NBA

Kobe fordert Jordan heraus

Von SPOX
Dirk Nowitzki (l.) im Duell mit den legendären Michael Jordan (M.) und Kareem-Abdul Jabbar
© Getty
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2. Philadelphia 76ers 1967 - Detroit Pistons 1989

Starting Five Philadelphia: Wali Jones - Hal Greer - Chet Walker - Luke Jackson - Wilt Chamberlain

Zwischen 1959 und 1969 gab es nur eine Mannschaft, die die Boston Celtics in einer Playoff-Serie besiegen konnte: Die Sixers 1967.

Dass ausgerechnet diese Truppe 1980 zum besten NBA-Team der ersten 35 Liga-Jahre gewählt wurde, war vielleicht etwas übertrieben. Aber ohne Frage war Philadelphia in diesem Jahr verdammt gut: Mit Chamberlain unter dem Korb und Billy Cunningham, Walker und Greer als Sidekicks rauschten die Sixers in dieser Saison zu einer 68-13-Bilanz.

Kritiker wie der als Hardcore-Celtics-Fan bekannte "ESPN"-Kolumnist Bill Simmons werden zwar nicht müde anzuführen, dass Red Auerbach Boston vor der Saison verließ, Bill Russell als Spielertrainer so seine liebe Mühe und Not hatte und Philly nur deshalb den Titel holte.

Aber Ex-Bostonian K.C. Jones erklärte: "Sie haben genauso gespielt, wie wir das immer getan haben. Sie haben als Mannschaft gespielt." Sixers-Guard Wali Jones erinnerte sich noch Jahre später gern an 1967: "Diese Saison war magisch." (Video)

Starting Five Detroit: Isiah Thomas - Joe Dumars - Mark Aguirre - Rick Mahorn - Bill Laimbeer

Die Showtime-Lakers und Larry Birds Celtics in den 80ern, Michael Jordan und die Bulls in den 90ern: Da ist es nicht verwunderlich, dass die Pistons häufig vergessen werden. Aber bitte: Detroit hatte in diesen Jahren das tougheste NBA-Team aller Zeiten (Video).

Nach einer bitteren Finals-Pleite 1987 gab die Verpflichtung von Mark Aguirre für Adrian Dantley den entscheidenden Schub auf dem Weg zu einer 63-19-Bilanz. Jordan wurde NBA-Topscorer, Magic Johnson MVP - Detroit überzeugte mit Teamspirit. Mit Thomas und Shooting-Star Dumars (der zum Finals-MVP gewählt wurde) hatte man einen starken Backcourt, mit Aguirre und dem beinharten Laimbeer weitere All-Stars im Team.

Mit Mahorn, Dennis Rodman und John Salley weitere Jungs auf der Bank, die keinem Fight aus dem Weg gingen. Der härteste Hund war aber vielleicht Coach Chuck Daly. Diese Truppe tat alles, um zu gewinnen, spielte die beste Defense dieser Ära und war offensiv ungemein vielseitig.

Zwar profitierte Detroit in den Finals vom Verletzungspech der Lakers, aber der Sweep gegen den in den Playoffs zuvor ungeschlagenen Titelverteidiger war dennoch ein Ausrufezeichen der Bad Boys. Außerdem schickten sie damit den inzwischen 42-Jährigen Kareem Abdul-Jabbar in Rente.

3. Duell: Philadelphia 76ers 1983 - Chicago Bulls 1991