MLB: World Series, Spiel 5

Telefon-Drama! Rangers vor der Championship

Von SPOX
Dienstag, 25.10.2011 | 09:08 Uhr
Die Rangers liegen nach ihrem Sieg in Spiel 5 zum ersten Mal in der Serie in Führung
© Getty
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Die Texas Rangers trennt nur noch ein Sieg von ihrer ersten Championship. Texas gewann Spiel 5 der World Series gegen die St. Louis Cardinals mit 4:2 und ging damit in der Best-of-seven-Serie mit 3-2 in Führung. Auch weil sich bei den Cardinals ein Telefon-Drama entwickelte.

Texas Rangers - St. Louis Cardinals 4:2 - Serie 3-2

Die Rangers sind nur noch einen Sieg von ihrer ersten Championship entfernt. In Spiel 5 gingen die Cardinals zwar zunächst im zweiten Inning durch ein RBI-Single von Yadier Molina und ein RBI-Groundout von Skip Schumaker mit 2:0 in Führung, aber danach kam von St. Louis nichts mehr. Auch weil Rangers-Starter C.J. Wilson (5.1 IP, 4 Hits, 1 ER, 3 Strikeouts, 5 Walks) solide pitchte, bevor er an den starken Rangers-Bullpen übergab.

Solo-Homeruns von Mitch Moreland im dritten Inning und Adrian Beltre im sechsten Inning gegen Cardinals-Ace Cris Carpenter (7 IP, 6 Hits, 2 ER, 4 Strikeouts, 2 Walks) sorgten für den Ausgleich - und im achten Inning sollte dann die Entscheidung zugunsten der Rangers fallen.

Catcher Mike Napoli, sowieso schon einer der Playoff-Helden der Rangers, brachte Texas mit einem Two-Run-Double mit 4:2 in Führung. Napoli steht damit in der World Series schon bei 9 RBIs.

Jetzt kommt aber die eigentliche Geschichte des Spiels, die man aus Cardinals-Sicht so zusammenfassen könnte: "Sch... Telefon!" Denn: Napoli landete seinen entscheidenden Hit gegen Pitcher Marc Rzepczynski - wenn es nach den Cardinals gegangen wäre, hätte es aber zu diesem Lefty-Righty-Matchup niemals kommen sollen.

Es gab ein riesiges Kommunikationsproblem zwischen Manager Tony La Russa und seinem Bullpen. Zunächst wollte La Russa, dass sich Rzepczynski und Closer Jason Motte warmmachen. Bullpen-Coach Derek Lilliquist verstand wegen des Lärms im Rangers Ballpark aber nur Rzepczynski.

Als La Russa merkte, dass das nicht wie geplant läuft, rief er erneut im Bullpen an und bat erneut darum, dass sich Motte bereit machen soll. Aber wieder kapierte es Lilliquist nicht. Diesmal schickte er jetzt plötzlich Lance Lynn zum Warmmachen, Lynn sollte aber eigentlich nur im Notfall zum Einsatz kommen.

Es war ein einziges Drama. So kam es dann eben zum Matchup zwischen Rzepczynski und Napoli, mit dem bekannten Ausgang. Unfassbar, wenn St. Louis vielleicht wegen dieser Konfusion jetzt nicht die World Series gewinnt.

Texas-Closer Neftali Feliz brachte den Sieg dann jedenfalls im neunten Inning nach Hause. Cardinals-Superstar Albert Pujols blieb ohne einzigen Hit, auch weil die Rangers-Pitcher sinnvollerweise sich entschieden haben, häufig nicht mehr zu ihm zu pitchen (3 Intentional Walks).

Mit einem Sieg in Spiel 6 am Mittwoch im Busch Stadium zu St. Louis könnte Texas also den Titel perfekt machen. Vielleicht kommen die Cardinals aber auch noch einmal zurück - passen würde es zu ihrer verrückten Saison ja...

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