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NFL

Wenn 100.000 Fans verstummen

SID
Nach Manning-Anspiel erzielte New Yorks Steve Smith einen TD. Gerald Sensabaugh (r.) kommt zu spät
© Getty

Was für eine gigantische Kulisse, was für ein Krimi, was für ein Finish! Dallas verliert dramatisch das erste Spiel in der neuen Arena. Und: Brett Favre stellt Tom Brady in den Schatten.

New York Jets (2-0) - New England Patriots (1-1) 16:9 (0:3, 3:6, 10:0, 3:0)

Sebastian Vollmer hat mit den New England Patriots in der NFL am zweiten Spieltag die erste Niederlage kassiert. Bei den New York Jets unterlag das Team des Kaarster Rookies am Sonntagabend mit 9:16. Vollmer kam in der Offensive Line als Backup für Right Tackle Nick Kaczur zum Einsatz.

Star-Quarterback Tom Brady (23/47 für 216 Yards) erwischte dabei keinen guten Tag. Hatte der 32-Jährige am vergangenen Wochenende das Spiel gegen die Buffalo Bills noch mit zwei späten Pässen in die Endzone gedreht, brachte er im Giants Stadium keinen einzigen Pass für einen Touchdown an den Mann.

Insgesamt waren nur 23 seiner 47 Passversuche erfolgreich. Sein Rookie-Gegenüber Mark Sanchez (14/22) gewann das Quarterback-Duell und fand im dritten Viertel Dustin Keller zum entscheidenden Touchdown. Beide Teams erzielten dazu jeweils drei Field Goals.

Dallas Cowboys (1-1) - New York Giants (2-0) 31:33 (7:10, 10:10, 7:0, 7:13)

Was eine Kulisse, was ein Krimi, was ein Finish! Vor 105.121 Zuschauern (Regular-Season-Rekord) beim NFL-Debüt der 1,2 Milliarden Dollar teuren neuen Arena standen die Cowboys kurz vor dem zweiten Saisonsieg - ehe Giants-Kicker Lawrence Tynes mit dem Schlusspiff ein 37-Yards-Field-Goal versenkte und die Menge zum Verstummen brachte.

"Das Spiel war so besonders und wir wollten unbedingt den Sieg, daher ist es umso frustrierender", sagte Dallas-QB Tony Romo, der mit 3 Interceptions bei einem Touchdown und nur 13 von 29 angekommenen Pässen für 127 Yards einen schwarzen Abend erwischte. Ein Vorbild an Effizienz hingegen war sein Gegenüber Eli Manning. Der Giants-QB beendete die Partie mit 25/38, 330 Yards, 2 TD und 0 INT.

Detroit Lions (0-2) - Minnesota Vikings (2-0) 13:27 (3:0, 7:7, 0:10, 3:10)

Routinier Brett Favre feierte mit den Minnesota Vikings den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Der 39-Jährige komplettierte gegen Detroit 23 von 27 Pässen für 155 Yards. Visanthe Shiancoe, Adrian Peterson und Percy Harvin erzielten Touchdowns für die Wikinger, Calvin Johnson für die Lions.

Favre stellte zudem einen Rekord auf. Die Quarterback-Legende stand zum 271. Mal infolge bei einem NFL-Spiel auf dem Feld.

Chicago Bears (1-1) - Pittsburgh Steelers (1-1) 17:14 (0:7, 7:0, 0:7, 10:0)

Beide Teams vermissten mit Brian Urlacher (Chicago) und Troy Polamalu (Pittsburgh) ihre jeweils besten Verteidiger, dennoch entwickelte sich ein zähes, von der Defense dominiertes Spiel. Für die Entschiedung sorgte Bears-Kicker Robbie Gould, der 15 Sekunden vor dem Ende einen 44-Yard-Field-Goal versenkte.

Zuvor leitete Quarterback Jay Cutler (27/38, 2 TD, 0 INT) mit einem Touchdown-Pass auf Johnny Knox den Ausgleich für Chicago ein. Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger komplettierte 23 seiner 35 Anspiele und warf je einen Touchdown und Interception, zudem erzielte er selbst einen TD nach einem 2-Yards-Run.

Jacksonville Jaguars (0-2) - Arizona Cardinals (1-1) 17:31 (3:10, 0:14, 7:7, 7:0)

Vizemeister Arizona Cardinals wendete mit einem 31:17 bei den Jacksonville Jaguars einen kompletten Fehlstart nach der Auftaktniederlage gegen die San Francisco 49ers ab.

Der überragende Quarterback Kurt Warner warf dabei 24 von 26 Pässe für insgesamt 246 Yards. "Kurt hat offenbar den Jungbrunnen gefunden", sagte Teamkollege Larry Fitzgerald. Für das Highlight des Spiels sorgte im zweiten Quarter Antrel Rolle, der nach einem geblockten Field-Goal-Versuch der Jaguars das Leder-Ei über 83 Yards zum Touchdown in die Endzone trug.

Philadelphia Eagles (1-1) - New Orleans Saints (2-0) 22:48 (7:10, 6:7, 7:17, 2:14)

No McNabb, no chance. Ohne ihren verletzten Star-Quarterback sahen die Eagles, sonst für ihre gute Defense bekannt, gegen New Orleans kein Land und gingen regelrecht unter. Saints-QB Drew Brees (25/34) legte nach seiner 6-TD-Gala zum Saisonauftakt 3 weitere Touchdowns nach (1 INT). McNabb-Backup Kevin Kolb (31/51 für 391 Yards) warf hingegen mehr Interceptions (3) als Touchdowns (2).

Atlanta Falcons (2-0) - Carolina Panthers (0-2) 28:20 (7:3, 14:10, 0:0, 7:7)

Nachdem Panthers-QB Jake Delhomme gegen die Eagles vom Platz gebuht wurde (0 TD/4 INT), rehabilierte er sich in Atlanta zumindest halbsweg (25/41, 1 TD/1INT). Aber das reichte nicht, um das erneut überragende Falcons QB-TE-Duo Matt Ryan (21/27, 220 Yards, 3 TD, 1 INT) und Tony Gonzalez (71 Yards, 7 REC, 1 TD) zu stoppen.

Buffalo Bills (1-1) - Tampa Bay Buccaneers (0-2) 33:20 (17:0, 3:14, 0:0, 13:6)

Ist Terrell Owens endgültig in Buffalo angekommen? Nach der Pleite bei den Patriots war es auch gegen Carolina lange still um ihn, doch dann packte er im vierten Viertel einen spektakulären 43-Yards-Touchdown nach Pass von QB Trent Edwards aus. Die Entscheidung, Buffalo ging mit 30:14 in Front.

San Francisco 49ers (2-0) - Seattle Seahawks (1-1) 23:10 (10:0, 3:10, 7:0, 3:0)

Der Sieg der 49ers war ein Sieg von Frank Gore. Der Running Back erzielte 2 Touchdowns und erlief 207 Yards - dabei kam der 26-Jährige im vierten Viertel nur noch bedingt zum Einsatz, da er sich eine harmlose Knöchelstauchung zuzog. Dennoch reichte es, um sich einen Platz in den Annalen zu sichern. Nur Barry Sanders gelang es bisher, in einem Spiel 2 TD und 79 Yards oder mehr zu erlaufen. "Das wusste ich gar nicht, aber das macht mich natürlich glücklich", sagte Gore.

Tennessee Titans (0-2) - Houston Texans (1-1) 31:34 (14:7, 10:17, 7:7, 0:3)

Titans-Running-Back Chris Johnson tat alles (3 TD, 197-Running-Yards), um sein Team zum ersten Saisonsieg zu verhelfen, in den Schatten wurde er jedoch von Matt Schaub gestellt. Das Spiel des Texans-QB in Zahlen: 25/39, 357 Yards, 4 TO, 0 INT.

Kansas City Chiefs (0-2) - Oakland Raiders (1-1) 10:13 (3:0, 0:3, 0:3, 7:7)

Das nennt man wohl Winner-Attitüde. Obwohl Raiders-QB JaMarcus Russell sein vielleicht schlechtestes Spiel der Karriere ablieferte, war er am Ende doch noch der Matchwinner. In einer von Fehlern geprägten Partie dirigierte der ehemalige Nummer-1-Pick den entscheidenden Angriff in den letzten zwei Minuten, den Darren McFadden mit einem Touchdown abschloss. Ein Erfolg, der Russells unterirdische Statistiken etwas schönte: 7/24, 109 Yards, 0 TD.

Alle Ergebnisse: Der 2. Spieltag im Überblick

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