Dienstag, 10.04.2012

NBA-Schlaglichter

Grizzlies versenken Clippers - Pleite für Spurs

Der zweite Sieg in Folge bringt die Memphis Grizzlies näher an den vierten Platz der Western Conference - im Topspiel mussten sich die Los Angeles Clippers mit Blake Griffin geschlagen geben. Die Los Angeles Lakers können auch ohne Kobe Bryant gewinnen, und San Antonio verliert überraschend gegen Utah. Devin Harris hält die Playoff-Träume der Jazz am Leben.

Blake Griffin von den Los Angeles Clippers macht 19 Punkte gegen die Memphis Grizzlies - zu wenig
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Blake Griffin von den Los Angeles Clippers macht 19 Punkte gegen die Memphis Grizzlies - zu wenig

Memphis Grizzlies (33-23) - Los Angeles Clippers (34-23) 94:85

Am Samstag mussten die Dallas Mavericks schon dran glauben. In der Nacht zum Dienstag versenkten die Memphis Grizzlies die Los Angeles Clippers in einer spannenden Partie. Es war der dritte Sieg in Folge und der achte aus den letzten zehn Partien für die Grizzlies. Damit befindet sich das Team von Lionel Hollins weiter auf dem Vormarsch in der Western Conference - und peilt Rang vier an.

"Es ist der Wild, Wild West! Wenn man sich die Eastern Conference anschaut, ruhen sich einige Teams in den letzten fünf, sechs Spielen richtig aus. Im Westen ist das unmöglich. Jedes Spiel zählt. Du kannst zwei oder drei verlieren und einen richtig starken Gegner in der ersten Playoff-Runde bekommen", fasste Grizzlie-Guard O.J. Mayo die Tabellensituation der Western Conference zusammen. Und weiter sagte er: "Alle sind sehr dicht zusammen in der Tabelle und wir sind so nah an den vierten Platz gekommen. Wir müssen jetzt einfach so weiter spielen."

Und die Grizzlies sind drauf und dran, den Clippers diesen Rang streitig zu machen. Beide Mannschaften trennt nur noch ein halbes Spiel. Ohne Frage, das Momentum haben die Spieler aus Memphis auf ihrer Seite. In der Partie gegen L.A. starteten die Grizzlies wie gegen Dallas furios. Sie gewannen das erste Viertel mit 24:18 dank einer aggressiven, körperbetonten Spielweise. Diese Strategie ging auf.

"Wir wollten sie nicht ins Laufen kommen lassen und ihre Alley-Oops verhindern. Körperlich betont und aggressiv wollten wir spielen und ich glaube, das haben wir geschafft", sagt Memphis-Coach Hollins. Und weiter: "Wir haben sie bei 85 Punkten gehalten - und die können treffen."

Die Spielweise der Grizzlies und die eigene Schwäche im Abschluss brachte die Clippers zur Verzweiflung. Lediglich 41 Prozent aller Würfe von Los Angeles gingen in den Korb (Memphis lag bei 50 Prozent). Chris Paul (21 Punkte, 6 Assists) sagte dazu: "Ich hätte nicht mal einen Stein ins Meer werfen können. Wir hatten einige leichte Würfe, die wir nicht versenkt haben."

Chancen für die Clippers waren ohne Frage da. Zwar hatten die Grizzlies 48 Rebounds (L.A. lag bei 36) aber auch satte 20 Turnover. Daraus konnten Blake Griffin und Co. aber keinen Vorteil ziehen. Besonders im letzten Viertel wurde es nochmal eng. Los Angeles kam mit 83:86 (55,8 Sekunden noch auf der Uhr) ganz nah ran - aber Rudy Gay zerstörte alle Clippers-Träume mit einem Dunk und zwei verwandelten Freiwürfen jäh.

"Wir haben uns zurückgekämpft aber es offensichtlich nicht vernünftig zu Ende gespielt. Das war unser Problem", so Griffin. Das lag teilweise auch an Griffin selbst, der in dieser Saison im Durchschnitt 11 Rebounds pro Spiel holt - im Spiel gegen Memphis waren es nur sechs. Sein zweitschlechtester Wert in der laufenden Saison.

New Orleans Hornets (15-42) - Los Angeles Lakers (36-22) 91:93

Im zweiten Spiel in Folge ohne Kobe Bryant (entzündetes Schienbein) holten die Lakers ihren ersten Sieg. Aber gegen die New Orleans Hornets (Letzter der Western Conference) wurde es richtig eng und es bedurfte schon eines herausragenden letzten Viertels.

Wegen des Ausfalls von Bryant rückte Pau Gasol in den Fokus beim Dritten der Western Conference - und er machte seine Sache richtig gut. 25 Punkte, neun Rebounds und vier Assists sprechen eine deutliche Sprache. "Ich bin einer der zentralen Spieler. Und wenn Bryant nicht dabei ist, sogar umso mehr. Dann werde ich auch viel mehr in der Offensive gebraucht", sagte Gasol. "Ich will mich nicht in den Mittelpunkt stellen. Wir haben ein tolles Team... aber ich habe einfach die Rolle des Scorers angenommen und mich aggressiv in die Offensive eingeschaltet. Aber das war doch klar, wenn der Top Scorer der Liga im Team fehlt", so Gasol weiter.

65:72 lagen die Lakers nach dem dritten Viertel hinten. Die Sensation in der New Orleans Arena war zum Greifen nah. "Beat L.A.!", hallt es in solchen Fällen immer von den Rängen. Aber Gasol und auch Ramon Sessions (17 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists) drehten das Blatt zu Gunsten der Lakers. Vor allem Sessions stand in den letzten Sekunden des Spiels im Mittelpunkt. Er versenkte einen Dreier bei nur noch 3,2 Sekunden auf der Uhr - Los Angeles baute dadurch seine Führung auf sechs Punkte aus.

Am Ende setzte sich die Erfahrung der Lakers durch: "Wir sind wach geworden, als es Zeit wurde. Jeder hat für den anderen gekämpft. Das war gut zu sehen", sagte Gasol am Ende der Partie.

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Utah Jazz (30-28) - San Antonio Spurs (40-15) 91:84

Die San Antonio Spurs wollten sich mit einem Sieg noch näher an West-Spitzenreiter Oklahoma City ranspielen. Der Plan: Bei den Utah Jazz schnell den Pflichtsieg einfahren und weiter geht's. Denkste! Utah sorgte mit einem knappen Überraschungssieg für hängende Schultern bei den Spurs - und hofft jetzt wieder auf die Playoffs.

San-Antonio-Trainer Gregg Popovich schonte seine Stars Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili. Am Sonntag setzte es noch einen souveränen Sieg gegen Utah. Aber in der EnergySolutions Arena drehten die Jazz plötzlich auf. Gordon Hayward sagte, wie es zur Leistungssteigerung kam: "Wir wollten rausgehen und uns für das letzte Spiel rächen. Sie haben gekämpft und gekämpft. Aber wir waren am Ende die Sieger."

Devin Harris (25 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists) avancierte zum Matchwinner. "Er war der entscheidende Spieler bei uns. Es war großartig zu sehen, wie aggressiv und offensiv er auftrat", so Jazz-Coach Tyrone Corbin über seinen Spieler. Dank Harris und dem Überraschungssieg gegen die Spurs geht der Playoff-Traum Utahs weiter. Und das ist besonders für Dirk Nowitzki und seine Mavericks gefährlich. Utah liegt mit 30:28 auf Platz zehn.

Milwaukee Bucks (28-29) - Oklahoma Thunder (42-15) 89:109

Topscorer: Ilyasova (18), Gooden (14) - Westbrook (26), Durant (19)

Toprebounder: Delfino (7), Dunleavy (5) - Perkins, Westbrook, Collison (alle 7), Sefolosha, Harden (beide 5)

Topassistgeber: Ellis (7), Dunleavy (5) - Durant (8), Perkins, Sefolosha, Westbrook (alle 3)

Indiana Pacers (35-22) - Toronto Raptors (20-38) 103:98

Topscorer: Hill, Granger (beide 18), Geroge (15) - Kleiza (18), Anderson (17)

Toprebounder: Hill, Hansbrough (beide 7), West, Geroge (beide 6) - Davis (10), Johnson (7)

Topassistgeber: Hill, Price (beide 4), Hibbert, George (beide 3) - Calderon (14), Johnson (3)

Orlando Magic (34-23) - Detroit Pistons (21-36) 119:89

Topscorer: Richardson (22), Redick (20) - Prince (21), Gordon (11)

Toprebounder: Davis (16), Anderson (7) - Prince (8), Monroe (5)

Topassistgeber: Nelson (9) - Smith (7) - Bynum (5), Knight (3)

Charlotte Bobcats (7-48) - Washington Wizards (12-45) 85:113

Topscorer: Maggette (23), Walker (16) - Crawford (20), Martin (19)

Toprebounder: Brown (8), Walker (7) - Singleton (12), Vesely (11)

Topassistgeber: Walker (7), Carroll, Thomas, Higgins (alle 2)

Denver Nuggets (31-26) - Golden State Warriors (22-34) 123:84

Topscorer: Faried (27), Gallinari, Afflalo (beide 15) - Thompson (17), Robinson (16)

Toprebounder: Faried (17), Koufos, Afflalo, McGee (alle 8) - Gladness (5), Tyler (4)

Topassistgeber: Miller (12), Gallinari (6) - Jenkins, Robinson (beide 5), McGuire (4)

Minnesota Timberwolves (25-33) - Phoenix Suns (30-27) 90:114

Topscorer: Love (25), Barea (16) - Morris (21), Brown (17)

Toprebounder: Love (13), Webster (7) - Gortat (7), Brown (beide 7), Morris (6)

Topassistgeber: Barea, Lee (beide 5), Love, Ellington, Beasley (alle 2) - Telfair (7), Nash (5)

Portland Trail Blazers (27-31) - Houston Rockets (32-25) 89:94

Topscorer: Aldridge (20), Crawford (18) - Dragic (22), Budinger (15)

Toprebounder: Hickson (10), Matthews (7) - Camby (11), Scola (7)

Topassistgeber: Felton (8), Crawford, Hickson (beide 3) - Dragic (7), Scola, Camby, Lee, Lowry (alle 3)

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