Sonntag, 22.04.2012

NBA-Schlaglichter

Wade verletzt: Heat-Pleite gegen Wizards

Die Miami Heat kassieren eine Heimpleite gegen die Washington Wizards - Dwyane Wade muss früh im Spiel vom Feld. Die Denver Nuggets erreichen durch einen Sieg bei den Phoenix Suns die Playoffs und die Utah Jazz schieben sich durch einen Overtime-Erfolg gegen die Orlando Magic im Westen auf Rang acht.

John Wall lieferte in Miami 13 Punkte und 13 Assists für die Wizards
© Getty
John Wall lieferte in Miami 13 Punkte und 13 Assists für die Wizards

Miami Heat (45-18) - Washington Wizards (17-46) 84:86

Die Miami Heat haben - zuhause - gegen die Washington Wizards verloren. Hört sich falsch an, ist aber für einen Abend jetzt mal tatsächlich richtig. Nene traf 0,5 Sekunden vor Schluss per Layup den Game-Winner für die Wizards. Es gibt aber natürlich Gründe für die Niederlage der Heat. Personelle Gründe.

Head Coach Erik Spoelstra schonte im Hinblick auf die Playoffs sowohl LeBron James als auch Chris Bosh, von den Big Three spielte nur Dwyane Wade. Und das auch nur drei Minuten lang. Wade renkte sich seinen linken Zeigefinger aus und hatte Glück, dass er sich nicht schlimmer verletzte.

Mavs-Pleite in Chicago

"Es wird sicher jetzt ein paar Tage weh tun, aber wenn die Playoffs anfangen, werde ich bereit sein", sagte Wade. Miami kann sich in den letzten drei Saisonspielen ohnehin darauf konzentrieren, die Stars zu schonen, denn nach der Pleite sind die Chancen auf Rang eins im Osten so gut wie nicht mehr vorhanden.

Mario Chalmers und Mike Miller waren mit je 16 Punkten die besten Werfer für die Heat, die sich 22 Turnover leisteten und schon 43:57 hinten lagen, ehe es noch einmal spannend wurde. Cartier Martin war mit 22 Punkten Topscorer der Wizards, Kevin Seraphin kam auf 17 Zähler und John Wall lieferte 13 Punkte, 13 Assists, 6 Rebounds und 4 Steals.

Washington hatte einen klaren Vorteil bei den Fastbreak-Punkten (22:3) - die Wizards haben zwar nur 17 Siege, aber sie haben 5 ihrer letzten 7 Spiele gewonnen, unter anderem in Chicago und jetzt in Miami.

Phoenix Suns (33-31) - Denver Nuggets (35-28) 107:118

Nach einer engen ersten Halbzeit dominierten die Nuggets das dritte Viertel und setzten sich dank eines 33:14-Laufs entscheidend ab. Durch den Sieg machte Denver den Playoff-Einzug perfekt, es ist die neunte Postseason-Teilnahme in Serie. Überragender Mann war in Phoenix Ty Lawson, der 5/5 von der Dreierlinie schoss und 29 Punkte und 10 Assists verbuchte.

Auch Rookie Kenneth Faried legte mit 18 Punkten und 13 Rebounds (dazu 3 Blocks) ein Double-Double auf, Arron Afflalo kam beim sechsten Sieg in Serie gegen die Suns auf 19 Punkte. Ein Schlüssel waren die Fastbreaks. Denver: 26 Punkte. Phoenix: 2.

Die Nuggets haben Dallas überholt und sich auf Rang sechs geschoben. Und es sieht ganz danach aus, als ob die Nuggets diesen sechsten Platz auch mehr wollen als die Mavs. "Wir haben noch drei Spiele und wollen alle gewinnen. Es wird keine Pause und Schonung geben, in diesem Modus sind wir nicht", erklärte Head Coach George Karl.

Shannon Brown erzielte 28 Punkte (6/12 Dreier) für die Suns, die ihren achten Platz im Westen an die Jazz verloren und jetzt am Dienstag zum Showdown in Utah antreten müssen. Da Phoenix den Tiebreaker auf seiner Seite hat, haben die Suns weiterhin alles in der eigenen Hand. Steve Nash sammelte 13 Assists, ging an Oscar Robertson vorbei und liegt in der All-Time-List jetzt auf Rang fünf.

Utah Jazz (34-30) - Orlando Magic (36-27) 117:107 OT

Die Jazz mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen - und sie haben es auf dramatische Art und Weise gewonnen. Devin Harris blockte am Ende der regulären Spielzeit einen möglichen Game-Winner von Jameer Nelson und traf dann in der OT letztlich den Killer-Dreier, der das Spiel endgültig zugunsten der Jazz entschied.

Harris beendete die Partie mit 21 Punkten und 7 Assists, Al Jefferson (21 Punkte, 10 Rebounds) und Derrick Favors (16 Punkte, 11 Rebounds) legten Double-Doubles auf, Paul Millsap (18 Punkte, 9 Rebounds) fehlte dazu auch nicht viel. Ebenfalls ein wichtiger Faktor: Jamaal Tinsley mit 7 Punkten und 9 Assists in 18 starken Minuten von der Bank.

Orlando lieferte ohne Dwight Howard eine beeindruckende Vorstellung ab und schnupperte vor allem dank eines Dreier-Feuerwerks am Sieg. Ryan Anderson (21 Punkte) und Jason Richardson (21 Punkte) trafen beide fünfmal von Downtown, insgesamt verwandelten die Magic 15 Dreier.

Nelson erzielte 23 Punkte und 11 Assists, Big Baby Davis sammelte 17 Punkte, 13 Rebounds und 4 Steals. "Wir können einfach nicht verteidigen. Ich denke nicht, dass es die Jungs nicht versuchen, aber wir können einfach niemanden verteidigen", war Magic-Coach Stan Van Gundy bedient.

Orlando führte in Halbzeit eins schon mit 14 Punkten Vorsprung, im dritten Viertel mit 12 Punkten Vorsprung und auch Mitte des letzten Viertels noch mit 6 Punkten Vorsprung, aber Utah kam immer wieder zurück und liegt deshalb auf Playoff-Kurs. Mit einem Heimsieg gegen Phoenix kann das Team von Ty Corbin das Ticket lösen.

Indiana Pacers (41-23) - Philadelphia 76ers (33-30) 106:109 OT

Topscorer: West (32), Hansbrough (17) - Brand (20), Williams (19)

Toprebounder: West (12), Granger (11) - Brand (9), Young (8)

Topassistgeber: Hill (5), Barbosa (4) - Holiday (7), Brand, Turner (beide 4)

Die 76er stoppten die heißen Pacers, die zuletzt 7 Spiele in Folge gewonnen hatten. Philly fehlt nur noch 1 Sieg oder 1 Niederlage der Bucks, um den Playoff-Einzug klarzumachen. Danny Granger (2/12) und Roy Hibbert (2/10) mit Problemen bei den Pacers.

Milwaukee Bucks (30-33) - New Jersey Nets (22-42) 106:95

Topscorer: Jennings (30), Ilyasova (17) - Wallace (18), Brooks (17)

Toprebounder: Ilyasova (17), Gooden (8) - Wallace (11), Petro (8)

Topassistgeber: Jennings (6), Ellis (5) - Wallace (4)

Milwaukee wahrt seine kleinen Playoff-Chancen, muss aber alle 3 Spiele gewinnen und hoffen, dass Philly alle 3 Spiele verliert. Immerhin ist eines der drei Spiele ein direktes Duell Bucks vs. Sixers.

Memphis Grizzlies (39-25) - Portland Trail Blazers (28-36) 93:89

Topscorer: Gay (21), Mayo (14) - Hickson (23), Crawford (21)

Toprebounder: Speights (11), Cunningham (8) - Hickson (13), Thabeet (8)

Topassistgeber: Gasol (4) - N. Smith (6)

4. Sieg in Serie für die Grizzlies, die noch Chancen haben, im Westen auf Rang vier zu springen und sich so das Heimrecht für Runde eins zu sichern.

Houston Rockets (33-31) - Golden State Warriors (22-41) 99:96

Topscorer: Lee (20), Dragic (18) - Thompson (24), Rush (19)

Toprebounder: Camby (9), Dalembert (8) - Rush (7), Jefferson, Tyler (beide 6)

Topassistgeber: Dragic (7), Camby (5) - Jenkins (8), Thompson (3)

Die Rockets beenden ihre Niederlagenserie von 6 Spielen und bleiben im Rennen um Platz 8 im Westen. Die Warriors verlieren zum achten Mal in Folge.

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