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Das neue Monster der Spurs

Von SPOX
Donnerstag, 29.10.2009 | 07:57 Uhr
Peja Stojakovic am Korb, aber Spurs-Rookie DeJuan Blair kommt schon angeflogen
© Getty
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San Antonio setzt gleich im ersten Saisonspiel ein dickes Ausrufezeichen. LeBron und Shaq kassieren die zweite Pleite innerhalb von 24 Stunden, und Vince Carter fühlt sich in Orlando schon jetzt wie im Himmel.

Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers 101:91: Zweites Spiel von LeBron und Shaq, zweite Niederlage - nach der Auftaktpleite gegen Boston war auch Toronto zu stark für die Cavs. Da half auch ein Triple-Double von James (23 Punkte, 11 Rebounds, 12 Assists) nichts, zumal die Wurfquote von James (7/19) alles andere als gut war. O'Neal verbuchte 12 Punkte und 7 Rebounds. Überragender Mann auf dem Parkett war Andrea Bargnani, der 28 Punkte für die Raptors erzielte. Chris Bosh steuerte 21 Zähler und 16 Rebounds zum Erfolg bei, Jose Calderon lieferte 11 Assists. Die Raptors haben gleich im ersten Spiel gezeigt, dass sie ein ganz gefährliches Team sind. Randaspekt: Calderon, Mister Freiwurf, wurde vor dem Spiel für seine unfassbare Quote (98,1 Prozent) aus der letzten Saison geehrt und setzte dann im Spiel gleich mal seine ersten beiden Würfe von der Linie daneben.

San Antonio Spurs - New Orleans Hornets 113:96: Erstes Ausrufezeichen der Spurs. Wenn man mal davon absieht, dass Tony Parker (17 Punkte, 6 Assists) im dritten Viertel nach einem Layup aufs Parkett knallte und für eine Schrecksekunde sorgte, war es ein perfekter Abend für die Spurs. Es ist sensationell, wie tief San Antonio besetzt ist. Tim Duncan (9 Punkte, 12 Rebounds) und Richard Jefferson (5 Zähler) punkteten nicht mal zweistellig, dennoch war es ein nie gefährdeter Sieg. Weil die Bank um Manu Ginobili (16) 61 Punkte beisteuerte. Und Ginobili ist gar nicht mal derjenige, der am meisten beeindruckt. Es ist Rookie-Center DeJuan Blair, der auf 14 Punkte und 11 Rebounds kam und danach von Hornets-Coach Byron Scott als "Monster" bezeichnet wurde. Es ist und bleibt ein unglaublicher Witz, dass Blair im Draft erst in der zweiten Runde gezogen wurde. San Antonio freut sich. Topscorer der Hornets: Na klar, Chris Paul (26 Punkte, 9 Assists).

Das Video zum Spurs-Spiel bei ESPN!

Orlando Magic - Philadelphia 76ers 120:106: Zur Halbzeit stand es schon 70:47 für die Magic - es war so eine klare Sache, dass Tiger Woods schon zur Pause die Heimreise antrat. Orlando überzeugte von Downtown (16/29 Dreier), Dwight Howard kam auf 21 Punkte und 15 Rebounds, Neuzugang Vince Carter erzielte 15 Zähler und war nach dem Spiel begeistert, in was für einem guten Team er da zum ersten Mal in seiner Karriere spielen darf: "Du schaust dich um. Es ist wie im Himmel." Bester Werfer bei den 76ers war Bankspieler Marreese Speights mit 26 Zählern.

Atlanta Hawks - Indiana Pacers 120:109: Die Pacers deuteten über weite Strecken das Potenzial des Teams an, offenbarten aber auch ihre großen Schwächen: Defense und Turnovers. Wer 25 Mal den Ball wegschmeißt, hat es nicht verdient, ein Spiel zu gewinnen. Da reicht dann auch ein starker Danny Granger (31 Punkte) nicht aus. Atlanta übernahm im Schlussviertel angeführt von Joe Johnson (25 Punkte) und Al Horford (24 Punkte, 16 Rebounds) die Kontrolle.

Boston Celtics - Charlotte Bobcats 92:59: Mein Gott, die Bobcats. Gleich im ersten Saisonspiel einen neuen Negativrekord der Franchise-Geschichte aufgestellt. Respekt! Nur Gerald Wallace (10 Zähler) punktete zweistellig, es war katastrophal, was das Team von Larry Brown ablieferte. Die Celtics konnten schon früh ihre Stars aus dem Spiel nehmen und schonen. Topscorer bei Boston war Ray Allen mit 18 Punkten, von Rajon Rondo kamen 10 Punkte und 11 Assists. Den meisten Spaß hatten die Fans, als auf dem Scoreboard die Niederlage der New York Yankees in Spiel 1 der World Series angezeigt wurde.

Miami Heat - New York Knicks 115:93: Diese Knicks. Erstes Spiel und schon werden wieder Dreier gefeuert, was das Zeug hält. Wenn man sie treffen würde, okay, aber eine Quote von 25,6 Prozent (10/39!) führt eben zu nichts. Gut bei NY: David Lee und Danilo Gallinari, die beide 22 Punkte machten. Gegen die Offensivpower der Heat, die in einer 20-minütigen Phase im zweiten und dritten Viertel fast alles trafen (26/31) reichte es aber nicht. Dwyane Wade kam auf 26 Punkte, Jermaine O'Neal (22) und Michael Beasley (21) scorten ebenfalls fleißig.

Oklahoma City Thunder - Sacramento Kings 102:89: Die erste von schätzungsweise 67 Niederlagen der Kings. Kevin Martin erzielte zwar 27 Punkte, aber auch nur, weil er sich mal wieder wie ein Wilder Freiwürfe erarbeitete (14/14). Seine Quote aus dem Feld war dagegen ganz mies (5/19). Die Leistung von Rookie-PG Tyreke Evans (10 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists) war höchstens okay, nicht mehr. Die Thunder fuhren dank ihrer Version der Big Three, Kevin Durant (25 Punkte), Jeff Green (24 Punkte), Russell Westbrook (14 Punkte, 13 Assists), einen lockeren Pflichtsieg ein.

Minnesota Timberwolves - New Jersey Nets 95:93: Minnesota lag sieben Minute vor dem Ende mit 16 Punkten hinten, doch dann drehte Rookie-PG Jonny Flynn (18 Punkte) auf, attackierte, zog zum Korb, zog ein Foul nach dem anderen, und brachte Minnesota damit zurück ins Spiel. Ein Putback von Damien Wilkins mit dem Buzzer sorgte für die Entscheidung zugunsten der T-Wolves. Ganz stark bei NJ: Center Brook Lopez, der 27 Punkte, 15 Rebounds und 4 Blocks verbuchte.

Memphis Grizzlies - Detroit Pistons 74:96: Vielleicht passen Richard Hamilton und Ben Gordon doch besser zusammen, als man so denkt. Hamilton (25 Punkte) und Gordon (22 Punkte) sorgten in Memphis dafür, dass Coach John Kuester ein erfolgreiches Debüt bei den Pistons feierte. Memphis zeigte, mit Ausnahme von Marc Gasol (21 Punkte, 15 Rebounds), ohne den verletzten Allen Iverson eine völlig leidenschaftslose Vorstellung. "Meine Spieler müssen begreifen, dass es schwer ist, in der NBA Spiele zu gewinnen. Das geht nur mit viel Arbeit und der richtigen Einstellung. Unsere jungen Spieler sind wie Rehe im Scheinwerferlicht erstarrt", sagte Grizzlies-Coach Lionel Hollins.

Los Angeles Clippers - Phoenix Suns 107:109: Steve Nash ist zwar 35 Jahre alt, aber er ist immer noch verdammt gut. Als die Suns in L.A. im letzten Viertel mit sieben Punkten in Rückstand langen, drehte Nash auf. 24 Punkte und 8 Assists standen am Ende auf seinem Konto. Grant Hill erzielte 19 Punkte und 13 Rebounds, Amare Stoudemire lieferte 16 Zähler. Die Clippers haben ohne ihren verletzten Top-Rookie Blake Griffin die ersten beiden Saisonspiele verloren. Scheint sich nichts zu ändern im Clipper-Land. Auffallend gut präsentiert sich allerdings Chris Kaman, der mit 22 Punkten und 9 Rebounds sein zweites gutes Spiel machte.

Golden State Warriors - Houston Rockets 107:108: Erstes ganz starkes Spiel von Trevor Ariza (25 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists) im Rockets-Trikot. Dazu ein starker Aaron Brooks (18 Punkte, 12 Assists) und ein starker Luis Scola (21 Punkte, 11 Rebounds) - Houston zeigte, dass es auch ohne Yao und T-Mac nicht zu unterschätzen ist. Vor allem nach einer deftigen Halbzeitansprache von Coach Rick Adelman passte es plötzlich bei den Rockets. Bei den Warriors bleibt trotz Niederlage immerhin die Erkenntnis, dass der Ellis-Curry-Backcourt nicht schlecht funktionierte. Ellis war mit 26 Punkten Topscorer, Curry erzielte in seinem ersten NBA-Spiel 14 Punkten, 7 Assists und 4 Steals.

Denver Nuggets - Utah Jazz 114:105: Carmelo Anthony war mit 30 Punkten Topscorer, Chauncey Billups erzielte 25 Zähler, aber der wichtigste Spieler der Nuggets war an diesem Abend ein anderer: Ty Lawson. Der Rookie-PG riss in einer engen Partie im letzten Viertel das Spiel an sich, am Ende standen 17 Punkte für ihn zu Buche. Deron Williams lieferte 28 Punkte und 13 Assists für die Jazz, Carlos Boozer kam zwar auf 12 Punkte und 11 Rebounds, seine Trefferquote (3/14) war aber lausig.

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