Freitag, 01.01.2010

NBA-Schlaglichter

Kaman klar besser als Iverson

Ein abermals starker Chris Kaman führt die Clippers zum Sieg gegen die 76ers, die Spurs kommen langsam aber sicher in Fahrt - und die Thunder gewinnen einen Krimi gegen Utah.

Allen Iverson zieht gegen die Clippers zum Korb und bekommt es mit Chris Kaman zu tun
© Getty
Allen Iverson zieht gegen die Clippers zum Korb und bekommt es mit Chris Kaman zu tun

Detroit Pistons (11-21) - Chicago Bulls (13-17) 87:98

Coach Vinny Del Negro war eigentlich schon so gut wie gefeuert, aber jetzt haben die Bulls plötzlich drei Spiele in Folge gewonnen. In Detroit feierte Chicago den ersten Auswärtssieg seit dem 17. November (in Sacramento).

Topscorer war Derrick Rose mit 22 Punkten. Joakim Noah lieferte ein starkes Double-Double (15 Punkte, 21 Rebounds) und auch der seit Wochen schwächelnde John Salmons (17  Punkte) sendete ein Lebenszeichen ab.

"Es fühlt sich gut an. Wir spielen irgendwie jetzt besser Basketball. Warum auch immer", meinte Noah. Rodney Stuckey war trotz eines schmerzenden Knöchels mit 22 Zählern bester Werfer bei den Pistons, die ihr neuntes Spiel in Serie verloren.

San Antonio Spurs (19-11) - Miami Heat (16-14) 108:78

Langsam aber sicher kommen die Spurs ansatzweise in die Form, die man vor der Saison von ihnen erwartet hatte. San Antonio hat zehn der letzten zwölf Spiele gewonnen. Gegen Miami wurde jetzt innerhalb dieses Laufs zum ersten Mal ein Team mit einer positiven Bilanz bezwungen.

Nach dem ersten Viertel (26:26) war noch alles offen, doch danach gingen Dwyane Wade (16 Punkte, 6/18 aus dem Feld) und Co. unter. Die Big Three führten die Spurs zu ihrem klarsten Saisonsieg.

Tim Duncan erzielte 23 Punkte und 10 Rebounds, Manu Ginobili lieferte 18 Zähler, und Tony Parker steuerte 15 Punkte und 9 Assists zum Sieg bei. "Wir müssen uns immer noch steigern, um wieder als eines der besten Teams der Liga respektiert zu werden, aber wir sind auf dem richtigen Weg", meinte Ginobili.

Oklahoma City Thunder (18-14) - Utah Jazz (18-14) 87:86

Oklahoma City und Utah könnten sich im Westen einen heißen Fight um das letzte Playoff-Ticket sichern. Direkte Begegnungen werden da besonders wichtig - und die Thunder haben jetzt die ersten beiden Spiele gegen die Jazz in dieser Saison für sich entschieden.

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Nick Collison sorgte in einer spannenden Partie für die Entscheidung, als er sich 4,5 Sekunden vor Schluss nach einem Fehlwurf von Kevin Durant den Offensiv-Rebound holte, gefoult wurde, und beide Freiwürfe versenkte.

Durant (31 Zähler) erzielte im sechsten Spiel in Serie mindestens 30 Punkte - Franchise-Rekord. Außerdem gewann Oklahoma City sein fünftes Spiel nacheinander. Carlos Boozer war mit 17 Punkten bester Werfer bei Utah.

Los Angeles Clippers (14-18) - Philadelphia 76ers (9-23) 104:88

Auch auf die Gefahr hin, dass man sich wiederholt: Es ist bemerkenswert, mit welcher Konstanz Chris Kaman in dieser Saison eine Top-Leistung nach der anderen abliefert. Gegen die 76ers standen für den Center am Ende 26 Punkte, 10 Rebounds, 4 Assists und 2 Blocks zu Buche.

Zahlen, von denen Allen Iverson an diesem Abend weit entfernt war. Einen Tag nach seiner guten Vorstellung beim Sieg in Sacramento war Iverson (7 Punkte, 6 Assists) in der Offensive diesmal kein großer Faktor. Elton Brand erzielte gegen sein altes Team dagegen immerhin 17 Zähler. Als der Forward im ersten Viertel eingewechselt wurde, wurde er mit heftigen Buhrufen begrüßt.

Die Clippers, bei denen auch Baron Davis (20 Punkte, 7 Assists) mehr als ordentlich spielte, zogen im dritten Viertel (29:14) auf und davon. Da machte es auch überhaupt nichts, dass Headcoach Mike Dunleavy wegen seines Bandscheibenvorfalls nicht das Team betreuen konnte.

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