Sonntag, 17.01.2010

NBA-Schlaglichter

"Du bist hässlich!"

Die Cavs lachen sich kaputt über einen Clippers-Fan, die Suns bekommen einen denkwürdigen Einlauf, weil sie zuviel an Football denken, Kevin Durant macht keine Gefangenen, und die Grizzlies sind bärenstark.

Lachen sich schlapp über Delonte West: Shaquille O'Neal (l.) und LeBron James
© Getty
Lachen sich schlapp über Delonte West: Shaquille O'Neal (l.) und LeBron James

Los Angeles Clippers (17-22) - Cleveland Cavaliers (31-11) 101:102

Die Cavs haben ihren nächsten Sieg eingefahren - und jede Menge Humor. Delonte West sorgte im Staples Center im zweiten Viertel für große Lacher, vor allem bei LeBron James und Shaquille O'Neal, als er sich einen Spaß mit einem Clippers-Fan gönnte. West stand an der Freiwurflinie, als ihn der berüchtigte "Clipper Darrell" mit seinem üblichen "U-G-L-Y, you ain't got no alibi. You ugly! You ugly." Der vehement als hässlich beschimpfte West ließ sich aber nicht verunsichern, ging aber auch nicht cool über den Zwischenrufer hinweg, sondern zeigte ein breites Lächeln und klatschte rhythmisch zum Sprechgesang des Clippers-Fans. Der gleiche Vorgang wiederholte sich wenig später - und hatte West beim ersten Mal noch einen Freiwurf danebengesetzt, traf er Darrell zum Trotz diesmal beide Würfe. Seine Teamkollegen sprangen begeistert von ihren Sitzen auf, als hätte West einen Buzzer Beater versenkt.

Für die "harten" Punkte war aber dann LeBron James verantwortlich. Der verbuchte 13 seiner 32 Punkte im Schlussviertel. Gar auf 33 Zähler brachte es Rasual Butler von den Clippers. Chris Kaman verpasste sein viertes Spiel in Serie wegen Rückenproblemen.

Und Delonte West? Der brachte es auf 14 Punkte. Fünf davon erzielte er trotz Clipper Darrell bei sechs Versuchen von der Linie.

Charlotte Bobcats (19-19) - Phoenix Suns (24-17) 125:99

Wer sich mies vorbereitet, kriegt nachher die Quittung. Vor der Partie in der Time Warner Cable Arena liefen zwei Programme auf den Bildschirmen in der Suns-Kabine. Die Aufzeichnung des Bobcats-Spiels von Freitagnacht und die Live-Übertragung vom NFL-Playoff-Match der New Orleans Saints gegen die Arizona Cardinals. Und was machten die Suns? Glotzten natürlich Football und hatten somit keinen Schimmer, was auf sie zukommen würde.

Da war dann zum Beispiel Stephen Jackson, der ihnen 29 Punkte (dazu: 8 Assists, 5 Steals) einschenkte und auf dem Weg dahin die Marke von 10.000 Karrierepunkten knackte. Da war Gerald Wallace, der auf 29 Zähler und 13 Rebounds kam. Und da war Derrick Brown, der von der Bank kommend auch noch mal 18 Punkte beisteuerte.

Das führte dann zu so einem absurden Zwischenstand wie 58:27 für die Bobcats Mitte des zweiten Viertels. Spät im dritten Durchgang hieß es auch mal 103:64.

Die Bobcats stellten mit 43 Punkten im ersten Viertel einen neuen Klubrekord auf und stellten mit 74 Punkten in der ersten Halbzeit eine andere Bestmarke ein. Ihre Serie von Heimsiegen steht jetzt bei sieben.

Für die Suns war Amare Stoudemire mit 19 Punkten bester Werfer. Auch er durchbrach die 10.000er Grenze, dürfte sich aber nicht halb so sehr gefreut haben wie Jackson.

Oklahoma City Thunder (22-18) - Miami Heat (20-19) 98:80

Gegen San Antonio und Dallas hatte Oklahoma City jeweils mit einem Punkte Differenz verloren. Das sollte nicht noch mal vorkommen, hatte sich Kevin Durant vorgenommen.

Und der 21-Jährige setzte das Vorhaben auch höchst selbst in die Tat um, indem er seine ohnehin schon sensationellen Leistungen, die er im Januar Abend für Abend abruft, noch einmal toppte. 36 Punkte und zehn Rebounds standen am Ende für Durant auf dem Zettel, wobei er sensationelle 14 von 18 Würfen aus dem Feld traf. So gut schoss der Mann mit der 35 noch nie.

Bei Miami stellte Michael Beasley seine Karrierebestmarke mit 28 Punkten ein, und Dwyane Wade ist neuer Assist-Rekordhalter der Heatgeschichte mit jetzt 2868 Vorlagen.

Memphis Grizzlies (21-18) - San Antonio Spurs (21-14) 92:86

Die Saison ging los mit nur einem Sieg aus den ersten neun Spielen. Seitdem heißt die Bilanz: 20 Siege aus 30 Spielen. Die Grizzlies sind bei ihrem Vorhaben, ein "quality team" zu werden, wie Headcoach Lionel Hollins das nennt, auf einem guten Weg.

Den Spurs kauften sie im zweiten Viertel den Schneid ab, gingen klar in Führung und retteten den Vorsprung gegen einen stärker werdenden Gegner knapp über die Zeit. Es war der erste Sieg über San Antonio seit über zwei Jahren und der achte Heimsieg in Serie.

Zach Randolph hatte 23 Punkte, 15 Rebounds und 3 Steals für die Grizzlies. O.J. Mayo kam auf 19 Zähler und Marc Gasol auf 14 Punkte sowie 9 Rebounds. Tim Duncan war herausragend für die Spurs mit 23 Punkten, 8 Boards und 5 Blocks.

Die weiteren Spiele aus der Nacht:

Indiana Pacers (14-26) - New Orleans Hornets (21-18) 96:101

Top-Scorer: David West (24), Chris Paul (22) - Roy Hibbert (27), Dahntay Jones (16)

Top-Rebounder: Emeka Okafor (12), Chris Paul (8) - Roy Hibbert (10), Troy Murphy (9)

Utah Jazz (23-17) - Milwaukee Bucks (16-22) 112:95

Top-Scorer: C.J. Miles (19), Deron Williams (18) - Carlos Delfino (28)

Top-Rebounder: Carlos Boozer (12), Mehmet Okur (12) - Andrew Bogut (11), Ersan Ilyasova (11)

Detroit Pistons (14-25) - New York Knicks (16-24) 94:90

Top-Scorer: Rodney Stuckey (20), Charlie Villanueva (19) - Danilo Gallinari (27), David Lee (26)

Top-Rebounder: Charlie Villanueva (10), Chris Wilcox (10) - David Lee (17)

Washington Wizards (13-26) - Sacramento Kings (15-24) 96:86

Top-Scorer: Caron Butler (19), Antawn Jamison (14) - Kevin Martin (23), Tyreke Evans (21)

Top-Rebounder: Branden Haywood (10), Antawn Jamison (9) - Spencer Hawes (7)

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