Freitag, 26.03.2010

NBA-Schlaglichter

Wade wirbt in eigener Sache

Die Bulls-Fans lieben Dwyane Wade trotz der zugefügten Schmach, Drew Gooden erlebte den ersten Auswärtssieg seines neuen Teams und Craig Smith hatte doppelt Grund zur Freude.

Dwyane Wade wurde in Chicago geboren, läuft aber seit 2003 für die Miami Heat auf
© Getty
Dwyane Wade wurde in Chicago geboren, läuft aber seit 2003 für die Miami Heat auf

Chicago Bulls (33-38) - Miami Heat (38-34) 74:103

Die Bulls-Fans im United Center von Chicago bereiteten Dwyane Wade einen warmen Empfang. Zwar schlachteten er und seine Heat anschließend die Bulls regelrecht ab, doch Wade ist eben ein Kind Chicagos. Und vielleicht bald auch ein Bull. Denn neben LeBron James wird Dwyane Wade im Sommer einer der begehrtesten Free Agents sein - und Chicago ist interessiert.

Beste Eigenwerbung zelebrierte Wade also gegen die Bulls, auch wenn er sich vor dem Spiel den Kopf zerbrach. "Ich lag heute im Bett und habe mich gefragt, warum ich hier nie so gut spiele wie in den anderen Städten", gab er zu und fügte an: "Ich habe festgestellt, dass ich hier zu schnell spiele. Also wollte ich versuchen so zu spielen wie sonst. Mein Plan war, auf das Feld zu gehen und meine Teammitglieder ins Spiel einzubinden."

Der Plan ging auf: Wade erzielte zwar nur zwölf Punkte, doch seine Teamkollegen überrollten Chicago. Am Ende stand es 103:74. Eine Ohrfeige für die Bulls. Vor allem so kurz vor den Playoffs.

Bulls-Coach Vinny Del Negro resümierte geknickt: "Ich habe darauf keine gute Antwort. Sie haben uns die ganze Zeit mit O'Neal und Beasley attackiert. Es ist enttäuschend. Wir hatten heute nicht genügend Kampfgeist in uns."

Topscorer bei den Heat war Jermaine O'Neal mit 24 Punkten, der sich abrackerte und geradezu enttäuscht war, dass die Bulls so ein leichtes Opfer waren. "Wir waren darüber etwas schockiert. Wir dachten eigentlich, wir müssten aufs Feld gehen und die Bulls umreißen."

Auf Seiten der Bulls erzielte Hakim Warrick mit 14 die meisten Punkte für sein Team.

Houston Rockets (36-35) - L.A. Clippers (27-45) 93:99

Für die Clippers ging mit dem Sieg in Texas eine lange Negativ-Serie bei Auswärtsspielen zu Ende. Sage und schreibe elf Spiele ist es her, seit die Clippers auswärts das letzte Mal gewonnen haben.

Für Drew Gooden, der erst vor gut einem Monat zu den Clippers kam, war das eine völlig neue Erfahrung: "Das war mein erster Auswärtssieg, ich bin total glücklich." Happy war er vor allem ob seiner guten Leistung. Mit 17 Punkten und 14 Rebounds trug er wesentlich zum Erfolg der Clippers bei.

Topscorer aber war Craig Smith. Er erzielte mit 25 Punkten eine neue Saison-Bestleistung und holte zudem 10 Rebounds.

Baron Davis, der siebzehn Sekunden vor Schluss noch einen Dreier versenkte, war anschließend voll des Lobes für seine Teammitglieder: "Wir haben den Sieg dringend gebraucht. Es war großartig. Hoffentlich gibt es uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Spiele. Dieser Sieg ist für uns ein Meilenstein und ich bin wirklich stolz auf meine Teammitglieder."

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