähler, 5 Rebounds) und Chris Paul (10 Punkte, 8 Assists, nur 2/12 aus dem Feld) kam viel zu wenig, DeAndre Jordan blieb ohne einen einzigen Zähler. Es waren die Reservisten, die LAC überhaupt erst wieder ins Spiel zurück brachten. Ohne Jamal Crawford (25 PKT, 7/7 FT), Lamar Odom (9 PKT, 10 REB, 2 AST) und Ryan Hollins (11 PKT, 6 REB) wäre es ein Blowout geworden.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Alles normal auf beiden Seiten. Paul, Green, Butler, Griffin und Jordan starten für die Clippers, während Indiana mit Hill, Stephenson, George, West und Hibbert auf Punktejagd geht.

1.: Zwanzig Sekunden, zwei Angriffe, zwei Ballverluste für die Hausherren. Paul George erst mit dem Breakaway, dann mit dem Assist auf West. 4:0 Pacers.

5.: Endlich ein bisschen Leben in der Bude nach dem spektakulären Griffin-Fastbreak. Bisher spielt nur ein Team. 13:4 Indiana.

12.: Hibbert trifft einen Wurf nach dem anderen, und liegt jetzt bei 7 von 7 aus dem Feld. Indiana führt 29:21, nachdem die Clippers bis auf 3 dran waren.

16.: Crawford bittet Mahinmi zum Tanz und zieht nach mehreren Crossover-Moves in die Zone, wo er zum 34:28 verkürzt.

22.: L.A. lässt zwei weitere Chancen, noch näher heran zu kommen, ungenutzt und verliert zwei Mal in Folge den Ball. Indiana baut die Führung auf 46:36 aus.

29.: Los Angeles pennt noch kollektiv und verschläft den Start der zweiten Halbzeit komplett. Just, als es so aussah, als würden die Clippers ins Spiel zurück powern, ziehen die Gäste nach 14:4 Lauf auf 65:49 davon. Del Negro muss eine Auszeit nehmen.

33.: Eine Szene mit Symbolcharakter, bei der die Clippers hart verteidigen und Indiana mehrmals am Rande des Ballverlusts haben, nur um am Ende wieder mit leeren Händen da zu stehen. George behält als einziger den Überblick und bedient West, der zur höchsten Führung im Spiel vollendet. 79:55 Pacers.

40.: So schlecht und uninspiriert Los Angeles' Starter auftreten, so engagiert sind die Reservisten bei den Weißen. Der Vorsprung ist von 24 auf zehn Punkte zusammen geschmolzen, nachdem erst Barnes und danach Crawford treffen. Die Fans im Staples Center schöpfen beim 87:77 neue Hoffnung.

45.: Crawford ist völlig besinnungslos und bringt seine Farben mit einem Eckdreier nach Paul-Assist auf 97:93 heran. Indiana verfehlt Freiwürfe und verliert jetzt häufig den Ball, während Odom und Crawford vorne das emotionale Clippers-Comeback bemannen. Das Spiel macht wieder Spaß!

48.: Was für ein Wurf von West gegen die ausgestreckten Arme von Griffin. Der Fadeaway kurz vor Ablauf der Schussuhr erhöht auf 101:97. Das müsste es gewesen sein.

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Der Star des Spiels: Paul George. George ist in Palmdale geboren, nur wenige Autokilometer von Los Angeles entfernt. In seiner Heimatstadt zeigte der 22-Jährige, wie weit sein Spiel in seiner mittlerweile dritten Profisaison gekommen ist. Der All-Star Flügel erzielte 23 effiziente Punkte (7/15 FG), glänzte mit 10 Assists als Vorbereiter und zeigte seine permanenten Störmanöver in der Defensive.

Der Flop des Spiels: DeAndre Jordan. Sein Spiel ähnelt nur selten dem eines 11-Millionen-Dollar-pro-Jahr-Mannes. Gegen Indiana war der 2,11 Meter Hüne aber keinen einzigen Penny wert. Null Punkte, null Blocks und zwei Fouls in 16 gänzlich ineffektiven Spielminuten komplizierten die Probleme der Clippers, weil sein direkter Gegenspieler Hibbert auf der Gegenseite Amok lief und nahezu jeden Wurf traf. Minus-18 in so kurzer Einsatzzeit ist für einen, der eines Tages zur Center-Elite gehören möchte, schon mehr als peinlich.

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Analyse: Indiana musste sich kräftig strecken, um den ersten West-Coast-Sweep seit 2004 unter Dach und Fach zu bringen. Fast hätte Los Angeles' Reservetross den Pacers noch den Heimflug verdorben, aber am Ende verfehlten Paul und Odom ihre Dreier zum Ausgleich, so dass es reichte für Indiana zum 109:106 Erfolg und dem vierten Sieg im vierten Spiel auf diesem Westküstentrip.

Die Pacers waren mit sieben Siegen aus ihren vergangenen acht Partien und gigantischem Selbstvertrauen ins Staples Center gekommen. Der in diesem Jahr oft enttäuschende Roy Hibbert erwischte einen offensiven Sahne-Tag und traf seine ersten acht Wurfversuche aus dem Feld für insgesamt 19 seiner 26 Punkte in Halbzeit eins. Bei den Clippers ging überhaupt nichts zusammen: Ballverluste und eine schlechte Wurfauswahl ließen die platten Gastgeber auf zwischenzeitlich 24 Punkte zurück fallen.

Indiana war immer einen Schritt schneller, auch im Kopf. Bezeichnend eine Szene aus dem dritten Viertel, in der vier Clippers-Verteidiger Paul George unter Druck setzten, den Ball mehrmals frei stocherten, ihn aber nicht sichern konnten, ehe Indianas All-Star-Forward die Kontrolle zurück gewann und West für zwei einfache Punkte bediente. Der gebürtige Kalifornier George bestach mit einem gewohnt vielseitigen Spiel und machte vorne und hinten den Unterschied.

Die Pacers stürmten zu einer 10:0 Führung und konservierten diese über weite Strecken, ehe ein glänzend aufgelegter Jamal Crawford, der agile Lamar Odom und L.A.s Reserve die Clippers zurück ins Spiel ballerten. Das Staples Center war klinisch tot, aber ein 38:18 Lauf der Clippers und Indianas merkwürdige Freiwurfschwäche im dritten und frühen vierten Spielabschnitt begünstigten eine furiose und höchst spannende Schlussphase.

Die Hausherren kamen in den letzten Spielminuten durch Crawford, Paul, Griffin und Barnes mehrmals ganz nahe heran (der Rückstand betrug nur noch 1 bis 2 Punkte), aber die Pacers taten immer genug, um den knappen Vorsprung zu halten. Indiana traf seine letzten 8 Freiwürfe, nachdem West einen immens wichtigen Stepback-Jumper zum 101:97 versenkt hatte.

Einer der Schlüssel zum Pacers-Sieg war die mangelnde Defensivleistung der Clippers, die in der Verteidigung zu lange zu gleichgültig agierten. Erst der Wechsel zu einer 2-1-2 Zone hauchte LAC neues Leben ein, aber die Anstrengungen kamen zu spät. Die Clippers stagnieren weiterhin bei 49 Siegen und bleiben in der Pacific Division dennoch in komfortabler Position vor den Warriors und Lakers. Vielleicht ist es diese falsche Sicherheit, die L.A. momentan daran hindert, hochkonzentriert und mit der nötigen Dringlichkeit in seine Spiele zu gehen.

Indiana (48-27) behauptet derweil Platz zwei im Osten vor den New York Knicks (46-26) und gleicht seine Auswärtsbilanz in 2012/13 aus (19-19 Siege). Die Pacers spielen ihre beste Saison seit den Reggie Miller/Ron Artest/Rick Carlisle Pacers, die 2004 bis ins Conference Finale vordrangen. Am Freitag sind die Oklahoma City Thunder im Fieldhouse zu Gast.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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